Bex Larker

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Bex Larker
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Geburtsdatum 2452
Nationalität ancalisch


Prof. Dr. Bex Larker (* 2452 in Feanaro) ist ein ancalischer Staats- und Verwaltungswissenschaftler. Er war Professor für Staats- und Verwaltungswissenschaften an der Bara-Kemsi-Universität und wurde 2522 emeritiert.

Larker beschäftigt sich insbesondere mit der föderalen Ordnung der UAF, dem Verhältnis zwischen Union und Unionsstaaten, der Organisation öffentlicher Verwaltungen sowie der Funktionsfähigkeit politischer Institutionen.

Durch zahlreiche Gutachten, Veröffentlichungen und Medienauftritte zählt er zu den bekanntesten Staatswissenschaftlern der UAF. Obwohl Larker keiner Partei angehört, wird er regelmäßig zu politischen und institutionellen Streitfragen konsultiert.

Leben

Bex Larker wurde 2452 als Sohn eines Geschichtslehrers und einer Mathematiklehrerin geboren.

Über sein Elternhaus sagte er später:

„Ich habe schon als Kind gelernt, dass man für jede Behauptung entweder eine Quelle oder eine Rechnung braucht.“
— Bex Larker

Nach seinem Schulabschluss studierte Larker Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und öffentliches Recht.

Seine Dissertation beschäftigte sich mit Kompetenzkonflikten zwischen verschiedenen staatlichen Ebenen. Die Arbeit fand zunächst vor allem in Fachkreisen Beachtung. In späteren Jahren wurde sie wiederholt zitiert, nachdem mehrere der von Larker beschriebenen institutionellen Konflikte tatsächlich aufgetreten waren.

Wissenschaftliche Laufbahn

Nach Abschluss seiner Promotion arbeitete Larker zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Später wechselte er an die Bara-Kemsi-Universität, wo er Verwaltungswissenschaft und Institutionenlehre unterrichtete.

2488 erhielt er dort die Professur für Staats- und Verwaltungswissenschaften.

Seine Forschungsschwerpunkte waren:

  • die föderale Ordnung der UAF,
  • das Verhältnis zwischen Union und Unionsstaaten,
  • institutionelle Kompetenzkonflikte,
  • Verwaltungsorganisation,
  • öffentliche Entscheidungsprozesse und
  • die langfristige Stabilität politischer Institutionen.

Larker entwickelte sich zu einem der bekanntesten Vertreter seines Fachgebietes.

Lehrtätigkeit

Larkers Vorlesungen genossen an der Bara-Kemsi-Universität einen besonderen Ruf.

Er verwendete nur selten vollständig vorbereitete Manuskripte und erläuterte komplizierte institutionelle Probleme häufig anhand erfundener Staaten, deren Regierungen regelmäßig ausgesprochen unvernünftige Entscheidungen trafen.

Zu seinen bekanntesten Aussagen gehört:

„Eine Verfassung muss nicht verhindern, dass Politiker Unsinn machen. Sie muss verhindern, dass ihr Unsinn dauerhaft funktioniert.“
— Bex Larker

Zahlreiche spätere Anionen, Abgeordnete, Richter und hohe Verwaltungsbeamte besuchten im Laufe der Jahrzehnte seine Lehrveranstaltungen.

Larker weigert sich jedoch regelmäßig, ehemalige Studenten anhand ihrer späteren politischen Laufbahn zu beurteilen.

„Bei manchen bin ich stolz auf das, was sie gelernt haben. Bei anderen darauf, was ich ihnen nicht beigebracht habe.“
— Bex Larker

Gutachtertätigkeit

Neben seiner universitären Arbeit war Larker über Jahrzehnte als Gutachter für Parlamente, Regierungen und öffentliche Institutionen tätig.

Dabei erwarb er sich den Ruf, seine Auftraggeber mit derselben Konsequenz zu kritisieren wie deren politische Gegner.

Besondere Bekanntheit erlangte ein Gutachten aus dem Jahr 2507. Eine Regierung hatte Larker mit der Untersuchung einer geplanten Verwaltungsreform beauftragt.

Sein 315 Seiten umfassendes Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass die Reform grundsätzlich zulässig sei, der vorgelegte Gesetzentwurf jedoch eine Vielzahl organisatorischer und institutioneller Mängel aufweise.

Larker bezeichnete den Entwurf als

„eine bemerkenswerte Sammlung vermeidbarer Fehler.“
— Bex Larker, Gutachten zur Verwaltungsreform, 2507

Die Regierung veröffentlichte zunächst lediglich eine gekürzte Zusammenfassung.

Larker stellte daraufhin das vollständige Gutachten selbst öffentlich zur Verfügung.

Auf die Frage, ob dies nicht einen ungewöhnlichen Umgang mit seinem Auftraggeber darstelle, antwortete er:

„Man hat mich für ein Gutachten bezahlt. Nicht für ein Geheimnis.“
— Bex Larker

Der Satz wurde in den folgenden Jahren häufig zitiert und entwickelte sich zu einem inoffiziellen Markenzeichen Larkers.

Verhältnis zur Politik

Larker gehört keiner politischen Partei an.

Dennoch versuchten unterschiedliche Parteien und Regierungen mehrfach, ihn für politische Ämter, Kommissionen oder dauerhafte Beratungsgremien zu gewinnen.

Mindestens zweimal soll ihm ein Regierungsamt angeboten worden sein. Larker lehnte beide Angebote ab.

Seine Entscheidung begründete er später mit den Worten:

„Ich erkläre Politikern lieber, warum etwas nicht funktioniert, als anschließend selbst erklären zu müssen, warum es trotzdem beschlossen wurde.“
— Bex Larker

Trotz seiner parteipolitischen Unabhängigkeit gilt Larker nicht als politikfern. Durch seine jahrzehntelange Tätigkeit kennt er zahlreiche führende Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Justiz persönlich.

Bei Auseinandersetzungen über Verfassungsfragen, Kompetenzverteilungen oder institutionelle Reformen wird er regelmäßig von Medien um Einschätzungen gebeten.

Dabei kritisiert Larker sowohl übermäßige Zentralisierung als auch schlecht begründete Forderungen nach zusätzlichen Kompetenzen für die Unionsstaaten.

Er warnt zugleich davor, gewöhnliche politische Konflikte vorschnell zu Verfassungskrisen zu erklären.

Emeritierung

2522 wurde Larker im Alter von 70 Jahren emeritiert.

Seinen Ruhestand interpretiert er seitdem vergleichsweise großzügig.

Er verfügt weiterhin über ein Arbeitszimmer an der Bara-Kemsi-Universität, hält gelegentlich Vorlesungen und Seminare, betreut wissenschaftliche Arbeiten und veröffentlicht Essays zu staatswissenschaftlichen Fragen.

Eine ihm angebotene feierliche Abschiedsvorlesung soll Larker mit den Worten abgelehnt haben:

„Wovon soll ich mich verabschieden? Ich bin am Dienstag wieder hier.“
— Bex Larker

Am folgenden Dienstag hielt Larker tatsächlich ein Seminar.

Publikationen

Larker veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze, Monografien und Gutachten.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen:

  • Institutionen und ihre Grenzen (2489)
  • Union und Staat – Kompetenz in föderalen Systemen (2496)
  • Verwaltung ohne Illusionen (2503)
  • Die föderale Ordnung der UAF (2511)
  • Durch die föderale Ordnung (2518)
  • Regieren zwischen Zuständigkeit und Verantwortung (2523)

Besonders Durch die föderale Ordnung erreichte auch außerhalb wissenschaftlicher Kreise größere Bekanntheit. Das Buch gilt als allgemeinverständliche Einführung in die institutionellen Strukturen der UAF und wurde mehrfach neu aufgelegt.

Medienpräsenz

Auch nach seiner Emeritierung ist Larker ein gefragter Gesprächspartner.

Insbesondere die Feanaro Times greift bei institutionellen und verfassungsrechtlichen Konflikten regelmäßig auf seine Einschätzungen zurück.

Larker ist dafür bekannt, Fragen nach kurzfristigen politischen Gewinnern und Verlierern häufig zurückzuweisen und stattdessen auf langfristige institutionelle Folgen hinzuweisen.

In politischen Kreisen entstand daraus die scherzhafte Redensart, dass eine Angelegenheit ernst werde, sobald Larker sie als „institutionell interessant“ bezeichne.

Privatleben

Larker hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Bekannt ist seine umfangreiche Sammlung historischer Landkarten. Außerdem besitzt er eine große Bibliothek zur Geschichte der UAF.

Daneben gilt Larker als Liebhaber klassischer Abenteuerliteratur.

Auf die Frage eines Studenten, warum ein Staatswissenschaftler ausgerechnet Abenteuerromane lese, antwortete er:

„Dort sind wenigstens die Zuständigkeiten klar. Einer ist der Bösewicht, einer der Held, und am Ende weiß jeder, wer gewonnen hat. In der Staatswissenschaft kommt das selten vor.“
— Bex Larker

Trivia

  • Larker besitzt nach Angaben ehemaliger Mitarbeiter mehrere tausend Bücher, lehnt jedoch ein elektronisches Verzeichnis seiner Privatbibliothek ab.
  • In Vorlesungen soll er Studierende gelegentlich auffordern, institutionelle Probleme zunächst ohne Kenntnis der beteiligten Parteien zu beurteilen.
  • Seine Gutachten sind für ungewöhnlich ausführliche Fußnoten bekannt.
  • Das Gutachten zur Verwaltungsreform von 2507 umfasste exakt 315 Seiten.
  • Larker bezeichnet seine Emeritierung gelegentlich als „verwaltungstechnisches Missverständnis“.
  • Durch die föderale Ordnung ist sein erfolgreichstes populärwissenschaftliches Werk.

Zitate

„Institutionen sind dafür da, schlechte Tage zu überstehen. An guten Tagen braucht sie jeder nur auf dem Papier.“
— Bex Larker

„Eine Zuständigkeit wird nicht dadurch vernünftiger, dass drei Regierungen gleichzeitig behaupten, sie hätten sie.“
— Bex Larker

Siehe auch