Stern von Singollo

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Stern von Singollo

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Der Stern von Singollo – Unionsnachrichtendienst der UAF
Abkürzung SvS
Art Unionsnachrichtendienst
Staat Unionsrepublik Ancalim-Feanaro
Ursprung ancalischer Geheimdienst
Sitz Ancalim
Leitung Admiral Crendil Rongeril
Aufgaben Aufklärung, Spionageabwehr, Gefahrenanalyse, Sonderoperationen
Spezialeinheit Schattenkorps
Sonderbefugnis Alphaorder

Der Stern von Singollo (SvS) ist der zentrale Nachrichtendienst der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro.

Er ist für strategische Aufklärung, Spionageabwehr, nachrichtendienstliche Gefahrenanalyse und besondere Operationen zuständig, sofern die Sicherheit der Union oder ihrer Verfassungsorgane betroffen ist.

Der SvS ging aus einem älteren ancalischen Geheimdienst hervor und wurde später zum unionsweit tätigen Nachrichtendienst weiterentwickelt.

Sein ungewöhnlicher Name geht auf den legendären gelben Diamanten Stern von Singollo zurück, der im 25. Jahrhundert zeitweise mit dem ancalischen Geheimdienst in Verbindung gebracht wurde.

Warum der Name des Diamanten schließlich zur offiziellen Bezeichnung des Dienstes wurde, ist nicht vollständig geklärt.

Seit 2523 wird der Stern von Singollo von Admiral Crendil Rongeril geleitet.

Zu seinen bekanntesten früheren Leitern gehören Marschall Albus Rosanfang und Generalleutnant a.D. Janes á Mabaw.

Der Name

Der Name des Nachrichtendienstes geht auf den berühmten Diamanten Stern von Singollo (Diamant) zurück.

Der 126,21 Karat schwere sonnengelbe Stein wurde wahrscheinlich 2356 im Norden Camthalions gefunden.

2432 verschwand der Diamant aus der Sammlung eines privaten Besitzers.

Wenig später soll er sich im Besitz des damaligen ancalischen Geheimdienstes befunden haben.

2436 wurde ein Stein, bei dem es sich vermutlich um den Stern von Singollo handelte, durch einen anonymen torunischen Käufer für rund 26 Millionen Rèm ersteigert.

Danach verliert sich seine Spur.

Ob der Geheimdienst tatsächlich Eigentümer des Diamanten war und weshalb er verkauft wurde, ist bis heute ungeklärt.

Eine populäre Legende behauptet, der Verkaufserlös sei zur Finanzierung einer geheimen Operation verwendet worden.

Belege dafür existieren nicht.

Eine Replik des Diamanten befindet sich heute im Diamantenmuseum von Lucziga-Agures.

26 Millionen Rèm

Kaum eine Geschichte gehört so fest zur Folklore des Sterns von Singollo wie die angebliche Versteigerung seines Namensgebers.

Danach geriet der Diamant Anfang der 2430er Jahre in die Hände des ancalischen Geheimdienstes.

Dieser ließ ihn 2436 versteigern.

Der Erlös von 26 Millionen Rèm soll anschließend vollständig aus den offiziellen Büchern verschwunden sein.

Was damit finanziert wurde, ist unbekannt.

Eine Operation?

Der Aufbau eines geheimen Netzes?

Oder besaß der Dienst den Diamanten überhaupt nie?

Der Stern von Singollo beantwortet entsprechende Fragen bis heute nicht.

Innerhalb des Dienstes soll zu diesem Thema ein alter Scherz kursieren:

„Fragen Sie nicht, woher unser Name kommt. Fragen Sie lieber, wo der Diamant ist.“

Geschichte

Die Ursprünge des Sterns von Singollo reichen in die Zeit vor der heutigen UAF zurück.

Bereits im 25. Jahrhundert verfügte Ancalim über einen eigenen Nachrichtendienst.

Über dessen frühe Geschichte ist nur wenig öffentlich bekannt.

Die Verbindung zum Diamanten Stern von Singollo zeigt jedoch, dass zumindest eine Vorgängerorganisation des heutigen Dienstes bereits in den 2430er Jahren tätig gewesen sein dürfte.

Wann die Bezeichnung „Stern von Singollo“ erstmals offiziell für den Dienst verwendet wurde, ist nicht eindeutig dokumentiert.

Nach der Entstehung der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro wurde der ancalische Dienst schrittweise zu einem Nachrichtendienst der gesamten Union weiterentwickelt.

Dabei wurden Teile bestehender Sicherheits- und Aufklärungsstrukturen integriert.

Der traditionsreiche Name blieb erhalten.

Vom ancalischen Dienst zum Unionsdienst

Die Entwicklung zum Unionsnachrichtendienst veränderte den Charakter des SvS grundlegend.

Ursprünglich war der Dienst für die Sicherheit Ancalims zuständig.

Mit der politischen Integration der UAF musste er zunehmend Vorgänge bearbeiten, die mehrere Unionsstaaten gleichzeitig betrafen.

Daraus entwickelte sich ein unionsweiter Auftrag.

Die Sicherheits- und Nachrichtendienste der einzelnen Unionsstaaten blieben grundsätzlich bestehen.

Der Stern von Singollo übernahm jedoch jene Vorgänge, deren Bedeutung über einen einzelnen Staat hinausging oder unmittelbar die Sicherheit der gesamten Union betraf.

Auftrag

Der gesetzliche Auftrag des SvS umfasst insbesondere:

  • strategische Aufklärung,
  • Spionageabwehr,
  • Schutz der Verfassungsorgane der UAF,
  • Beobachtung unionsweiter Sicherheitsgefahren,
  • Bekämpfung fremder nachrichtendienstlicher Aktivitäten,
  • technische und elektronische Aufklärung,
  • Schutz besonders sensibler Informationen,
  • Analyse neuer Bedrohungen,
  • Unterstützung anderer Sicherheitsbehörden,
  • sowie verdeckte Operationen bei besonderen Sicherheitslagen.

Der SvS ist kein regulärer Polizeidienst.

Er führt grundsätzlich keine gewöhnlichen Strafverfahren.

Bei außergewöhnlichen Sicherheitslagen kann er jedoch selbst operative Maßnahmen durchführen oder andere staatliche Stellen unterstützen.

Das Prinzip Singollo

Als charakteristisch für die Arbeitsweise des Dienstes gilt das sogenannte Prinzip Singollo:

„Information vor Zuständigkeit.“

Der Grundsatz besagt, dass eine sicherheitsrelevante Information nicht deshalb ignoriert oder unbearbeitet bleiben darf, weil zunächst keine eindeutige behördliche Zuständigkeit festgestellt werden kann.

Der SvS nimmt daher auch Hinweise entgegen, die zunächst außerhalb seines unmittelbaren Aufgabenbereiches liegen.

Erst nach einer ersten Bewertung wird entschieden, ob der Vorgang selbst bearbeitet oder an eine andere zuständige Stelle weitergegeben wird.

Der Grundsatz gilt als eine der Ursachen für die ungewöhnlich breite analytische Ausrichtung des Dienstes.

Kritiker sehen darin zugleich die Gefahr einer schleichenden Ausweitung seiner Zuständigkeit.

Organisation

Die genaue interne Struktur des Sterns von Singollo ist nur teilweise öffentlich bekannt.

Der Dienst gliedert sich in mehrere große Bereiche.

Strategische Aufklärung

Die strategische Aufklärung sammelt und bewertet Informationen über politische, militärische, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen außerhalb der UAF.

Dabei arbeitet sie mit diplomatischen Vertretungen, militärischen Stellen und ausländischen Partnerdiensten zusammen.

Spionageabwehr

Die Spionageabwehr untersucht Aktivitäten fremder Nachrichtendienste innerhalb der UAF.

Dazu gehören klassische Spionage, technische Informationsgewinnung, Einflussoperationen und Versuche zur Unterwanderung staatlicher Institutionen.

Technische Aufklärung

Dieser Bereich beschäftigt sich mit elektronischer Kommunikation, Verschlüsselung, Sensorsystemen, Datennetzen und technischen Informationsquellen.

Mit zunehmender Digitalisierung gewann die technische Aufklärung erheblich an Bedeutung.

Analyse

Die Analyseabteilungen führen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen.

Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin festzustellen, was geschehen ist.

Sie sollen auch erkennen, welche Entwicklungen daraus entstehen könnten.

Unter SvS-Chef Albus Rosanfang wurde dieser Bereich erheblich ausgebaut.

Operative Dienste

Die operativen Dienste führen Observationen, verdeckte Ermittlungen, Personenoperationen und besonders sensible Einsätze durch.

Viele ihrer Mitarbeiter erscheinen nicht in öffentlich zugänglichen Personalverzeichnissen.

Tharon Korven und Haran Othelan Xevor Utaris werden diesem Umfeld zugerechnet.

Ihre genaue organisatorische Stellung ist nicht bekannt.

Schattenkorps

Das Schattenkorps gehört zu den am stärksten abgeschotteten operativen Strukturen im Umfeld des Sterns von Singollo.

Seine Angehörigen werden bei besonders gefährlichen oder sensiblen Operationen eingesetzt.

Ein Teil der Mitglieder verfügt über bionische beziehungsweise neurobionische Optimierungen.

Während der FEANARO-II-Mission 2520 gehörten mehrere Angehörige des Schattenkorps zum Sicherheitspersonal der Expedition.

Auch der spätere SvS-Chef Janes á Mabaw soll zuvor dem Schattenkorps beziehungsweise dem Kreis der sogenannten Delistas angehört haben.

Der SvS kommentiert Personalfragen des Schattenkorps grundsätzlich nicht.

Alphaorder

Bestimmte Angehörige des SvS verfügen über die Befugnis zum Alphaorder.

Ein Alphaorder ermöglicht in außergewöhnlichen Sicherheitslagen ein unmittelbares Eingreifen in laufende Operationen anderer staatlicher Stellen.

Er setzt bestehendes Recht nicht außer Kraft.

Seine besondere Wirkung besteht darin, dass entsprechende Anweisungen zunächst befolgt werden müssen und ihre Rechtmäßigkeit anschließend überprüft wird.

Nicht jeder SvS-Mitarbeiter verfügt über diese Befugnis.

Zu den bekannten Berechtigten gehören Tharon Korven und Haran Othelan Xevor Utaris.

Verhältnis zu den Unionsstaaten

Die föderale Struktur der UAF begrenzt zugleich die Zuständigkeit des Sterns von Singollo.

Die einzelnen Unionsstaaten verfügen über eigene Polizei-, Sicherheits- und teilweise Nachrichtendienststrukturen.

Der SvS ist diesen Einrichtungen nicht generell übergeordnet.

Seine Zuständigkeit beginnt insbesondere dort, wo eine Bedrohung mehrere Unionsstaaten betrifft oder unmittelbar die Sicherheit der UAF gefährdet.

In der Praxis können dadurch Kompetenzkonflikte entstehen.

Für außergewöhnliche zeitkritische Situationen steht unter anderem das Instrument des Alphaorders zur Verfügung.

Kontrolle

Der Stern von Singollo unterliegt staatlicher Kontrolle.

Ein erheblicher Teil dieser Kontrolle findet aufgrund der Tätigkeit des Dienstes unter Geheimschutz statt.

Dadurch sind entsprechende Verfahren für die Öffentlichkeit nur eingeschränkt nachvollziehbar.

Der SvS steht jedoch nicht außerhalb der Rechtsordnung.

Auch Mitarbeiter mit besonderen Befugnissen können für rechtswidrige Maßnahmen zur Verantwortung gezogen werden.

Die Vorstellung eines völlig unkontrollierten „Staates im Staate“ wird von Vertretern der UAF regelmäßig zurückgewiesen.

Wie mächtig ist der Stern?

Über kaum eine Institution der UAF existieren so widersprüchliche Vorstellungen.

Der SvS kann Regierungen beobachten.

Er kann Minister überprüfen.

Er kann fremde Nachrichtendienste infiltrieren.

Seine Mitarbeiter können unter bestimmten Voraussetzungen militärische und polizeiliche Operationen beeinflussen.

Mit dem Alphaorder besitzen einzelne Mitarbeiter außergewöhnlich weitreichende Befugnisse.

Der Stern kann jedoch keine Gesetze erlassen, keine Regierung absetzen und nicht dauerhaft die Zuständigkeit anderer staatlicher Institutionen übernehmen.

Seine eigentliche Macht liegt woanders.

Der Stern besitzt Informationen.

Und häufig besitzt er sie früher als alle anderen.

Der Fall Mikkel Krimalev

Zu den bekanntesten Erfolgen des Dienstes gehört die Verhinderung des Staatsstreiches von Vizebegam Mikkel Krimalev im Jahr 2519.

Unter SvS-Chef Albus Rosanfang untersuchte der Dienst über mehrere Monate Unregelmäßigkeiten, deren Spuren bis in den Kristallpalast führten.

Rosanfang informierte zunächst nur einen äußerst kleinen Kreis um Begam Nodecano Furyatan, Mahtan Cada VI. und Carond Effimedle.

Schließlich ließ der SvS einen ferngesteuerten unbemannten Raumsperber einsetzen.

Krimalev sollte glauben, Furyatan und Effimedle seien ums Leben gekommen.

Krimalev erklärte sich daraufhin zum Begam.

Unmittelbar danach wurde er festgenommen.

Auch mehrere Minister und Staatssekretäre wurden verhaftet.

Der Vorgang begründete wesentlich den modernen Ruf des Sterns von Singollo als äußerst leistungsfähigen Nachrichtendienst.

Was aus den anschließenden Ermittlungen hervorging, ist nur teilweise bekannt.

FEANARO II

2520 war der SvS intensiv an der Mission der FEANARO II zum Planeten Tracon beteiligt.

Kommandant Oberst Andras Kutinov gehörte selbst dem Stern von Singollo an, was der übrigen Besatzung zunächst nicht bekannt war.

Zusätzlich befanden sich Angehörige des Schattenkorps an Bord.

Auch SvS-Chef Albus Rosanfang griff mehrfach persönlich in den Verlauf der Expedition ein.

Unter anderem untersagte er die geplante Autopsie des auf Desil gefundenen Saroners Morul.

Später verhängte Rosanfang eine umfassende Nachrichtensperre.

Als ein 288-seitiges Missionsdossier an die Presse gelangte, waren zahlreiche wissenschaftlich und sicherheitspolitisch sensible Kapitel geschwärzt.

Nach der Mission bestätigte Rosanfang lediglich, dass Sorka Tuspis, Xaver Tole und mehrere Nachrichtendienstangehörige bereits auf dem Weg nach Antila in Korangar seien.

Welche Aufgabe sie dort übernahmen, wurde nie öffentlich bekannt.

Albus Rosanfang

Albus Rosanfang gehört zu den prägendsten Leitern in der Geschichte des Sterns von Singollo.

Unter seiner Führung gewann die Verbindung von strategischer Analyse und operativer Tätigkeit erheblich an Bedeutung.

Rosanfang vertrat offenbar die Auffassung, dass ein Nachrichtendienst nicht nur bestehende Gefahren untersuchen müsse.

Er müsse auch Entwicklungen erkennen, aus denen überhaupt erst eine Gefahr entstehen könne.

Dadurch beschäftigte sich der SvS unter seiner Führung zunehmend mit wissenschaftlichen und technologischen Fragen.

Rosanfangs Führungsstil galt als streng, pragmatisch und ungewöhnlich unabhängig.

Er räumte Mitarbeitern erhebliche operative Freiheit ein, verlangte dafür jedoch persönliche Verantwortung.

Sein Spitzname „Orakel von Singollo“ wurde zeitweise beinahe zum Synonym für den Dienst selbst.

2522 schied Rosanfang überraschend „auf eigenen Wunsch“ aus dem SvS aus.

Janes á Mabaw

Am 1. Laub 2522 (23.05. GZR) übernahm Generalleutnant Janes á Mabaw die Leitung des Sterns von Singollo.

Über seine Amtszeit ist nur wenig öffentlich bekannt.

Mabaw soll zuvor dem Schattenkorps beziehungsweise den Delistas angehört haben und selbst über umfangreiche bionische Optimierungen verfügt haben.

Am 10. Fean 2523 (20.12. GZR), unmittelbar im Umfeld der MIDWAY-Katastrophe, wurde Mabaw von Begam Lutanis Gulantir vorläufig in den Ruhestand versetzt.

Die Gründe hierfür wurden nie vollständig öffentlich erläutert.

Crendil Rongeril

Noch am 10. Fean 2523 wurde Admiral Crendil Rongeril zum neuen Leiter des SvS ernannt.

Rongeril war bereits 2519 an den Ermittlungen gegen Mikkel Krimalev beteiligt gewesen und kannte Rosanfang spätestens seit dieser Zeit.

Unter Rongeril wurden insbesondere die technische Aufklärung und die Informationsnetze des Dienstes modernisiert.

Seine Amtszeit wird zugleich von den ungeklärten Nachwirkungen der MIDWAY-Katastrophe und den Spekulationen um Albus Rosanfang geprägt.

MIDWAY

Die Zerstörung der Raumstation MIDWAY 2523 gehört zu den rätselhaftesten Ereignissen in der jüngeren Geschichte des SvS.

Albus Rosanfang wurde offiziell zu den Todesopfern gezählt.

Alt-Begam Nodecano Furyatan und der Schattenkorps-Offizier Lawelodos überlebten schwer verletzt.

Kurz nach der Katastrophe wurde SvS-Chef Janes á Mabaw vorläufig in den Ruhestand versetzt und durch Crendil Rongeril ersetzt.

Ob zwischen diesen Vorgängen ein unmittelbarer Zusammenhang bestand, ist nicht geklärt.

Das LEAK-Foto

2525 veröffentlichte LEAK ein angebliches Foto eines vertraulichen Treffens.

Darauf sollen Begam Lutanis Gulantir, Alt-Begam Nodecano Furyatan, SvS-Chef Crendil Rongeril und der offiziell verstorbene Albus Rosanfang zu sehen sein.

Die UAF-Regierung bezeichnete das Bild als digitale Montage.

Nach offiziellen Angaben habe eine unabhängige Untersuchung Rosanfangs Tod bestätigt.

LEAK hielt dagegen an der Echtheit der Aufnahme fest.

Sollte das Foto tatsächlich authentisch sein, würde sich insbesondere für den SvS die Frage stellen, ob dessen heutige Leitung von einem möglichen Überleben Rosanfangs wusste.

Die Echtheit des Fotos ist weiterhin umstritten.

Unionsamt 13

Der SvS arbeitete spätestens 2520 eng mit dem Unionsamt 13 für außerultische Angelegenheiten und dessen Leiterin Sorka Tuspis zusammen.

Während der FEANARO-II-Mission begleiteten Angehörige des Schattenkorps Tuspis.

Beide Organisationen sind jedoch nicht identisch.

Das Unionsamt 13 war beziehungsweise ist auf außerultische Angelegenheiten spezialisiert.

Der Stern von Singollo besitzt einen wesentlich breiteren sicherheitspolitischen Auftrag.

Rosengarten

Seit 2526 kursieren Gerüchte über eine angebliche geheime Struktur namens Rosengarten.

Mehrere Personen aus dem Umfeld des Sterns von Singollo werden mit ihr in Verbindung gebracht.

Dazu gehören Albus Rosanfang sowie Tharon Korven und Haran Othelan Xevor Utaris.

Auch der Wissenschaftler Harun Wost wird gelegentlich genannt.

Der SvS hat die Existenz des Rosengartens nicht bestätigt.

Sollte eine solche Struktur tatsächlich existieren, ist ihr Verhältnis zum Stern von Singollo unbekannt.

Denkbar wären eine besonders abgeschottete Sonderstruktur, eine institutionell getrennte Einrichtung oder lediglich eine informelle Zusammenarbeit einzelner Personen.

Dass Korven und Utaris weiterhin über SvS-Befugnisse einschließlich des Alphaorders verfügen, wird gelegentlich als Hinweis auf eine Verbindung interpretiert.

Ein Beweis ist dies nicht.

Vom Prinzip Singollo zum Rosengarten?

Eine Theorie über die Entstehung des angeblichen Rosengartens knüpft unmittelbar an die Arbeitsweise Albus Rosanfangs an.

Das Prinzip Singollo lautet:

„Information vor Zuständigkeit.“

Rosanfang könnte während seiner Amtszeit jedoch auf ein grundsätzliches Problem gestoßen sein.

Eine Behörde kann eine ungewöhnliche Gefahr entdecken.

Was geschieht aber, wenn keine bestehende Behörde dafür zuständig ist?

Die Krimalev-Ermittlungen von 2519, die FEANARO-II-Mission 2520 und die Zusammenarbeit mit Sorka Tuspis zeigten, wie schnell sich Nachrichtendienst, Wissenschaft und Technologie überschneiden können.

Befürworter der Rosengarten-Theorie vermuten deshalb, Rosanfang habe nach seinem Ausscheiden 2522 genau für solche Fälle eine neue Struktur geschaffen.

Belege dafür gibt es nicht.

Singollo schweigt

Der Stern von Singollo ist für seine äußerst zurückhaltende Öffentlichkeitsarbeit bekannt.

Operative Vorgänge werden gewöhnlich nur kommentiert, wenn eine Stellungnahme aus Sicherheitsgründen erforderlich erscheint.

Dadurch entstand im Laufe der Jahrzehnte eine besondere Form der öffentlichen Wahrnehmung.

Schweigt der SvS, wird das Schweigen als Bestätigung interpretiert.

Dementiert er eine Behauptung, wird das Dementi von Verschwörungstheoretikern ebenfalls als Bestätigung betrachtet.

Ein ehemaliger Mitarbeiter soll das Problem einmal folgendermaßen beschrieben haben:

„Wenn wir schweigen, glauben sie uns nicht. Wenn wir reden, glauben sie uns auch nicht. Also können wir genauso gut schweigen.“

Dienstkultur

Der Stern von Singollo gilt trotz der zahlreichen militärischen Dienstgrade innerhalb seines Personals nicht als klassisch militärisch organisierte Behörde.

Eigeninitiative besitzt traditionell einen hohen Stellenwert.

Mitarbeiter sollen innerhalb ihres Verantwortungsbereiches selbstständig Entscheidungen treffen können.

Im Gegenzug wird erwartet, dass sie anschließend persönlich für diese Entscheidungen einstehen.

Ein angeblich in der Ausbildung verwendeter Grundsatz lautet:

„Wer auf einen Befehl wartet, obwohl er die Antwort bereits kennt, ist hier falsch.“

Ob der Satz tatsächlich offiziell gelehrt wird, ist unbekannt.

Öffentliche Wahrnehmung

Der Stern von Singollo besitzt ein widersprüchliches öffentliches Ansehen.

Die Verhinderung des Krimalev-Staatsstreiches stärkte seinen Ruf als leistungsfähiger Beschützer der verfassungsmäßigen Ordnung.

Gleichzeitig führen seine Geheimhaltung, das Schattenkorps und außergewöhnliche Instrumente wie der Alphaorder regelmäßig zu Kritik.

Zusätzlich trägt bereits der Name des Dienstes zu seiner Legendenbildung bei.

Ein Nachrichtendienst, der nach einem verschwundenen Diamanten benannt ist, dessen Verkauf angeblich eine geheime Operation finanzierte, bietet seit Generationen Stoff für Romane, Filme und Verschwörungstheorien.

Dass der SvS selbst diese Geschichten fast nie kommentiert, hat ihre Verbreitung eher gefördert als verhindert.

Bekannte Leiter

Zeitraum Leiter Dienstgrad Bemerkung
bis 2522 Albus Rosanfang Marschall Krimalev-Ermittlungen, FEANARO II; Ausscheiden „auf eigenen Wunsch“
2522–2523 Janes á Mabaw Generalleutnant am 10. Fean 2523 vorläufig in den Ruhestand versetzt
seit 2523 Crendil Rongeril Admiral Amtsantritt im Umfeld der MIDWAY-Katastrophe

Trivia

  • Der SvS ging aus einem älteren ancalischen Geheimdienst hervor.
  • Sein Name stammt vom legendären gelben Diamanten Stern von Singollo (Diamant).
  • Der Diamant wiegt 126,21 Karat.
  • Er wurde vermutlich 2356 in Nord-Camthalion gefunden.
  • 2436 wurde er für rund 26 Millionen Rèm versteigert.
  • Seitdem ist der Verbleib des Originals unbekannt.
  • Einer Legende zufolge finanzierte der damalige Geheimdienst mit dem Verkauf eine geheime Operation.
  • Eine Replik befindet sich im Diamantenmuseum von Lucziga-Agures.
  • Die gebräuchliche Abkürzung des Nachrichtendienstes lautet SvS.
  • Umgangssprachlich wird die Organisation gelegentlich nur „der Stern“ genannt.
  • Das Schattenkorps gehört zu seinen geheimnisvollsten operativen Strukturen.
  • Bestimmte Mitarbeiter verfügen über die Befugnis zum Alphaorder.
  • Albus Rosanfang leitete den Dienst bis 2522.
  • Janes á Mabaw folgte ihm und wurde 2523 vorläufig in den Ruhestand versetzt.
  • Seit 2523 steht Admiral Crendil Rongeril an der Spitze.
  • Der SvS spielte eine zentrale Rolle bei der Verhinderung des Krimalev-Staatsstreiches 2519.
  • Er war umfangreich an der FEANARO-II-Mission beteiligt.
  • Eine Verbindung zum angeblichen Rosengarten ist nicht bestätigt.
  • „Orakel von Singollo“ war der Spitzname Albus Rosanfangs, nicht die Bezeichnung des Dienstes.

Siehe auch