Anwamane Tower
| Anwamane Tower | |
|---|---|
| Staat | Ancalim |
Der Anwamane Tower ist ein Hochhaus in Singollo und der Hauptsitz des Sterns von Singollo (SvS). Das nach dem ehemaligen ancalischen Begam Ecthelion Anwamane benannte Gebäude gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt.
Während große Teile des Turms gewöhnliche Büro-, Konferenz- und Forschungseinrichtungen beherbergen, ranken sich seit Jahrzehnten Gerüchte um nicht öffentlich zugängliche Bereiche des Gebäudes. Insbesondere die Zahl und Ausdehnung seiner Untergeschosse sind Gegenstand zahlreicher Spekulationen.
Der SvS kommentiert diese Berichte traditionell nicht.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Der Anwamane Tower entstand ursprünglich als Teil eines größeren städtebaulichen Projekts zur Neuordnung des Singolloer Regierungs- und Wissenschaftsviertels. Bereits während der Bauphase wurde das Vorhaben mehrfach verändert. Nach erhaltenen Unterlagen wurden technische Ebenen ergänzt, Versorgungsschächte vergrößert und Teile der Fundamentanlage neu geplant.
Nach Fertigstellung erhielt das Gebäude den Namen des ehemaligen Begam Ecthelion Anwamane.
Die Gründe für diese Benennung wurden nie ausführlich erläutert. Offiziell wird auf Anwamanes Verdienste um Staat, Wissenschaft und gesellschaftliche Verständigung verwiesen. In Veröffentlichungen des SvS wird Anwamane gelegentlich als „Freund des Sterns“ bezeichnet. Eine formelle Mitgliedschaft ist jedoch nicht dokumentiert.
Mit dem Ausbau des Sterns von Singollo entwickelte sich der Tower schrittweise zu dessen wichtigstem Standort. Heute befinden sich dort die Leitung, mehrere Forschungsabteilungen, Archive sowie zahlreiche Einrichtungen, deren Aufgaben nicht öffentlich beschrieben werden.
Architektur
Der Anwamane Tower besitzt eine streng vertikale, weithin sichtbare Silhouette. Seine dunkle Fassadengestaltung wird durch schmale Fensterbänder und zurückgesetzte technische Ebenen unterbrochen.
Charakteristisch ist die Spitze des Gebäudes, deren Aufbau nachts teilweise beleuchtet wird. Eine offizielle Erklärung für wechselnde Lichtmuster existiert nicht. Der Betreiber bezeichnet sie als Bestandteil der technischen Gebäudeillumination.
Besucher betreten den Tower über eine weitläufige Eingangshalle. Von dort sind die öffentlich zugänglichen Konferenz-, Verwaltungs- und Veranstaltungsbereiche erreichbar.
Auffällig ist, dass die interne Geschosszählung nicht vollständig mit der von außen erkennbaren Gebäudestruktur übereinstimmt. Der SvS erklärt dies mit Technik-, Sicherheits- und Versorgungsebenen.
Nutzung
Der Tower dient als zentrale Verwaltung des SvS. Zu den bekannten Einrichtungen gehören:
- das Direktorium des SvS,
- wissenschaftliche Arbeitsgruppen,
- mehrere Archive,
- Konferenz- und Vortragssäle,
- technische Forschungsbereiche,
- Gäste- und Repräsentationsräume,
- Kommunikations- und Rechenzentren.
Daneben befinden sich im Gebäude Räume externer Institute und Stiftungen.
Welche Einrichtungen dauerhaft im Anwamane Tower untergebracht sind, wird vom Betreiber nicht vollständig veröffentlicht.
Die geschlossenen Ebenen
Besondere Aufmerksamkeit erregen jene Bereiche des Towers, die ausschließlich über interne Aufzüge erreichbar sind.
In älteren Gebäudeplänen erscheinen mehrere Geschosse lediglich als T-Ebenen. Neuere öffentlich zugängliche Pläne führen diese Bezeichnung nicht mehr.
Ehemalige Beschäftigte berichteten vereinzelt von fensterlosen Korridoren, voneinander getrennten Aufzugssystemen und Bereichen, für deren Zugang selbst hochrangige Mitarbeiter besondere Freigaben benötigten.
Der SvS erklärte hierzu mehrfach, größere Forschungsgebäude verfügten naturgemäß über Sicherheits- und Technikbereiche.
T-7
Die Bezeichnung T-7 taucht wiederholt in Dokumenten und Berichten über den Anwamane Tower auf.
Was sich hinter der Bezeichnung verbirgt, ist unbekannt.
Bemerkenswert ist, dass in öffentlich bekannten Bauunterlagen weder eine Ebene T-7 noch eine entsprechende technische Anlage verzeichnet ist.
Auf Nachfrage erklärte der SvS einmal:
- „Nicht jede interne Bezeichnung bezeichnet einen Ort.“
Weitere Erläuterungen erfolgten nicht.
Untergeschosse
Offiziell besitzt der Anwamane Tower mehrere technische Untergeschosse für Energieversorgung, Logistik, Datentechnik und Gebäudesicherheit.
Über ihre tatsächliche Ausdehnung existieren widersprüchliche Angaben.
Bereits während des Baus berichteten Arbeiter von ungewöhnlich tiefen Fundamentarbeiten. Später entstanden Gerüchte über eine unterirdische Verbindung zu benachbarten Gebäuden und zum älteren Versorgungssystem Singollos.
Besonders hartnäckig hält sich die Behauptung, ein Teil der unterirdischen Anlagen sei älter als der Tower selbst.
Belege hierfür wurden bislang nicht vorgelegt.
Der Anwamane-Aufzug
Zu den bekanntesten Geschichten über das Gebäude gehört der sogenannte Anwamane-Aufzug.
Dabei soll es sich um einen Aufzug handeln, der in keinem öffentlich zugänglichen Gebäudeplan verzeichnet ist. Unterschiedlichen Berichten zufolge befindet sich sein Zugang hinter einer Wandverkleidung im historischen Konferenzbereich des Towers.
Andere Versionen verorten ihn im Archiv.
Wieder andere behaupten, der „Aufzug“ sei überhaupt kein Aufzug.
Der SvS bezeichnet die Geschichte als moderne Singolloer Folklore.
Zwischenfall 2519
Am Abend des 17. Laub 2519 wurde der Anwamane Tower für mehrere Stunden vollständig abgeriegelt. Der SvS erklärte später, ein Defekt in der zentralen Energieversorgung habe eine vorsorgliche Evakuierung einzelner Gebäudebereiche notwendig gemacht.
Zeugen berichteten jedoch, dass während der Sperrung weder Feuerwehr noch zivile Rettungsdienste das Gebäude betraten.
Kurz vor Mitternacht erlosch für ungefähr neun Sekunden die gesamte Außenbeleuchtung des Towers.
Anschließend wurde der Betrieb ohne weitere Erklärung wieder aufgenommen.
Der Vorfall wird bis heute gelegentlich als Neun Sekunden von Singollo bezeichnet.
Ecthelion Anwamane
Die Verbindung zwischen Ecthelion Anwamane und dem später nach ihm benannten Gebäude ist Gegenstand zahlreicher Darstellungen.
Anwamane hatte sich während und nach seiner Amtszeit als Begam wiederholt für wissenschaftliche Grundlagenforschung und eine stärkere Zusammenarbeit staatlicher und unabhängiger Forschungsinstitutionen ausgesprochen.
Welche persönliche Beziehung er zum Stern von Singollo unterhielt, ist dagegen nur teilweise dokumentiert.
Im zentralen Foyer des Towers befindet sich ein schlichtes Zitat Anwamanes:
- „Nicht alles, was wir finden, haben wir gesucht.“
Wann und in welchem Zusammenhang Anwamane diesen Satz gesagt haben soll, ist unbekannt.
Gerüchte und Populärkultur
Der Anwamane Tower besitzt in Singollo einen beinahe mythischen Ruf. In Romanen, Filmen und Netzgeschichten wird er regelmäßig als Schauplatz geheimer Forschungsprogramme, verschwundener Archive oder ungewöhnlicher technischer Experimente verwendet.
Zu den verbreitetsten Behauptungen gehören:
- unter dem Tower existiere ein wesentlich größerer Gebäudekomplex,
- einzelne Räume seien vollständig gegen elektromagnetische Strahlung abgeschirmt,
- der SvS verwahre dort Gegenstände unbekannter Herkunft,
- bestimmte Aufzüge verfügten über mehr Zielpunkte als das Gebäude Stockwerke besitzt,
- die oberste technische Ebene werde in offiziellen Unterlagen nicht geführt,
- Teile des Gebäudes seien rund um die Uhr besetzt, obwohl dort offiziell keine Arbeitsplätze existieren.
Für keine dieser Behauptungen liegen öffentlich überprüfbare Belege vor.
Der Stern von Singollo reagiert auf entsprechende Anfragen meist mit dem Hinweis, dass „ein Forschungsinstitut keine Verpflichtung zur Kommentierung urbaner Legenden“ habe.
Trivia
- Mitarbeiter nennen das Gebäude meist nur den Anwamane.
- Die Bezeichnung Tower wurde bereits während der Bauphase verwendet und später Bestandteil des offiziellen Namens.
- Im öffentlich zugänglichen Foyer gibt es keine vollständige Gebäudeübersicht.
- Besucher erhalten Zugangskarten, auf denen keine Stockwerksnummern angegeben sind.
- Die Fenster mehrerer Etagen bleiben auch während längerer Betriebspausen beleuchtet.
- Ecthelion Anwamane selbst soll das Gebäude nach seiner Benennung nur ein einziges Mal offiziell betreten haben.