Renn-Regel

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Die Renn-Regel, häufig auch als Duble-R (deu. Doppel-R), förmlich "Parlamentarische Anordnung zur Anwesenheit aller Abgeordneten" bezeichnet, ist eine 2426 in der Dianischen Zentralrepublik eingeführte Regel welche allen Abgeordneten des Zentralparlaments ein zeitliches Limit setzt, bis wann sie im Plenarsaal anwesend sein müssen. Die Renn-Regel hat heute einen Kultstatus, wird trotzdem immer wieder ernsthaft angewandt, sodass sich auch ins neue Wahlsystem übernommen wurde und somit immer noch exisitert.

Die Parlamentarische Anordnung

Gründe der Einführung

Nach der Staatsgründung 2420 kam immer wieder das Problem auf, dass nicht genug Abgeordnete anwesend waren und Beschlüsse entweder gar nicht oder mit nur sehr wenigen Abgeordneten gefasst werden konnten. Das löste zunehmend Unmut in der Bevölkerung aus und verzörgerte die parlamentarische Arbeit. Ab 2425 entwickelte die Parlamentsverwaltung eine Regel, welche Abgeordnete zur Anwesenheit im Parlament zwang, abseits der bereit geltenden, grundsätzichen Anwesenheitsplicht. Diese erhielt aber sehr viele Ausnahmen und war deshalb praktisch unwirksam.

Funktionsweise

Die Parlamentarische Anordnung kann von der Mehrheit der anwesenden Abgeordneten direkt vor einer Debatte zu einem Beschluss oder einer Beschlussreihe veranlasst werden. Mit Verkündigung durch den Sitzungsleiter tritt eine Zeitspanne in Kraft, in welcher alle Abgeordneten das Parlament betreten müssen, um an der Abstimmung teilnehmen zu können.

Grundsätzlich ist die Anwesenheit aller Abgeordneten in Altaan vorausgesetzt, wenn Sitzungen stattfinden. Das Zeitfenster beträgt deshalb eine Stunde.

Namensgebung

Der Name "Renn-Regel" wurde zu Beginn besonders in der altaanischen Bevölkerung und den Medien verwendet, weil Abgeordnete immer wieder durch die Stadt rannten, um noch rechtzeitig im Parlament zu sein. Besonders in den ersten Jahren, als es noch keine Mobiltelefone gab, musste eine Person aus dem Parlament rennen, den Abgeordneten über die verbleibende Zeit informieren und dieser musste anschließend wieder ins Parlament zurück.

Anwendung

Tatsächliche Anwendung findet die Renn-Regel etwa zwei bis drei mal pro Jahr, besonders dann, wenn knappe Entscheidungen getroffen werden. Nach Einführung der Renn-Regel hat sich die Anwesenheit der Abgeordneten bis heute tatsächlich merklich verbessert, nicht desto trotz kommt es auch heute immmer noch zu Sprints und Langstreckenläufen durch Altaan von einzelnen Abgeordneten.
Vor der Wahl eines Staatspräsidenten wird die Renn-Regel traditionell ausgerufen.

Vorkommnisse

  • Bei der allerersten Anwendung des Doppel-R am 24.11.2426 maß der Sitzungsleiter die Zeit falsch, sodass die Abgeordneten zwei Minuten zu viel Zeit hatten und drei Abgeordnete eigentlich zu spät waren.
  • Am 11.02.2465 rannte der Abgeordnete Timon Verdaux im Parlament gegen eine Glasscheibe und brach sich die Nase, er war jedoch mit etwa 2 Minuten Restzeit noch pünktlich.
  • Die Abgeordnete Mereil Wesk verausgabte sich am 5.07.2471 so sehr, dass sie zwar pünktlich ankam, im Parlament jedoch kollabierte und ärztlich behandelt werden musste, weswegen sie die Abstimmung schlussendlich verpasste. Das gleiche passierte 11 Jahre später dem Abgeordneten Nikolas Trautha.
  • Der damalige Dianische Staatspräsident Heyraut Tuii wurde am 14.07.2491 bei einer Wahlkampfveranstaltung aus dem Publikum über Doppel-R informiert, irgnorierte diesen jedoch und verpasste die Abstimmung.
  • Drei Abgeordnete der DDVP blieben mit der U-Bahn während Doppel-R stecken und kamen 15 Minuten zu spät, weswegen ein Gesetzesentwurf der DDVP abgelehnt wurde, weil diese zwei Stimmen zu wenig hatte.
  • Am 24.10.2506 wurde die Renn-Regel von 37 anwesenden Abgeordneten veranlasst, während in Altaan Hochwasser war. Nach einer Stunde waren nur zwei weitere Abgeordnete hinzugekommen.