Geron Scrimmer

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Geron Scrimmer

Geron Scrimmer im Studio – grauer Anzug, schwarze Brille

Tätigkeit Kabarettist · Satiriker
Stil politisches Kabarett / argumentative Satire
Bekannt durch Zur Kenntnis genommen
Sender Notflux-3
Wirkungszeit seit 2526
Herkunft UAF

Geron Scrimmer ist ein ultischer Kabarettist und Satiriker. Er gilt als eine der schärfsten Stimmen des politischen Kabaretts der UAF und steht für eine Form der Satire, die weniger auf Pointe als auf argumentative Zuspitzung setzt.

Profil

Scrimmers Auftritte sind geprägt von langen, dicht argumentierenden Monologen, strenger Sprache und einer bewusst kargen Inszenierung. Humor entsteht bei ihm nicht durch Wiedererkennung oder Entlastung, sondern als mögliches Nebenprodukt von Erkenntnis und Überforderung.

In der öffentlichen Wahrnehmung steht Scrimmer für „schwere Satire“, die Publikum und Institutionen gleichermaßen konfrontiert. Er vermeidet persönliche Sympathiewerbung und kommentiert Applaus selten oder gar nicht.

Stil

Typische Merkmale sind:

  • analytischer, teilweise dozierender Ton
  • schnelle, logisch verschachtelte Argumentationsketten
  • kontrollierte Schärfe und bewusstes Unterlassen von Versöhnung
  • Reduktion von Musik, Einspielern und Effekten

Alltagskomik und Beziehungshumor sind nicht Teil seines Repertoires. Scrimmer betont wiederholt, Satire sei „keine Dienstleistung“.

Zur Kenntnis genommen

Seit 2526 ist Scrimmer eines der prägenden Gesichter der Notflux-3-Satiresendung Zur Kenntnis genommen. Mehrere Monologe, insbesondere zu Regierungsstil, Medienmacht und institutioneller Verantwortung, wurden breit zitiert und lösten öffentliche Debatten aus.

Monolog zu Eron Valdek und der CA

Man muss über die Celrat Ancalim sprechen. Nicht, weil sie besonders laut wäre. Sondern weil sie gelernt hat, leiser zu werden.

Das ist gefährlicher.

Früher wusste man bei rechten Parteien ziemlich genau, woran man war. Da kam der Satz, dann kam der Skandal, und am Ende wusste man: Das war ideologisch gemeint, aber handwerklich unerquicklich.

Heute ist das anders.

Heute tritt jemand wie Eron Valdek auf und sagt keine falschen Sätze. Er sagt nur richtige Sätze in falscher Reihenfolge.

Er spricht von Ordnung. Von staatlicher Handlungsfähigkeit. Von Zuständigkeiten. Von Klarheit.

Alles Begriffe, gegen die man erst einmal nichts sagen kann. Und genau das ist der Trick.

Denn Ideologie ist heute nicht mehr der Holzhammer. Ideologie ist die Sortierung von Selbstverständlichkeiten.

Valdek wirkt nicht wütend. Er wirkt nicht beleidigt. Er wirkt, als habe er das alles schon einmal durchgerechnet. Und genau deshalb hören ihm Menschen zu, die früher gesagt hätten: „Mit denen doch nicht.“

Die Celrat Ancalim stellt sich inzwischen gern als Reparaturbetrieb dar. Nicht als Abrissfirma. Man wolle nichts umstürzen, heißt es, man wolle nur wiederherstellen.

Das klingt beruhigend. Bis man fragt: Was genau eigentlich?

Denn wer ständig von Ordnung spricht, sagt selten, für wen diese Ordnung gedacht ist. Und wer staatliche Stärke beschwört, meint oft nicht den Staat, sondern die Durchsetzung eigener Vorstellungen.

Valdek vermeidet das Vokabular der Ausgrenzung. Er braucht es nicht. Er spricht über Verfahren. Und Verfahren sind wunderbare Dinge: Sie sehen neutral aus und entscheiden trotzdem.

Das eigentlich Beunruhigende ist nicht, dass die CA plötzlich moderater wirkt. Das Beunruhigende ist, dass sie lernend wirkt.

Sie hat verstanden, dass Empörung mobilisiert, aber Normalität legitimiert.

Und Eron Valdek ist das passende Gesicht dazu: keine Parolen, keine Eskalation, kein Pathos.

Nur dieser ruhige Ton, der suggeriert, dass alles ganz vernünftig gemeint sei.

Das ist die Phase, in der man nicht mehr fragt: „Ist das rechts?“ Sondern: „Warum eigentlich nicht?“

Und genau dort beginnt das Problem.

Denn Demokratie stirbt selten an Radikalität. Sie stirbt an Begründungen, die man nicht mehr laut hinterfragt, weil sie so ordentlich formuliert sind.

Die Celrat Ancalim ist nicht gefährlich, weil sie schreit. Sie ist gefährlich, wenn sie erklärt.

Und Eron Valdek erklärt sehr gut.

(Pause.)

Zur Kenntnis genommen.

Öffentliche Rezeption

Scrimmer polarisiert. Kritiker werfen ihm moralische Härte und intellektuelle Abschottung vor, Befürworter sehen in seinen Beiträgen eine seltene Form konsequenter Analyse. In politischen Kreisen gilt er als unangenehm, aber schwer zu ignorieren.

Ein häufig zitierter Satz Scrimmers lautet:

„Wenn Sie lachen, habe ich mich möglicherweise unklar ausgedrückt.“