Taron Velas

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Taron Velas
Taron Velas
Taron Velas während Dreharbeiten in den ancalischen Bergwäldern (2526)
Geboren 2492
Nationalität ancalisch
Beruf Naturfilmer, Moderator, Wildnisführer
Frühere Tätigkeit Rettungsflieger
Bekannt durch Draußen
Schwerpunkt Natur, Expeditionen, Bergrettung, abgelegene Regionen
Wohnort Finrod / wechselnde Expeditionsorte

Taron Velas (* 2492) ist ein ancalischer Naturfilmer, Wildnisführer, ehemaliger Rettungsflieger und Fernsehmoderator. Bekannt wurde er vor allem durch die Expeditions- und Naturreihe Draußen, in der er abgelegene Landschaften der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro und anderer Regionen von Ultos bereist.

Velas gilt als ungewöhnliche Erscheinung im ancalischen Fernsehen. Er versteht sich selbst weniger als Moderator denn als Expeditionsführer vor laufender Kamera. Zahlreiche Situationen seiner Sendungen werden nicht im Studio nachgestellt, sondern unmittelbar während mehrtägiger Wanderungen und Expeditionen aufgenommen.

Seine ungezwungene Art und sein Erscheinungsbild machten ihn darüber hinaus zu einer populären Persönlichkeit der UAF-Unterhaltungsmedien – eine Entwicklung, der Velas selbst mit einer Mischung aus Belustigung und Unverständnis begegnet.

Herkunft und Jugend

Velas wuchs am Rand einer wald- und bergreichen Region Ancalims auf. Sein Vater arbeitete zeitweise in der Forstwirtschaft, seine Mutter war technische Angestellte.

Bereits als Jugendlicher verbrachte Velas einen großen Teil seiner Freizeit in den umliegenden Wäldern. Er lernte Orientierung, Klettern und den Umgang mit einfachen Rettungs- und Bergungstechniken.

Später absolvierte er eine Ausbildung im Bereich der Luftrettung und ließ sich zum Piloten sowie zum Rettungsspezialisten weiterbilden.

Rettungsdienst

Mehrere Jahre arbeitete Velas für einen regionalen Flugrettungsdienst.

Zu seinen Aufgaben gehörten Suchflüge über schwer zugänglichen Wald- und Berggebieten, die Versorgung verunglückter Wanderer sowie die Unterstützung ziviler Rettungsmannschaften.

Während dieser Zeit erwarb er sich umfangreiche Kenntnisse über Navigation, Wetterkunde und das Überleben außerhalb besiedelter Gebiete.

Velas betonte später mehrfach, dass seine Fernseharbeit auf diesen Erfahrungen beruhe.

„Wenn es anfängt zu regnen, kann man die Kamera ausschalten. Der Regen tut es deshalb nicht.“

Wechsel zum Fernsehen

Seinen Weg zum Fernsehen fand Velas eher zufällig.

Bei einer Reportage über eine Such- und Rettungsübung sollte er ursprünglich lediglich einem Kamerateam die Abläufe erklären. Nachdem mehrere geplante Aufnahmen aufgrund schlechten Wetters nicht durchgeführt werden konnten, begann Velas spontan, die Situation vor der Kamera zu erläutern.

Die Redaktion verwendete einen erheblichen Teil dieser Aufnahmen.

Die positive Resonanz führte zunächst zu weiteren Gastauftritten in Natur- und Reisesendungen. Schließlich entwickelte ein Sender gemeinsam mit Velas das Format Draußen.

Draußen

Draußen verbindet Naturdokumentation, Reisebericht und Expedition.

Velas besucht dabei Regionen, die touristisch kaum erschlossen sind. Neben Landschaft und Tierwelt beschäftigt sich die Sendung mit historischen Wegen, aufgegebenen Siedlungen, Bergwerken, alten Verkehrsverbindungen und der Frage, wie Menschen unter schwierigen natürlichen Bedingungen leben.

Wiederkehrende Themen sind:

  • mehrtägige Wanderungen,
  • Berg- und Waldexpeditionen,
  • Orientierung ohne moderne Infrastruktur,
  • historische Handels- und Pilgerwege,
  • Rettungstechniken,
  • abgelegene Siedlungen,
  • Natur- und Landschaftsschutz,
  • archäologische Fundorte.

Velas arbeitet während der Dreharbeiten mit einem vergleichsweise kleinen Kamerateam.

Er lehnt es nach eigener Aussage ab, Situationen für die Kamera künstlich gefährlicher erscheinen zu lassen.

„Ein Berg muss nicht dramatisch moderiert werden. Er ist schon groß genug.“

Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern

Durch seine Erfahrung in schwer zugänglichem Gelände wird Velas gelegentlich auch von wissenschaftlichen Expeditionen als logistischer Berater und Expeditionsführer engagiert.

Dabei arbeitet er unter anderem mit Archäologen, Geologen, Biologen und Anthropologen zusammen.

Eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Bara-Kemsi-Universität brachte ihn auch mit Forschungsprojekten zur frühen Besiedlung von Ultos in Berührung.

Insbesondere im Umfeld des von Prof. Dr. Blina Murell geleiteten Murell-Projekts wurde Velas zeitweise für die Erkundung abgelegener Fundorte und die Vorbereitung von Expeditionen eingesetzt.

Murell beschrieb ihn später als einen Mann, der „wenig über Forschung redet, aber erstaunlich genau versteht, was Forscher im Gelände benötigen“.

Wanderung mit Begam Lutanis Gulantir

Besondere öffentliche Aufmerksamkeit erhielt Velas 2526 durch eine Wanderung mit Lutanis Gulantir, dem Begam der UAF.

Gulantir hatte sich für einen privaten Wandertag in ein ausgedehntes Waldgebiet zurückgezogen. Da die vorgesehene Route teilweise durch wenig erschlossenes Gelände führte, wurde Velas gebeten, die Wanderung zu begleiten.

Die Begegnung war ursprünglich weder als offizieller Regierungstermin noch als Fernsehveranstaltung geplant.

Velas und Gulantir wanderten mehrere Stunden gemeinsam durch das Waldgebiet. Lediglich ein kleiner Personenschutz und wenige Begleiter hielten sich in einiger Entfernung.

Ein während einer Rast aufgenommenes Foto der beiden verbreitete sich später über die Medien.

Das Bild zeigte den Regierungschef nicht am Rednerpult oder bei einem Staatsempfang, sondern in Wanderkleidung neben Velas im Wald. Es wurde vielfach als ungewöhnlich persönliches Bild Gulantirs wahrgenommen.

Velas selbst verweigerte anschließend weitgehend Auskünfte über die Gespräche während der Wanderung.

Auf die Frage eines Reporters, worüber man mehrere Stunden mit dem Begam spreche, antwortete er:

„Über vieles. Und irgendwann hauptsächlich darüber, wie weit es noch ist.“

Auch auf wiederholte Nachfragen machte Velas keine Angaben zu politischen Gesprächsinhalten.

„Wer mit mir wandern geht, bekommt keinen Reporter mit Rucksack dazu.“

Diese Haltung wurde ihm insbesondere von Mitarbeitern des Begam hoch angerechnet.

Verhältnis zu Lutanis Gulantir

Aus der Wanderung entwickelte sich keine offizielle politische Funktion Velas'.

Beide Männer sollen jedoch gelegentlich weiterhin Kontakt haben. In Regierungskreisen wurde Velas scherzhaft als „Wander-Anion“ bezeichnet, nachdem Gulantir bei einer späteren Veranstaltung auf die Frage nach einer erneuten Tour lediglich antwortete:

„Wenn Velas diesmal eine kürzere Strecke findet.“

Velas erklärte daraufhin:

„Die Strecke war kurz. Der Begam redet nur viel.“

Gulantir soll über die Bemerkung gelacht haben.

Öffentliche Wahrnehmung

Mit dem Erfolg von Draußen entwickelte sich Velas entgegen seiner ursprünglichen Absicht zu einer bekannten Persönlichkeit der ancalischen Unterhaltungswelt.

Insbesondere sein körperlich geprägter Moderationsstil – Wanderungen, Klettertouren, Flussdurchquerungen und Arbeiten im Gelände – führte dazu, dass Boulevardmedien zunehmend weniger über die Landschaft und stärker über den Moderator berichteten.

Velas' Gewohnheit, bei hohen Temperaturen mit offenem Hemd zu arbeiten, erwies sich dabei als besonders dankbares Motiv.

Velas kommentierte diese Entwicklung einmal mit den Worten:

„Ich dachte, wir drehen eine Sendung über Wälder.“

Der Güldene Blick

Der Güldene Blick erkannte früh das boulevardeske Potential des Naturfilmers.

Chefredakteur Mavalor Kedal soll auf die Frage eines Redakteurs, weshalb Bilder eines halbnackten Wanderers für ein politisch ambitioniertes Boulevardmagazin interessant seien, geantwortet haben:

„Herr Velas betreibt Naturfernsehen. Offenbar gehört sein Oberkörper zur Natur.“

Ob der Satz tatsächlich von Kedal stammt, ist nicht abschließend geklärt. Kedal selbst hat ihm allerdings nie widersprochen.

Seitdem erscheinen Berichte über Velas regelmäßig im Güldenen Blick.

Velas reagiert darauf überwiegend gelassen. Auf die Frage, ob ihn die Berichterstattung störe, sagte er:

„Solange sie meinen Namen richtig schreiben.“

Privatleben

Über sein Privatleben spricht Velas nur selten.

Er lebt während der Produktionsphasen teilweise wochenlang außerhalb Finrods und besitzt nach eigenen Angaben erheblich mehr Wanderschuhe als gesellschaftlich angemessene Kleidung.

Fragen nach Beziehungen beantwortet er gewöhnlich nicht.

Dies wiederum hat das Interesse des Güldenen Blicks nicht vermindert.

Persönlichkeit

Kollegen beschreiben Velas als ruhig, pragmatisch und ausgesprochen belastbar. Während Dreharbeiten gilt er als geduldig gegenüber unerfahrenen Teilnehmern, reagiert jedoch empfindlich auf unnötige Risiken.

Sein Humor ist meist trocken.

Bei einer Produktion soll ein Redakteur gefragt haben, ob eine geplante Übernachtung im Freien „wirklich sicher“ sei.

Velas antwortete:

„Nein. Deshalb schlafen wir ja nicht im Studio.“

DER VELAS-FAKTOR

Beruf: Wildnisführer, Naturfilmer und ehemaliger Rettungsflieger

Stärke: Ruhe, Orientierung und Improvisation unter schwierigen Bedingungen

Fernsehprinzip: Möglichst wenig inszenieren

Politik: Keine erkennbare parteipolitische Bindung

Prominentester Wanderpartner: Lutanis Gulantir

Verhältnis zum Boulevard: resignierter Humor

Größtes Missverständnis seiner Karriere: Er dreht Landschaftsaufnahmen – die Öffentlichkeit schaut auf ihn.

Trivia

  • Velas besitzt nach eigener Aussage keine „Outdoor-Garderobe“. Seine Kleidung sehe lediglich nach einigen Tagen automatisch so aus.
  • Er trägt bei Expeditionen grundsätzlich eine einfache mechanische Uhr, weil er elektronischen Geräten bei langen Touren nicht vollständig vertraut.
  • Die Wanderung mit Lutanis Gulantir war ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen.
  • Er verweigerte später sämtliche Auskünfte über vertrauliche Gespräche mit dem Begam.
  • Mavalor Kedal bezeichnete Velas' Oberkörper angeblich als Bestandteil der ancalischen Natur.
  • Velas selbst behauptet, die häufig offenen Hemden hätten ausschließlich „meteorologische Gründe“.
  • In der Redaktion von Der Güldene Blick wird diese Erklärung nicht allgemein geteilt.