Lussische Sprache: Unterschied zwischen den Versionen

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Lussisch ist die Amtssprache des [[Königreich Groß-Lusslien|Königreichs Groß-Lusslien]]. Es handelt sich um eine gertanesische Sprache, die eng verwandt mit dem [[Dianisch]]en ist.
 
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*Singular endungslos: ''dore'' [dʌʊ̯r] "der Hafen", ''daag'' [d​æ:w] "der Tag"
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*Singular endungslos: ''dore'' [dʌʊ̯r] "der Hafen", ''daag'' [:w] "der Tag"
*Plural durch ''-n''(nach Vokal) oder ''-er'' (nach Konsonant): ''doren'' ['dʌʊ̯rn​ ̩] "die Häfen", ''dager'' [dæɣr] "die Tage"
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*Plural durch ''-n''(nach Vokal) oder ''-er'' (nach Konsonant): ''doren'' ['dʌʊ̯rn ̩] "die Häfen", ''dager'' [dæɣr] "die Tage"
*Dual durch Plural+''-bid'': ''dorenbid'' ['dʌʊ̯rn​b​ɪ​ɹ] "zwei Häfen", ''dagerbid'' "zwei Tage" ['dæɣrb​ɪɹ]
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*Dual durch Plural+''-bid'': ''dorenbid'' ['dʌʊ̯rnbɪɹ] "zwei Häfen", ''dagerbid'' "zwei Tage" ['dæɣrbɪɹ]
*Omnal durch Singular+''-vat'': ''dorevat''[dʌʊ̯rvɑt] "alle Häfen, Häfen im Allgemeinen", ''daagvat'' [d​æ:wvɑt] "alle Tage, Tage im allgemeinen"
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*Omnal durch Singular+''-vat'': ''dorevat''[dʌʊ̯rvɑt] "alle Häfen, Häfen im Allgemeinen", ''daagvat'' [:wvɑt] "alle Tage, Tage im allgemeinen"
  
 
Es gibt keinen bestimmten Artikel, aber einen bestimmten ''em'', der ''hinter'' dem Wort steht: ''daager em'' [dæɣrm] "die Tage".
 
Es gibt keinen bestimmten Artikel, aber einen bestimmten ''em'', der ''hinter'' dem Wort steht: ''daager em'' [dæɣrm] "die Tage".
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Erhalten ein ''-en'', wenn das Nomen, auf dass sie sich beziehen, im Plural steht: ''groot huus'' "das große Haus" - ''groten huser'' "die großen Häuser".
 
Erhalten ein ''-en'', wenn das Nomen, auf dass sie sich beziehen, im Plural steht: ''groot huus'' "das große Haus" - ''groten huser'' "die großen Häuser".
 
  
 
Ihnen geht ''faar'' voran, um den Komparativ anzuzeigen, ''best'' für den Superlativ: ''faar groot huus''' "das größere Haus", ''best groot huus'' "das größte Haus".
 
Ihnen geht ''faar'' voran, um den Komparativ anzuzeigen, ''best'' für den Superlativ: ''faar groot huus''' "das größere Haus", ''best groot huus'' "das größte Haus".
 
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Durch ''-ed'' (bei manchen Verben ''-en'') am Verbstamm. Das Nachfolgende Verb präzisiert die Bedeutung:
 
Durch ''-ed'' (bei manchen Verben ''-en'') am Verbstamm. Das Nachfolgende Verb präzisiert die Bedeutung:
*"nehmen" für eine Verlaufs- und Erzhählform: ''(ik) loped nem'' "ich lief"; ''(ik) eten nem'' "ich aß"
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*"nehmen" für eine Verlaufs- und Erzhählform: ''(me) loped nem'' "ich lief"; ''(me) eten nem'' "ich aß"
*"kommen" für eine resultative Form, die Abgeschlossenheit und Ergebnis des Prozesses betont: ''(ik) loped kum'' "ich bin/war gelaufen, bin angekommen", ''(ik) eten kum'' "ich hatte gegessen, ich aß auf"
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*"kommen" für eine resultative Form, die Abgeschlossenheit und Ergebnis des Prozesses betont: ''(me) loped kum'' "ich bin/war gelaufen, bin angekommen", ''(me) eten kum'' "ich hatte gegessen, ich aß auf"
*"sein" um Regelmäßigkeit, Wiederholung oder lange Dauer zu betonen: ''(ik) loped ben'' "ich ich pflegte zu Laufen/die ganze Zeit lief ich".
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*"sein" um Regelmäßigkeit, Wiederholung oder lange Dauer zu betonen: ''(me) loped ben'' "ich ich pflegte zu Laufen/die ganze Zeit lief ich".
  
 
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Durch die Vorsilbe ''ge-'': ''(ik) lukken'' "ich sehe" - ''(ik) gelukken'' "ich werde gesehen".
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Durch die Vorsilbe ''ge-'': ''(me) lukken'' "ich sehe" - ''(me) gelukken'' "ich werde gesehen".
  
Diese Konstruktion hat aber auch oft reflexive Bedeutung: ''(ik) gevasjen'' "ich wasche mich".
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''seem best good frunder mine'' "Meine sieben besten Freunde".
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''de luk me'' "du siehst mich".

Version vom 6. Mai 2020, 14:00 Uhr

DdFf5%6&7/

Lussisch ist die Amtssprache des Königreichs Groß-Lusslien. Es handelt sich um eine gertanesische Sprache, die eng verwandt mit dem Dianischen ist.

Lautlehre

Anmerkungen:

  • Es gibt "lange" und "kurze" Vokale. In offenen Silben gilt der Vokal als prinzipiel lang, deshalb muss zur Darstellung eines kurzen Vokals der nachfolgende Konsonant doppelt geschrieben werden. In geschlossenen Silben gilt der Vokal als prinzipiell kurz, deshalb muss der Vokal doppelt geschrieben werden, soll er lang ausgesprochen werden. (=Niederländisches Prinzip der Schreibung von Vokalphonemen).
  • Einige Konsonanten haben mehrere Aussprachevarianten, je nachdem, in welcher Position stehen. Dann sind sie wiefolgt angegeben: 1 Position am Silbenanfang - 2 am Silbenende.

Einige

Transkription Aussprache
a (kurz) [ɑ]
a (lang) [æ:]
b [b]-[w]
d [d]-[ɹ]
e (kurz) [e], dialektal [i]
in unbetonten Silben stumm
e (lang)
auch je geschrieben
[ʲɛ:], dialektal [i:]
f [f]
g [ɣ]-[w]
h [h]-stumm
i (kurz) [ɪ]
i (lang), auch ii, ij, ie geschrieben [ʌɪ̯]
j [j]
k [x]
l [l]
m [m]
n [n]
o (kurz) [o], dialektal [u]
o (lang) [ʌʊ̯], dialektal [u]
p [pʰ]-[f]
r [r]
s [s], zwischen Vokalen [z]
t [tʰ]-[s]
u (kurz) [u]
u (lang) [ʌʊ̯]
v [v]-[w]
y [ɨ]

Formenlehre

Nomina

Substantive

Nomina kennen als einzige morphologisch gebildete Kategorie den Numerus:

  • Singular endungslos: dore [dʌʊ̯r] "der Hafen", daag [dæ:w] "der Tag"
  • Plural durch -n(nach Vokal) oder -er (nach Konsonant): doren ['dʌʊ̯rn ̩] "die Häfen", dager [dæɣr] "die Tage"
  • Dual durch Plural+-bid: dorenbid ['dʌʊ̯rnbɪɹ] "zwei Häfen", dagerbid "zwei Tage" ['dæɣrbɪɹ]
  • Omnal durch Singular+-vat: dorevat[dʌʊ̯rvɑt] "alle Häfen, Häfen im Allgemeinen", daagvat [dæ:wvɑt] "alle Tage, Tage im allgemeinen"

Es gibt keinen bestimmten Artikel, aber einen bestimmten em, der hinter dem Wort steht: daager em [dæɣrm] "die Tage".

Zur darstellung des Genitivs wird ein too benutzt: buuk too fader "Das Buch des Vaters".

Pronomen

. .
. .
Person/Numerus Personalpronomen Possessivpronomen
Sg1 me mine
Sg2 de dine
Sg3 heer, et, sje sine
Pl1 mjer oor
Pl2 jul juller
Pl3 denne diem
Wer? vjer vjem
Was? vat viem

Demonstrativpronomen den.

Adjektive

Erhalten ein -en, wenn das Nomen, auf dass sie sich beziehen, im Plural steht: groot huus "das große Haus" - groten huser "die großen Häuser".

Ihnen geht faar voran, um den Komparativ anzuzeigen, best für den Superlativ: faar groot huus' "das größere Haus", best groot huus "das größte Haus".

Verben

Person

Im Präsens muss in der ersten Person Singular und Plural ein -en angehängt werden, der dritten Person Singular und Plural ein -t. Das Personalpronomen ist optional.

  • (me) lopen "ich laufe"
  • (de) loop "du läufst"
  • (heer) loopt "er läuft"
  • (mjer) lopen "wir laufen"
  • (jul) loop "ihr lauft"
  • (denne) loopt "sie laufen"

Unregelmäßig sind folgende Wörter:

Präteritum

Durch -ed (bei manchen Verben -en) am Verbstamm. Das Nachfolgende Verb präzisiert die Bedeutung:

  • "nehmen" für eine Verlaufs- und Erzhählform: (me) loped nem "ich lief"; (me) eten nem "ich aß"
  • "kommen" für eine resultative Form, die Abgeschlossenheit und Ergebnis des Prozesses betont: (me) loped kum "ich bin/war gelaufen, bin angekommen", (me) eten kum "ich hatte gegessen, ich aß auf"
  • "sein" um Regelmäßigkeit, Wiederholung oder lange Dauer zu betonen: (me) loped ben "ich ich pflegte zu Laufen/die ganze Zeit lief ich".

Passiv

Durch die Vorsilbe ge-: (me) lukken "ich sehe" - (me) gelukken "ich werde gesehen".

Diese Konstruktion hat aber auch oft reflexive Bedeutung: (me) gevasjen "ich wasche mich".

Modi

Konjunktiv durch ein vaas nach den Verben:

  • lukken vaas "ich sähe"
  • gelukken vaas "ich würde gesehen werden"
  • lukken nem vaas "ich hätte gesehen"
  • gelukken nem vaas "ich wäre gesehen worden"

Imperativ durch ein nu:

  • luk nu "sieh!"
  • lukt nu "er möge sehen"
  • luk nim nu "hättest du nur gesehen!"

Satzlehre

Generelle Wortstellung

Nominalphrase:

  1. Numerale
  2. Adjektive
  3. Substantiv
  4. Possessivpronomen/Artikel

seem best good frunder mine "Meine sieben besten Freunde".

Verbalphrase:

  1. Subjekt
  2. Verb
  3. Objekt.

de luk me "du siehst mich".

Person/Numerus "sein" "haben" "kommen"
Sg1 ben neem kom
Sg2 best nim kemst
Sg3 weest hat kemt
Pl1 wesen nemen kom
Pl2 wees neemt kommet
Pl3 weest hant kont