Kirche des Orthon: Unterschied zwischen den Versionen

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Die KdO versteht sich als „spirituelle Wissenschaftsgemeinschaft“. Ihre Hierarchie reicht vom einfachen '''Suchenden''' bis zum Titel des '''Großakkumulators'''. An der Spitze steht der charismatische und umstrittene Führer, der sich als '''Erster Sammler''' bezeichnet.  
 
Die KdO versteht sich als „spirituelle Wissenschaftsgemeinschaft“. Ihre Hierarchie reicht vom einfachen '''Suchenden''' bis zum Titel des '''Großakkumulators'''. An der Spitze steht der charismatische und umstrittene Führer, der sich als '''Erster Sammler''' bezeichnet.  
 
Die Bewegung finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, den Verkauf von Orthit-Pyramiden sowie kostenpflichtige Sitzungen in den Sammlern. Kritiker werfen der KdO kommerzielle Abzocke und sektenhafte Strukturen vor.
 
Die Bewegung finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, den Verkauf von Orthit-Pyramiden sowie kostenpflichtige Sitzungen in den Sammlern. Kritiker werfen der KdO kommerzielle Abzocke und sektenhafte Strukturen vor.
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=== Das Erste Sammlerstück ===
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Als Gründungsmythos der KdO gilt das sogenannte '''Erste Sammlerstück'''. Es wurde nach Überlieferung des „Ersten Sammlers“ im Jahre 2423 improvisiert, als er auf einem Schrottplatz von Asgarden (Forn-Karpat) nach einer „kosmischen Eingebung“ Holzreste, Bleibleche, Schafwolle und einen zerbrochenen Fensterglas-Kristall zusammenfügte.
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Das Resultat war ein wackeliger Kasten von kaum zwei Kubikmetern Größe, innen mit Schafwolle isoliert und außen von rostigen Metallplatten umgeben. Der „Erste Sammler“ soll mehrere Nächte darin verbracht haben und berichtete anschließend von „göttlicher Durchströmung durch Orthon“.
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Anhänger der KdO betrachten das Erste Sammlerstück als heiliges Relikt. Es wird heute im „Haus der Schwingungen“ in Asgarden aufbewahrt, allerdings nur bruchstückhaft erhalten: ein Teil der Bretter ist verfault, die Bleche sind verrostet und der Glasstein fehlt.
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Trotzdem pilgern Gläubige dorthin, um die angeblich noch immer spürbare „Rest-Orthonladung“ zu empfangen.
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Kritiker bemerken hingegen süffisant, dass das „heilige Relikt“ in Wahrheit „wie eine schlecht gezimmerte Gartensauna ohne Ofen“ aussehe.
  
 
=== Rezeption ===
 
=== Rezeption ===

Version vom 28. August 2025, 15:08 Uhr

Orthit-Pyramide

Kirche des Orthon (KdO)

Die Kirche des Orthon (KdO) ist eine in den 2420er Jahren gegründete religiös-esoterische Bewegung. Ihre Lehre beruht auf der Annahme einer kosmischen Lebensschwingung namens Orthon, die angeblich in allen Lebewesen und in der Materie selbst wirkt.

Lehre und Praxis

Zentral ist der Glaube, dass Orthon-Energie durch spezielle Geräte – sogenannte Orthon-Sammler – gebündelt und für Heilzwecke nutzbar gemacht werden könne. Die Sammler bestehen aus einfachen Schichtkonstruktionen aus Holz, Altmetall, Stoffresten und Glas- oder Kristallsplittern. Anhänger der KdO verbringen oft Stunden in diesen Konstruktionen, um ihre „energetische Balance“ zu regenerieren. Im Alltagsgebrauch sind zudem kleine Objekte, die sogenannten Orthit-Pyramiden, verbreitet. Diese bestehen aus in Kunstharz eingegossenen Metallspänen und Quarzfragmenten. Ihnen wird die Fähigkeit zugeschrieben, Räume zu harmonisieren, Hyperstrahlung abzuwehren und Krankheiten zu lindern.

Organisation

Die KdO versteht sich als „spirituelle Wissenschaftsgemeinschaft“. Ihre Hierarchie reicht vom einfachen Suchenden bis zum Titel des Großakkumulators. An der Spitze steht der charismatische und umstrittene Führer, der sich als Erster Sammler bezeichnet. Die Bewegung finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, den Verkauf von Orthit-Pyramiden sowie kostenpflichtige Sitzungen in den Sammlern. Kritiker werfen der KdO kommerzielle Abzocke und sektenhafte Strukturen vor.

Das Erste Sammlerstück

Als Gründungsmythos der KdO gilt das sogenannte Erste Sammlerstück. Es wurde nach Überlieferung des „Ersten Sammlers“ im Jahre 2423 improvisiert, als er auf einem Schrottplatz von Asgarden (Forn-Karpat) nach einer „kosmischen Eingebung“ Holzreste, Bleibleche, Schafwolle und einen zerbrochenen Fensterglas-Kristall zusammenfügte.

Das Resultat war ein wackeliger Kasten von kaum zwei Kubikmetern Größe, innen mit Schafwolle isoliert und außen von rostigen Metallplatten umgeben. Der „Erste Sammler“ soll mehrere Nächte darin verbracht haben und berichtete anschließend von „göttlicher Durchströmung durch Orthon“.

Anhänger der KdO betrachten das Erste Sammlerstück als heiliges Relikt. Es wird heute im „Haus der Schwingungen“ in Asgarden aufbewahrt, allerdings nur bruchstückhaft erhalten: ein Teil der Bretter ist verfault, die Bleche sind verrostet und der Glasstein fehlt. Trotzdem pilgern Gläubige dorthin, um die angeblich noch immer spürbare „Rest-Orthonladung“ zu empfangen.

Kritiker bemerken hingegen süffisant, dass das „heilige Relikt“ in Wahrheit „wie eine schlecht gezimmerte Gartensauna ohne Ofen“ aussehe.

Rezeption

Wissenschaftliche Akademien haben bislang keine messbaren Effekte von Orthon oder den Sammlern nachweisen können. Offizielle Berichte sprechen von „parapsychologisch inspiriertem Aberglauben mit Placebo-Effekten“. Dennoch erfreut sich die KdO in einigen Regionen, insbesondere in urbanen Mittelschichten, großer Beliebtheit. Politische Debatten entbrannten mehrfach über die Frage, ob die KdO als Religionsgemeinschaft anzuerkennen sei oder als betrügerischer Kult verboten werden müsse.

Satirische Bedeutung

In den Medien der UAF wird die Kirche des Orthon häufig als Beispiel für die Absurditäten moderner Esoterik dargestellt. Beliebt ist das Bonmot: „Nur im Orthon-Sammler kann man gleichzeitig frieren, schwitzen – und dafür noch zahlen.“