Davidische Sprache: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 14. Januar 2020, 18:47 Uhr

Das Davidische (dav. dāvidik kedik) ist die Amtssprache der Vereinigten Staaten von Nordakronor. Es ist eng verwandt mit dem Revartischen (dav. revārtik kedik / rev. revartik izek). Die beiden Sprachen stellen die beiden bedeutendsten Sprachen der Duvarischen Sprachfamilie dar, denn nur diese beiden Sprachen in der Familie werden von über 180 Millionen Menschen gesprochen, alle anderen Sprachen sind Minderheitssprachen in gertanesisch- oder rythanisch-sprachigem Gebiet. Im Gegensatz zum Davidischen weist das Revatische zahlreiche Vereinfachungen auf.

  • Linguistische Klassifikation:
* Duvarische Sprachen
 * Kiranisch
  * Akronorkiranisch
   * Davidisch

Laute und Schrift

Davidisch wird in einer eigenen Schrift, dem Qumun geschrieben.

Transkription aus dem Qumun Aussprache (IPA)
A, a [a:]
Ā, ā [a]
B, b [b]
D, d [d]
E, e [e]
F, f [f]
G, g [g]
Ğ, ğ [d͡ȝ]
H, h [h]
I, i [i:]
Ī, ī [i]
J, j [j]
K, k [k]
L, l [l]
M, m [m]
N, n [n:]
N̄, n̄ [n]
Ń, ń [ːŋ]
O, o [o:]
Ō, ō [o]
P, p [p]
Q, q [q]
R, r [r]
S, s [s]
T, t [t]
U, u [u:]
Ū, ū [u]
V, v [v]
W, w [w]
Y, y [ːj]
Z, z [z]

Grammatik

Pronomen

Substantive unterscheiden sich nur nach dem Numerus. Diese sind der Singular und Plural. Außerdem gibt es noch den unbestimmten Artikel _en_. Wenn Wörter bestimmt sind, wird der Artikel an das Wortende angehängt (bei Endung auf Konsonant -en, bei Endung auf Vokal -n).

ich na
du mo
er/sie/es (belebt) sag
es (unbelebt) gağ
wir nūd
ihr maja
sie (Pl belebt) neg
sie (Pl unbelebt) gan

Fragepronomen: Be – Wer/was?

Es gibt keine Possessivpronomen, man kann nur sagen „von mir“, „von ihm“ etc. (anāg ğa na – „das Zimmer von mir“ = Mein Zimmer).

Zu der Bedeutung von belebt und unbelebt siehe unten.

Substantiv

Das Substantiv unterscheidet die Numeri Singular und Plural. Es gibt keine Artikel.

Der Singular ist die Grundform. Bei der Bildung des Plurals wird zwischen belebten Nomen (=Tiere, Menschen, Körperteile) und unbelebten Nomen unterschieden.

Plural

Belebte Nomen Enden im Singular immer auf Konsonant. Sie erhalten die Pluralendung –ūd.

Nicht belebte Nomen können auf Konsonant oder Vokal enden. Im ersten Fall erhalten sie die Pluralendung –a. Im letzteren Falle –n.

Beispiele:

  • Belebte Nomen:
 * at (Vater), Pl. atūd
 * maw­ad (Mutter), Pl. mawadūd
 * toğ (Kopf), Pl. toğūd
 * qam (Fluss), Pl. qamūd
  • Nicht belebte Nomen
 * Endung auf Konsonant:
   * tab (Buch), Pl. taba
   * ārz (Baum), Pl. ārza
   * anāg (Zimmer), Pl. anāga
 * Endung auf Vokal:
   * za (Schwert), Pl. zan
   * iğōri (Name), Pl iğōrin

Besitz

Besitz wird durch eine Präposition angezeigt (wie das englische „of“). Zum Anzeigen von Besitz ist es auch entscheidend, ob der Possessor (das Nomen, dass Besitz) belebt oder unbelebt ist. Wenn das er unbelebt ist, lautet die Präposition „i“. Wenn er belebt ist, lautet die Präposition „ğa“.

Wenn das nächste Wort mit einem Vokalanfängt, kann die Endung –d an die Präposition angehängt werden, um die Aussprache zu erleichtern.

Beispiele:

  • anāg ğa mawad – das Zimmer der Mutter
  • anāg ğa(d) at – das Zimmer des Vaters
  • qoj i tab – das Blatt des Buches (=Buchseite)
  • nād i(d) anāg – der Schlüssel des Zimmers (Zimmerschlüssel)

Adjektivierung

Ein Adjektiv der Zugehörigkeit kann auf –ik gebildet werden (auf –wik, fall das Substantiv auf einen Vokal endet). Es handelt sich dann um ein Herkunftsadjektiv (also keine Vorsilbe s.u.)

Beispiele:

  • at (Vater) – atik (väterlich): anāg atik – das väterliche Zimmer (also: das Zimmer des Vaters)
  • mawad (Mutter) – mawadik (mütterlich): anāg mawadik – das Mütterliche Zimmer (also: das Zimmer der Mutter)
  • Sval (Sival) – Svalik (sivalesisch): mūt Svalik – sivalesisches Essen
  • za (Schwert) – zawik (zum Schwert gehörig): būlgo zawik – zum Schwert gehörige Kraft (also: die Kraft des Schwertes)

Wie man sieht, kann der Besitz auch durch Adjektivierung ausgedrückt werden. Je nach Dialekt bevorzugt man das eine oder das andere.

Adjektive

Adjektive stehen hinter dem Nomen, das sie beschreiben.

Kongruenz

Sie haben verschiedene Vorsilben, je nachdem, ob das Nomen eine männliche Person, anders belebt oder unbelebt ist, in Singular oder Plural steht.

Vorsilben Singular Plural
Männliche Person tū- nū-
Belebt, aber nicht männliche Person sa- ne-
unbelebt - ne-

Einige wenige Adjektive tragen jedoch niemals Vorsilben (z.B. Adjektive für Herkunft, „davidisch“, „akronoisch“, etc.)

Beispiele:

  • Männliche Person
* at tūmid – der gute Vater
* atūd nūmid – die guten Väter
  • Belebt, aber nicht männliche Person
* mawad samid – die gute Mutter
* mawadūd nemid – die guten Mütter
* yagağ sabūl – der starke Arm
* yagağūd nebūl – die starken Arme
  • Unbelebt
* bāld būl – das starke Land
* bālda nebūl – die starken Länder

Steigerung

Durch Partikeln, die wiederum hinter dem Adjektiv stehen

  • olet für den Komparativ
  • oltāğ für den Superlativ

Beispiele:

  • jataq tūbūl – der starke Krieger
  • jataq tūbūl olet – der stärkere Krieger
  • jataq tūbūl oltāğ – der stärkste Krieger

Substantivierung

Als Eigenschaft durch -go:

  • būl – stark
  • būlgo – die Stärke

Als Träger einer Eigenschaft durch te-:

  • būl – stark
  • tebūl – der Starke

Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, die meisten davon sind veraltet, z.B. –ma- als Eigenschaft:

  • mid – gut
  • mimad – Freundlichkeit

Das Verb

Das Verb unterscheidet die Zeiten Präsens, Präteritum und Futur. Das davidische Verb kennt Aktiv und Passiv. Außerdem gibt es eine „Form des Beendens“. Modi sind nicht vorhanden. Grundsätzlich muss immer das Personalpronomen vor dem Verb stehen, denn Verben kennen keine Konjugation im Sinne einer Person-Numerus-Kongruenz.

Das Präsens stellt die Grundform dar; ein Infinitiv fehlt. Um den Imperativ auszudrücken, lässt man die Person fort:

na voja ich sehe
mo voja du siehst
sag voja er/sie sieht
gağ voja er/sie/es (unbelebt) sieht
nūd voja wir sehen
maja voja ihr seht
neg voja sie (belebt) sehen
gan voja sie (unbelebt) sehen
voja sieh!

Die Form des Beendens

Alles, was man mit „hört auf zu“ übersetzen kann, wird durch die Endung –nān ausgedrückt.

na vojanān Ich hörte auf, zu sehen
mo vojanān Du hörst auf, zu sehen
... ...
vojanān Hör auf, zu sehen! (Sieh weg)

Verneinung

Durch die Nachsilbe –tu

na vojatū ich sehe nicht
mo vojatū du siehst nicht
vojatū sieh nicht
na vojanāntū ich höre nicht auf, zu sehen
mo vojanāntū du hörst nicht auf, zu sehen
vojanāntū hör nicht auf, zu sehen!

Es gibt sogar eine Nachsilbe der Bejahung (Emphase), nämlich –nāg: „Na vojanāg“ – ich sehe wirklich. Diese soll hier aber nicht weiter thematisiert werden.

Passiv

Hier steht das Wort „tawī“ (sein) zwischen Pronomen und Hauptverb. Alle Endungen (Beendungs-Form und Verneinung) müssen an „tawī“ gehängt werden!

na tawī voja ich werde gesehen
mo tawī voja du wirst gesehen
tawī voja werde gesehen (Zeig dich!)
na tawītū voja ich werde nicht gesehen
mo tawītū voja du wirst nicht gesehen
na tawīnān voja Ich höre auf, gesehen zu werden (verstecke mich)
na tawīnāntū voja Ich höre nicht auf, gesehen zu werden

Präteritum und Futur

Nur das Verb „tawī“ (sein) hat eine eigenständige Form in Präteritum und Futur. Die anderen Zeiten werden mit seiner Hilfe gebildet.

  • na tawī – ich bin
  • na pağa – ich war (häufig zu „pa“ verkürzt)
  • na rigdōn – ich werde sein (häufig zu „rin“ verkürzt)

Im Aktiv steht „tawi“ hinter dem Hauptverb, im Passiv vor dem Hauptverb. Stets erhält „tawī“ mögliche Endungen für Verneinung und Beenden.

.... (Tabelle)??

Substantivierung

Als Prozess durch die Nachsilbe –wo (-o nach Konsonant):

  • na voja (ich sehe) – vojavū (das Sehen)
  • na taq (ich kämpfe) – taqū (das Kämpfen, der Krieg)

Als Person durch die Vorsilbe ja-, falls das Verb auf Konsonant endet. Falls es auf Vokal endet, wird stattdessen ein –b angehängt.

  • na taq – jataq (der Krieger)
  • na voja – vojab (der Seher)