Samon Wilker
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Samon Wilker
Samon Wilker (*2341 in Doyan-Talir; †2425 in Myndâron) war ein ancalischer Maler und Vertreter der Schule der Pforten. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der sogenannten Zweiten Schwellenzeit. Sein berühmtestes Werk ist das Porträt Mono Liso, das heute im Museum für Zeitlose Portraitkunst in Finrod ausgestellt ist.
Leben und Wirken
Wilker wurde in Doyan-Talir geboren. Nach einer Ausbildung in klassischer Maltechnik wandte er sich ab 2371 der neu gegründeten Schule der Pforten in Finrod zu, wo er unter Taram Alinek studierte. Die Schule strebte danach, durch künstlerische Mittel Übergänge zwischen Bewusstseinsebenen, Zeiten und Identitäten erfahrbar zu machen.
Wilker entwickelte einen sehr reduzierten, fast meditativen Stil, bei dem Licht, Schatten und Blickführung zentrale Rollen spielen. Seine Werke zeigen oft Einzelpersonen in undefinierbaren Zwischenräumen – Landschaften, die zugleich seelisch und symbolisch gelesen werden können.
Mono Liso – Der Unbekannte
Das bekannteste Werk Wilkers ist das um 2400 entstandene Porträt Mono Liso, auch bekannt als Der Unbekannte. Es zeigt einen jungen Mann mit ruhigem Blick und androgynem Gesichtsausdruck vor einer stilisierten, zeitlosen Landschaft. Das Werk gilt als Ikone der Pfortenkunst.
Begleittext zur Ausstellung 2523 (Auszug): „Mono Liso blickt uns an mit ruhiger Selbstverständlichkeit, als hätte er die Fragen, die wir stellen wollen, längst durchlebt – und sei nun jenseits davon.“
Tod und Legendenbildung
Wilker starb 2425 während eines Rückzugsaufenthalts in Myndâron. Offiziellen Angaben zufolge war es ein plötzlicher Zusammenbruch. Jedoch kursiert seit den 2460er Jahren die satirisch-philosophische Legende, er sei durch den übermäßigen Verzehr eines selbstgemachten Pellkartoffelsalats ums Leben gekommen.
Diese Geschichte entwickelte sich zu einem geflügelten Wort in Künstlerkreisen: „Einen Wilker sterben“ – für das tragisch-geniale Übermaß an Genuss oder Ausdruck.
Zitat
„Kunst ist wie Pellkartoffelsalat: zu wenig ist belanglos, zu viel ist gefährlich – aber im richtigen Maß öffnet sie das Tor zur Wahrheit.“
Samon Wilker, angeblich beim Sommergespräch in Daron-Plythe, 2413
Werke (Auswahl)
- Mono Liso – Der Unbekannte (ca. 2400) – Museum Finrod
- Gesicht in Zwielicht (2388) – verschollen
- Die Schwelle II (2396) – Privatbesitz
- Reise ohne Landschaft (2409) – Galerie Parn Tamyre
Kulinarisches Erbe
Der Legende um Wilkers Tod entsprang später das berühmte Gericht:
Wilkers letzter Teller
- Pellkartoffelsalat mit Fenari-Essig, Apor-Bergminze und Wachtelbohnen, serviert lauwarm – inspiriert vom angeblichen letzten Mahl des Malers.
Das Rezept findet sich unter anderem auf der Speisekarte des Café der Pforten in Finrod:
„Serviert lauwarm – wie das Leben.“
Ode an die Pellkartoffel (zugeschrieben)
Wilker wird außerdem das folgende Gedicht zugeschrieben:
O milde Knolle, unscheinbar geboren,
in dunkler Erde still und fast verloren –
doch birgst du in der Schale fest
das wahre Maß für Kunst und Fest.
Kein Ziergewächs, kein Gold auf Tellern,
nur leises Dampfspiel, Duft von Kellern.
Wer dich nicht ehrt, versteht nicht viel,
denn du bist Form, Geduld und Stil.
Du brichst nicht aus, du bleibst im Rahmen,
wie Farbe zwischen Leinwandfahnen.
Und doch: In Essig, Öl, gewendet,
wird selbst der Zweifel sanft beendet.
So sei gepriesen, erd’ne Weise,
im Sud der Zeit, auf deiner Reise.
Du lehrst mich: Still ist oft das Beste.
Und sterben? Nur beim siebten Feste.
Siehe auch
Einzelnachweise
- Anekdotica Finrodis, 3. Aufl., 2461
- Ausstellungskatalog „Der Unbekannte“, Finrod, 2523
- Menükarte des Café der Pforten, Archiv Finrod 2502
- Taram Alinek: Das Tor ist keine Tür, 2398