Hans-Peter Loevkraft

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Hans-Peter Loevkraft
Geburtsdatum 30. April 2435
Todesdatum 31. Oktober 2475
Nationalität FlagKGL.png Lusslien
Tätigkeit Schriftsteller

Hans-Peter Loevkraft (*30. April 2435 in Grijkust, Lussisch-Livithien, †31. Oktober 2475 in Thuis, Lussisch-Livithien) war ein lussischer Schriftsteller. Er gilt heute trotz seiner wenigen Werke und seines zu Lebzeiten geringen Erfolges als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Horrorliteratur des 24. Jahrhunderts.

Leben

Hans-Peter Loevkraft wurde am 30. April 2435 in Grijkust als Sohn eines Landvermessers und einer Journalistin geboren. Als er sieben Jahre alt war, ging es mit seinen Vater (man vermutete Schizophrenie) geistig stark bergab und nachdem er einem Psychologen erklärte, Bødä wolle, dass er ihm seine Familie opfere, wurde er eine Nervenheilanstalt eingewiesen, wo er kurze Zeit später verstarb. Durch dieses wurde der junge Loevkraft stark geprägt und nach seinem Schulabschluss ging er 2455 nach Presik um an der Universiteit Asvoord Pychologie zu studieren. Es gelang ihm jedoch nicht, das für das Studium nötige Geld aufzutreiben, weshalb er 2456 ohne sich an der Universität einzuschreiben, nach Grijkust zurückkehrte.
Er nahm eine schlecht bezahlte Stelle als Leuchtturmwärter am Peereboom-Archipel an und war gelegentlich als freier Journalist für die Lokalzeitung tätig, galt aber eher als Sonderling. 2456 wurde seine Mutter nach einem Anfall von Wahnsinn in eine Anstalt eingeliefert und verstarb dort kurze Zeit später, was Loevkraft sehr mitnahm. Ab 2565 veröffentlichte er seine Werke in einem lussischen Literaturzeitschrift, wo sie aber lange nur wenig Beachtung fanden.

Am 31. Oktober 2475 starb Loevkraft unter ungeklärten Umständen in seiner Wohnung in Thuis, Augenzeugenberichten nach, wurde er von einem Blitz erschlagen. Die Wetteraufzeichnungen an diesem Tag erwähnen allerdings kein Gewitter. Laut dem Totenschein verstarb der Schriftsteller an einem plötzlich eintretenden Herzstillstand, Vorerkrankungen in diesem Bereich wurden vermutet, konnten aber schließlich nicht betätigt werden.

Werke

Das literarische Schaffen Loevkrafts wird auch als Bødä-Zyklus oder Bosch-Zyklus bezeichnet, da in vielen seiner Geschichten der Traumdämon Bødä vorkommt oder angedeutet wird und die fiktive lussisch-livithischen Stadt Bosch, die Loevkraft an der Mündung des Flusses Seder im Distrikt Suidmiriden verortet, als Handlungsort vorkommt. Neben einigen Kurzgeschichten und Gedichten verfasste Loevkraft bis zu seinem Tod sieben längere Erzählungen:

  • Träume in Bosch - Erzählung über einen Studenten an der Universiteit Bosch, dessen ruhelose Nachforschungen zu okkulten Riten und Bødä ihn in seine Träume verfolgen und ihm schließlich den Tod bringen, 2455
  • Der Kult des Bødä - Erzählung über die Nachforschungen eines jungen Journalisten über den Verbleib seines Onkels, eines Volkskundlers, der während einer Forschungsreise in den einsamen Bergen des Hochlands von Atlawien verschwand. 2458
  • Das Grauen von Sintkiek - Erzählung über den Aufenthalt eines jungen Mannes in der bei Bosch gelegenen, gemiedenen Hafenstadt Sintkiek, der den Erzähler in den Wahnsinn und schließlich in den Tod treibt, 2462
  • Das Leuchten von Jasny - Erzählung über eine böse, außeriridische Wesenheit, die eine Bauernfamilie auslöscht und einen Landstrick korrumpiert, 2466
  • Der Schatten der Toten - Erzählung über einen Mann, dessen Ehefrau als eine uralte, dubkle Wesenheit herausstellt, die ihn für seine dunklen Zwecke missbraucht, 2468
  • Das Flüstern der Träume Erzählung über einen Psychologie-Professor, dessen Träume nach und nach seine Persönlichkeit verändern und sein Leben übernehmen, 2470
  • Weißer Wahnsinn - Erzählung in Tagebuchform über einen Polarforscher, der während einer Expedition im Eis der Arktis verschwindet, nachdem er wiederkehrende Träume einer dämonischen Wesenheit hatte. Die Hauptfigur ist deutlich an Geert van Rijker angelehnt, der kurz vor ihrem Erscheinen bei einer Expedition verschwand, 2473

Rassismus

Ein heute häufiger Kritikpunkt an Loevkraft ist sein Rassismus, der in seinen Werken zu finden ist, am deutlichsten aber aus seinen privaten Briefen an Freunde und Verwandte hervorgeht. So schrieb er etwa 2465 in einem Brief an seinen Jugenfreund, den Dichter und Schriftstellerkollegen Jan-Pieter Gaasbeck:

"Ohne Zweifel tritt die Menschheit in ihrer vollkommensten Form in der Rasse der Weißen Lussliens und Akronors zu Tage. Die Indigenen Livithiens, die sich Komen nennen, haben schon eine weit geringere Intelligenz. Die braunen Ravi des Kuagon und Nuschtesien sind noch tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der davischen Völkerschaften, diese sind den Tieren gleich oder noch ärger."
Hans-Peter Loevkraft

In einem erhalten gebliebenen (von der Zeitung nicht abgedruckten) Leserbrief zu einen Artikel der Lusk Allgemeen über das Ramsen-Statut erklärte er 2467:

"Der Ravi stellt den natürlichen Menschen in seiner ganzen Wildheit und Unbändigkeit dar. […] Es ist nichts Menschliches in ihrem Charakter zu finden." […] Bei den Ravi ist das Charakteristische ja gerade, dass ihr Bewusstsein noch nicht zu irgendeiner Klugheit oder Selbstständigkeit gekommen ist."
Hans-Peter Loevkraft

Ehrungen

Auszeichnungen

  • 2476: postum, Kajar-Melland-Preis der Freien Stadt Sebeck für seine Erzählung Weißer Wahnsinn
  • 2479: postum, Ehrenbürgerschaft der Städte Grijkust und der St. Konstantin

Benennungen

  • Nach Loevkraft wurde der im Lussischen Antarktisterritorium liegende Berg Mt. Loevkraft benannt.