Erste Armilische Revolution

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Erste Armilische Revolution
Zeitraum:
4.5.2428 - 12.5.2428

Austragungsort:
armilische Städte, hauptsächlich auf Vigosso
Casus Belli:
Arbeiteraufstände auf Vigosso

Konfliktparteien
Kaiserreich Armilien Flagge.png Kaiserreich Armilien Auf Vigosso:
V.W.B Flagge.png Vigossischer Arbeiterbund
Taronnista Flagge.png Taronnista
Im Rest Armiliens:
•Verband armilischer Demokraten
•mehrere armilische Arbeiterverbände
•Übergelaufene armilische Soldaten
Oberbefehlshaber
Kaiserreich Armilien Flagge.png Kaiser Barujia I
Armilisches Kaiserreich Kriegsflagge.png Reichsmarschall Gabriji Anerji
Armilisches Kaiserreich Kriegsflagge.png Armeegeneral Lapriell Nereloppa
V.W.B Flagge.png Natano Maronna
Taronnista Flagge.png General Gerono Taronna
Zederik Koréillip
Ausgang und Folgen
•Niederschlagung der Auständigen

•Stärkere Einschränkungen vigossischer Rechte

Die Erste Armilische Revolution waren mehrere bewaffnete Aufstände im ganzen Kaiserreich Armilien (hauptsächlich auf Vigosso) welche vom 4. Mai 2428 bis zum 12. Mai 2428 andauerten. Die Ziele der Aufständigen unterschieden sich voneinander, doch generelle Ideen waren mehr Arbeiterrechte auf Vigosso, das Einführen einer parlamentarischen Monarschie oder die gänzliche Abschaffung des absolutistischen Systems in Armilien.

Hintergrund

Annektierung Vigossos durch Armilien

Nach der Kapitulation des Kahrentum Vigosso nach dem Vigossisch-Armilischen Krieg wurde dieses als Vizekahrentum Vigosso in das Kaiserreich Armilien integriert. Der Vizekahr fungierte jedoch eigentlich nur als Verwalter und Beamter des Kaisers und hatte damit selbst kaum Macht. Der vigossische Volksrat wurde ebenfalls abgeschafft und somit wurde Vigosso Teil einer absoluten Monarchie. Dies wollten sich alle Vigossen gefallen lassen.

Erste Widerstände

Nach der Annektierung Vigossos durch Armilien machte sich schon früh bewaffneter Widerstand gegen das Kaiserreich bemerkbar: Guerilliaverbände, welche meistens aus ehemalgen vigossischen Soldaten und im Krieg uneingezogenen Jugentlichen bestanden, kämpften auch nach der Kapitulation des Kahrentums weiterhin gegen kaiserliche Truppen. Diese wurden meist durch ehemalige vigossische Generäle und Offiziere angeführt, welche es nach der Kapitulationsmeldung verweigerten sich zu ergeben. Die warscheinlich größte dieser Gruppen war wohl die sogenannte Taronnista, welche vom ehemaligen vigossischen General Gerono Taronna angeführt wurden.
Diese Guerilliakämpfer richteten zwar großen materiellen Schaden an und führten den armilischen Streitkräften bei Hinterhalten oft hohe Verlusste zu, schafften es jedoch nicht einen Teil der Insel dauerhaft zu kontrollieren. Dies hatte mit der hohen Anzahl der armilischen Truppen zu tun, weshalb sich viele Gruppen in den Lewakischen Bergen versteckten oder sich später selbst auflösten.

Revolutionäre Arbeiterbewegungen

Aufstände politischer Natur, welche später zur esten Revolution führten, gingen jedoch meistens von der benachteiligten vigossischen Arbeiterklasse aus. Armilien versprach der vigossischen Bevölkerung eine durchgreifende Modernisierung nach der Zerstörung des Gebietes durch den Krieg. Jedoch bedeutete dies, dass die vigossischen Stätte mit Industriekomplexen und Fabriken übersäht wurden und kaum Raum für das öffentliche Leben liessen. Noch dazu waren die Arbeitsrechte noch schlechter als im Rest des Reiches. (siehe dazu: Benachteiligung der Vigossen im Reich) Doch es regte sich Widerstand gegen die Praktiken des Reiches und der Industriellen. Philiosphen und Gesellschaftstheoretiker veröffentlichen noch heute bedeutsame Werke der armilischen Linken und Sozialisten. Besonders Gabriell I. Maronio's Werk Vejdio Frejiat (Verschenkte Freiheit) führte zur Entstehung mehrerer Arbeiterbewegungen auf Vigosso aber auch im Rest Arrmiliens (nach einer späteren Übersetzung des Buches).

Die revolutionäre Stimmung zog auch in den Rest Armiliens über, denn vielen Bürgern des Kaiserreiches war die Ideen besserer Arbeitsrechte oder sogar eines demokratischen Systems nicht fremd. Viele hofften schon beim Vorgänger des aktuellen Kaisers Barujia I, Karajio II auf die Einführung freiheitlicher Systeme. In der Tat zentralisierte Karojio II das Land, in dem er die ihm de jure untergestellten Feudalherren des Landes mit Hilfe der Nationalarmee absetzte und somit dem Bürgern neue Freiheiten garantierte. Durch seine darauf folgende Modernisierungskampagne wurden zwar viele Fabriken und damit Arbeitsplätze errichtet, jedoch setzte der Staat den Arbeitgebern keine Gesetze oder Richtlinien zur Behandlung der Arbeiter, was diese wieder für revolutionelle Bewegungen offen machte. Erst gegen Ende Karojios‘ Herrschaft, 2388 wurde der erste Mindestlohn erlassen, jedoch war dieser auch nicht besonders hoch und im später besetzen Vigosso noch niedriger. Viele träumnten daher von einer konstitutionellen Monarchie nach dem Vorbild Lussliens, jedoch lehnte selbst der Reformer Karojio ein solches System strickt ab.

Verlauf

2428 bündelte sich die revolutionäre Stimmung in Folge eines Generalstreiks der Arbeiter in ganz Vigosso, welcher durch den Vigossischen Arbeiterbund ausgerufen wurde. Der Vigossische Arbeiterbund war bis zur Annektierung Vigossos eine politische Partei des Kahrentums, welche während der Herrschaft Armiliens die Ideen Maronio's und Anderer verbreiteten.

4. Mai: „Marsch der 100“

Am 4. Mai 2428, 100 Jahre nach der Einführung des Bürgerrates im Kahrentum Vigosso, begann der Streik mit der Auslaufverweigerung einiger Matrosen im karosser Hafen in den frühen Morgenstunden. Nach der Mittagspause weigerte sich auch der Rest der Arbeiter, wieder mit der Arbeit zu beginnen. Am Nachmittag schlossen sich die meisten von ihnen den Protestmärschen in den größeren Städten Vigossos an, welche ebenfalls größtenteils durch den Vigossischen Arbeiterbund angeführt wurden. Die Firmenchefs alarmierten daraufhin die Kaisergarde, welche versuchten die Demonstranten zurück zum Arbeiten zu bewegen. Am Abend verschanzten sich viele Arbeiter in ihren Virteln, vigossische Widerstandskämpfer teilten Waffen aus, um die Kaisergarde und das möglicherweise anrückende armilische Militär von den Virteln fern zu halten.

5. Mai: Nächtlicher Angriff und Eskalation

Am frühen Morgen der 5. Mai attakierten Kämpfer der Taronnista eine armilische Kaserne in Halia. Obwohl die größtenteils monarchistisch eingestellten Kämpfer der Taronnista den demokratischen Arbeiterbewegungen in vielen Punkten widersprachen, nutzen diese den Moment der Verwirrung und griffen in Folge vermehrt Armilische Stützpunkte und Militärkonvois im Nordosten der vigossischen Insel an. Dies gab den Aufständigen (besonders in Halia) noch mehr Zeit um sich vorzubereiten. Am Morgen eskallierten die Demos dann in Feuergefechten zwichen Demonstranten, der Kaisergarde und dem Militär. Warum die Demos eskallierten ist nicht genau aufgeklährt, möglicherweise eröffnete das Miliär aus Reaktion auf die nächtlichen Angriffe auf die Kaserne das Feuer, oder einige Demonstranten begannen damit, auf anrückende Militärs zu schiessen.

6. Mai - 11. Mai

Im Rest Armiliens gingen daraufhin Arbeiter und demokratische und anti-monarchistische Interlektuelle auf die Straße und auch dort eskallierte die Gewallt. Anders als in Vigosso liefen dort jedoch auch armilische Soldaten zu den Demonstranten über, da viele ebenfalls demokratische Ideen unterstützen wollten oder sich weigerten, auf fiedliche Demonstranten zu schiessen. Als Anwort auf die Waffengewallt bewaffneten sich mehr und mehr Demonstranten.

In einigen Fällen liefen halbe armilische Kasernen zu den Demonstranten über und kämpfen daraufhin gegen ihre ehemaligen Kameraden. Jedoch behielt das armilische Militär nach einiger Zeit meistens die Überhand und immer mehr Barrikaden und besetzte Häuser wurden gewalltsam geräumt. Teilweise beroderte das Militär Artilleriebeschuss auf einige stark besetzte Virtel.

Aufstand der Rittaschkari

In der Rittanischen Region war die Zahl der Überlaufenden Soldaten am höchsten. So stellte sich ein Großteil der Rittaschkar-Einheiten gegen den Rest des Heeres und so kam es am 8. Mai nördlich von Oasahas in der Steppe zu Kämpfen zwichen den berittenen Rittaschkar-Einheiten und armilischen Panzern, was in einer Tragödie für die Rittaschkari endete. Dieser Ausischtslose Aufstand der Rittaschkari in ihrer Heimat gegen Armilien wurde später unter den Rittaniern zu einem Volksmythos stilisiert.

Das Massaker von Annaro und das Ende der Taronnista

Nach dem 10. Mai zogen sich die Kämpfer der Taronnista nach und nach wieder aus den Städten in ihre Zentrale in Annaro zurück. Die Bedeutung Annaros für die Taronnista war dem Kaiserreich schon länger bekannt, allerdings war nicht bekannt warum. In der Tat war der eher abgelegene 4000 Einwohner Ort im lewakischen Bergland ein Idealer Ausgangspunkt für Operationen der Taronnista und einige schon bekannte Mitglieder der Miliz wohnten in Annaro, allerdings erwarteten die kaiserlichen Behörden nicht dass sich der General Gerono Taronna persönlich im Städtchen einquartiert hätte. Diese vermuteten ihn erst irgentwo in seinem Geburtsort Relowa nahe der Stadt Halia, wo er nach der Annektierung Vigossos anscheinend mehrfach gesehen wurde. Das armilische Militär verfolgte die Kämpfer nach Annaro, wo diese versuchten in einer letzten Schlacht das armilische Militär aufzuhallten, allerdings wurden die erschöpften und zahlenmäßig unterlegenen Taronnisten schnell besiegt. Viele der Kämpfer wohnten in der Stadt oder wurden von den dortigen Einwohnern versteckt und so ermordete das kaiserliche Heer am 11. Mai in einem brutalen Racheakt den Großteil der Einwohner Annaros. General Taronna selbst wurde im Keller eines Milizionärs aufgefunden und gefangengenommen. Der General wurde einige Tage später, am 13. Mai, nach nächtelanger Folter, in der noch vor wenigen Tagen angegriffenen, kaiserlichen Kaserne in Halia erschossen. Seine blutverschmierte vigossische Generalsuniform soll noch einige Tage nach der Hinrichtung an einer Aussenwand der Kaserne aufgehängt worden sein, als Warnung und als Zeichen der Demütigung.

12. Mai

Am Abend des 12. Mai 2428 ergaben sich die letzen Auftändigen in Karossa. Dort hatte das Miliär zuletzt die Luftwaffe eingesetzt, um die verschantzen einzuchüchtern und zum ergeben zu bewegen. Auch der Abzug der Taronnista aus den Städten schwächte und demoralisierte die restlichen Kämpfer. Die Aufstände im Reich konnten so zuletzt auch durch den vermehrten Einsatz von Panzern durch das Militär beendet werden.

Folgen

Die Folgen der gescheiterten Revolution trafen die vigossische Bevölkerung am stärksten. So wurden ihre Rechte gegenüber der restlichen Bevölkerung des Kaiserreiches noch stärker beschnitten. Besonders die Strafen für kleinere Vergehen wurden noch mehr erhöht. In Vigosso wurden auch die Steuern stark erhöht, um die entstandenen Schäden im ganzen Land zu kompensieren. Auch waren besonders viele Arbeiter obdachlos, da diese nach den Streiks gefeuert oder da ihre Häuser bei den Kämpfen in den Arbeitervirteln zerstört wurden. Auch wurde das Publizieren anti-monarchistischer Ideen im ganzen Land stärker bestraft. Selbst das Lästern über den Kaiser oder die Monarchenfamilie oder das kritisieren seiner Arbeit konnte auf Vigosso mit mehreren Wochen Arbeitslager enden.

Nach den Kämpfen wurden auch tausende Beteiligte nachträglich verhaftet und/oder hingerichtet. Besonders im Militär, wo sich auf dem armilischen Festland viele Soldaten den Aufständigen angeschlossen hatten, waren die Strafen hart: Soldaten welche sich den Auständen angeschlossen hatten, wurden in Massen hingerichtet. Selbst die Vorgesetzten der Kasernen und Einheiten, in denen auch nur einzelne Soldaten übergelaufen waren wurden entweder unehrenhaft entlassen oder hingerichtet und danach ausgetauscht. Reichsmarschal Gabriji Anerji, damaliger Oberbefehlshaber der Streitkräfte bekam selbst von Angehörigen des Militärs den Beinamen „Sanokjèkot“ (Blutjacke). Dieser Name entstammte aus der üblichen Praktik des armilischen Militärs die blutverschmierten und durchlöcherten Uniformen von Hingerichteten öffentlich zur Schau zu stellen. Dies diente zur Demütigung der Hingerichteten und in dem Fall besonders der Warunung der restlichen Soldaten, dass die Streitkräfte nicht zögern selbst die eigenen Männer hinzurichten, wenn diese nicht loyal zum Kaiser stehen.