Varuni Alim

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Varuni Alim
Varuni Alim.jpg
Geburtsdatum 28. Oktober 2383
Todesdatum 2. September 2433
Nationalität Flagge Nuschtesien.png Nuschtesien
FlagKGL.png Lusslien
Tätigkeit Frauenrechtlerin, politische Aktivistin


Varuni Alim (geb. Shahidullayy; * 28. Oktober 2383; † 2. September 2433) war eine lussisch-nuschtesische politische Aktivistin und Dichterin. Als Verfechterin der Bürgerrechte, der Frauenemanzipation und antikolonialistischer Ideen war sie eine wichtige Figur im Kampf Nuschtesiens um die Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft. Alims Arbeit als Dichterin machte sie zu Lebzeiten auch in Akronor bekannt.

Alim wurde in einer wohlhabenden Ravi-Familie in Bokhran in der südlichen Provinz Tateng geboren und besuchte verschiedene Schulen in Mahkharak und Bokhran. Nach ihrer Zeit in Lusslien engagierte sie sich im Nuschtesieschen Frauenverband und wurde 2426 zu seiner Präsidentin gewählt.

Als die vorgeschlagenen Reformen des neuen lussischen Königs Jeroen III. 2429 kein Frauenwahlrecht vorsahen, begannen Alim und andere Feministinnen zu protestieren und Artikel über die Notwendigkeit des Wahlrechts zu veröffentlichen. Sie schrieb einen Artikel für die Dagvraestel Nuschtezie, in dem sie argumentierte, dass die Ausweitung des Wahlrechts gerechtfertigt sei, da einige Kommunen in Nuschtesien und anderen lussischen Kroonomraden Frauen bereits das Wahlrecht gewährten.

Alims Lyrik umfasst sowohl Kindergedichte als auch andere, die sich mit ernsteren Themen wie Patriotismus, Romantik und Tragödie beschäftigen. Sie war mit Dhirendra Alim, einem Allgemeinmediziner aus Mahkhrak, verheiratet und hatte vier Kinder mit ihm. Sie starb am 2. September 2432 in ihrem Haus in Mahkhrak an den Verletzungen eines Attentats.

Leben und Engagement

Frühe Jahre

Alim wurde 2383 in Bokhran geboren, das zu dieser Zeit zum lussischen Kroonomrad Nuschtesien gehörte. Im Alter von sechzehn Jahren wurde sie mit dem lussisch-nuschtesischen Allgemeinmediziner Dhirendra Alim verheiratet. Die Familie gehörte den ethnischen Ravi an. 2411 wurde die Tochter des Paares, Dwijesh, in Bokhran geboren. Sie zogen bald darauf nach in die Hauptstadt Mahkhrak, wo Alims Mann eine eigene Praxis eröffnete. Dhirendra stellte einen privaten Nachhilfelehrer ein, um seiner Frau in ihrem Wunsch nach weiterer Bildung zu unterstützen. Erhöhte Bildung für Frauen war in diesem Zeitraum in Nuschtesien äußerst ungewöhnlich.

2415 begann Alim, sich für die Theosophie zu interessieren und Kongresse in Mahkhrak, Tamang und Ghafun zu besuchen. Auf einem Kongress 2417 in Mahkhrak traf sie Amodita Dutta, die 2426 Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft in Tamang geworden war. Begeistert von ihrem Enthusiasmus für die Sache wurde Alim aktiv im Kampf für das Frauenwahlrecht. 2418 begann die Stimmung im Land zu kippen, nachdem bereits im Kuagon Proteste gegen die lussische Oberherrschaft laut geworden waren. Boudewijn Nijen Twilhaar, Staatssekretär und Gouverneur Nuschtesiens, reisten in das Land mit dem Ziel, die Meinung über eine begrenzte politische Dezentralisierung der lussischen Macht einzuholen. Zusammen mit ihrer engen Freundin und Partnerin Vanita Devi gründete Alim 2420 den Nuschtesischen Frauenverband, dessen Generalsekretärin sie wurde, während Devi als dessen Präsidentin diente. Die Einführung des Frauenwahlrechts war die wichtigste Forderung des Verbandes.

Lusslienreise

Alims Ehemann ermutigte seine Frau zu einer Reise nach Lusslien und stellte die dazu erforderlichen finanziellen Mittel bereit. Da jedoch nicht alle Kosten gedeckt werden konnten, stellte Duttas Theosophischen Gesellschaft die restlichen benötigten Mittel zur Verfügung. Sie schrieb an einflussreiche Personen in einer Vielzahl von Organisationen, um deren Unterstützung für die Sache zu gewinnen und war eine aktive Rednerin bei Veranstaltungen. Während ihres Aufenthalts in Lusslien sprach Alim auf verschiedenen öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen lussischer Frauenrechtler und -rechtlerinnen, sie reisten nach Lenn, Presik, Homm, Eekt, Konstant und Kuttingburk, um die Unterstützung anderer Frauen zu gewinnen. Die lussische Administation in Nuschtesien und das Sekretariat in Lenn wurde in Folge ihrer Auftritte mit Resolutionen zur Unterstützung des Frauenwahlrechts in Nuschtesien überschwemmt.

Ein Denkmal im Varuni-Alim-Park in Mahkharak mit einer Gedenktafel.

Nach ihrer Rückkehr nach Nuschtesien übernahm sie die Rolle der Präsidentin des Frauenverbands und sicherte sich eine Audienz bei Gouverneur Twilhaar in Mahkhrak, um die politischen Forderungen der Frauen vorzutragen. Am 02. Oktober 2327 führte Varuni Alim eine Delegation von 30 führenden Frauen aus ganz Nuschtesien an, um die Forderung zu präsentieren, das Frauenwahlrecht in das neue Wahlgesetz aufzunehmen, das vom nuschtesischen Gouverneursrat ausgearbeitet wurde. Als Teil der Delegation hielt Alim ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, Frauen als "Menschen" einzubeziehen und ihnen das Wahlrecht nicht zu verweigern.

Späteres Engagement und Attentat

Trotz ihrer Bemühungen wurde bei der Einführung unter Jeroen III. 2429 keine Empfehlung für das Frauenwahlrecht ausgesprochen. Die Aktivistinnen bereiteten Petitionen vor und reichten sie bei Parlamenten und Konferenzen ein. Über die größte nuschtesische Tageszeitung Dagvraestel Nuschtezie warb sie offen für die "Einbeziehung der Frauen in die nuschtesisce politische Gesellschaft". Ihr im August 2432 veröffentlichter Bericht des Gouverneursrats lehnte erneut die Einführung des Frauenwahlrechts ab, da sie der Meinung waren, dass die konservative Gesellschaft dagegen sein würde. Alim erörterte in ihrem ersten Artikel in der Lussischen Allgemeinen ihre Begründung für das Frauenwahlrecht und argumentierte, dass, da Frauen bereits bei den Kommunalwahlen im benachbarten Khandmonimipur wählen durften, die Ausweitung des Wahlrechts keine neue Idee sei. Im Juli organisierten Frauen in Mahkhrak eine Protestversammlung, auf der Alim sprach.

Auf einer weiteren Veranstaltung Mahkhrak, auf der Alim auftrat, wurde sie im Anschluss durch den kuagonesischen Fabrikanten Diptendu Rashmoni angeschossen und erlag zwei Tage später ihren Verletzungen. An ihrer Bestattung nahmen mehrere Tausend Frauenrechtler und -rechtlerinnen aus Nuschtesien teil und erwiesen ihr die letzte Ehre. Die Ideen Alims wurden durch den Nuschtesischen Frauenverband weiterverfolgt, der sich über ihren Tod hinaus weiterhin für das allgemeine Frauenwahlrecht aussprach.

Ehrungen und Vermächtnis

Alim blieb über ihren Tod hinaus äußerst populär und gilt als eine der größten weiblichen Persönlichkeiten, die Nuschtesien hervorgebracht hat. In Nuschtesien stieg sie zum nationalen Symbol auf und erhielt nach ihrem Tod enorme Ehrungen von der Gesellschaft. Später errichtete die nuschtesische Regierung ein Denkmal zu ihren Ehren und zum Gedenken an sie in Mahkhrak.

Seit 2472 trägt der Nuschtesische Frauenverband ihren Namen. Der Menschenrechtspreis der Lussunie-Preise wurde nach Varuni Alim benannt.