Handelsgilde: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Gildentag war das wichtigste Beschlussgremium der Handelsgilde. Die dort von Abgesandten der Mitgliedsstädte getroffenen Beschlüsse, hauptsächlich über bereitstellen von Truppen und Flotten für militärische Einsätze der Gilde, über Marktregeln, Zölle sowie über Gesetze für den Handel auf See- und Landhandel, waren für alle Gildenstädte und Kontore verbindlich. Bei einer Nichteinhaltung drohte ein Ausschluss einzelner Städte, was verheerende Auswirkungen für ihre Wirtschaft bedeutet hätte.  
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Der Gildentag war das wichtigste Beschlussgremium der Handelsgilde. Die dort von Abgesandten der Mitgliedsstädte getroffenen Beschlüsse, hauptsächlich über das Bereitstellen von Truppen und Flotten für militärische Einsätze der Gilde, über Marktregeln, Zölle sowie über Gesetze für den Handel auf See- und Landhandel, waren für alle Gildenstädte und Kontore verbindlich. Bei einer Nichteinhaltung drohte ein Ausschluss einzelner Städte, was verheerende Auswirkungen für ihre Wirtschaft bedeutet hätte.  
Da die Entscheidungen dort demokratisch getroffen wurden, war der Gildentag auch ein Vorbild für zahlreiche politische Denker der karpatischen Allzeit und wird von manchen Historikern sogar als eines der ersten Parlamente auf Ultos bezeichnet.
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Da die Entscheidungen auf dem Gildentag demokratisch von Abgesandten der Mitgliedsstädte getroffen wurden, war der Gildentag auch ein Vorbild für zahlreiche politische Denker der karpatischen Allzeit und wird von manchen Historikern sogar als eines der ersten Parlamente im Karpatenraum und auf Ultos bezeichnet.
  
 
== Handelsgüter ==
 
== Handelsgüter ==

Version vom 26. November 2020, 20:59 Uhr

Handelsgilde
Sxawt-Qeld
Handels-Forbund
Gründung
Auflösung
Hauptsitz Sebeck
Anzahl Mitgliedstädte 8 Gildenstädte und 5 Kontore
Mitgliedsstädte Gildenstädte

Lucziga

Aguresz

Sebeck

Linnetas

Cerastan

Salinn

Median

Herbils

Kontore

Metalurhg

Telosh

Gervisingen

Lingan

Piscuretz

Amtssprachen Paramurisch, später auch Kanabisch

Die Handelsgilde (Paramurisch: Sxawt-Qeld, Kanabisch: Handels-Førbund) war eine etwa zwischen 1250 und 1850 bestehende Vereinigung karpatischer Fernkaufleute, die auch in Balmanien Niederlassungen errichteten, die als Kontore bezeichnet wurden. Sie war dabei ein wirtschaftliches sowie militärisches Bündnis und unterhielt neben Handelsschiffen auch militärische Flotten zum Schutz der Seewege und der Warentransporte der Gilde vor Piraten.

Ihre Mitglieder waren dabei meist keine souveränen Stadtstaaten sondern Teil anderer, größerer Staaten, konnten sich durch die Handelsgilde aber erheblichen militärischen und wirtschaftlichen Einfluss im Karpatenraum sichern.

Die traditionellen Farben der Handelsgilde (rot und weiß) finden sich heute noch in den Wappen vieler Städte des Bundes Freier Städte und auch in der Flagge und dem Wappen des Bundes selbst.

Geschichte

Die Handelsgilde entstand um 1250 im karpatischen Raum aus städtischen Kaufmannsgemeinschaften, die sich allmählich Städte übergreifend zusammenschlossen. Durch diese Handelsgemeinschaft konnten Kaufleute ihre eigenen Risiken minimieren und neue Gebiete, beispielsweise an der Südküste Balmaniens, für ihren Handel erschließen. Dort entstanden mit Piscuretz und Gervisingen auch die ersten Kontore der Organisation.

Piratenkriege

Niedergang der Handelsgilde

Gildentag

Der Gildentag war das wichtigste Beschlussgremium der Handelsgilde. Die dort von Abgesandten der Mitgliedsstädte getroffenen Beschlüsse, hauptsächlich über das Bereitstellen von Truppen und Flotten für militärische Einsätze der Gilde, über Marktregeln, Zölle sowie über Gesetze für den Handel auf See- und Landhandel, waren für alle Gildenstädte und Kontore verbindlich. Bei einer Nichteinhaltung drohte ein Ausschluss einzelner Städte, was verheerende Auswirkungen für ihre Wirtschaft bedeutet hätte.

Da die Entscheidungen auf dem Gildentag demokratisch von Abgesandten der Mitgliedsstädte getroffen wurden, war der Gildentag auch ein Vorbild für zahlreiche politische Denker der karpatischen Allzeit und wird von manchen Historikern sogar als eines der ersten Parlamente im Karpatenraum und auf Ultos bezeichnet.

Handelsgüter

Die wichtigsten Handelsgüter der Gilde waren Bier aus Gervisingen, Tuch aus Linnetas, Stockfisch aus Piscuretz, Holz, Wachs und Pelze aus Lingan, Metallwaren und Erz aus Metalurhg, Edelsteinen und -metalle aus den beiden damals noch getrennten Inselstädten Lucziga und Aguresz, Vieh und Getreide aus Cerastan, sowie Wein und Trokenfrüchte aus Median. Weitere wichtige Handelsgüter waren Salz aus Salinn, Kräuter und Gewürze aus Herbils, Waffen und Rüstungen aus Telosh sowie Sklaven aus Sebeck.

Handelswege

Der Gildenhandel beruhte hauptsächlich auf fünf großen Handelsrouten zwischen den karpatischen Inseln sowie an den Küsten Balmaniens.

Skytheischer Dreieckshandel

Der Skytheischer Dreieckshandel verlief im Golf von Skythea zwischen Sebeck, Cerastan und Salinn. Der Dreieckshandel war eine der kürzesten und somit auch am häufigsten gewählten Handelrouten der Handelsgilde, transportiert wurden hauptsächlich Getreide, Vieh, Sklaven und Salz.

Kleine Kreisroute

Die Kleine Kreisroute verlief durch den Golf von Skythea, das Alte Meer, die Südsee und die Drømsee. Angelaufene Städte waren dabei die drei Golfstädte Sebeck, Salinn und Cerastan, die beiden Inselstädte Lucziga und Aguresz sowie Median und Linnetas.

Große Kreisroute

Die Große Kreisroute verlief durch den Golf von Skythea, das Alte Meer, die Südsee, die Drømsee, den Südteil des Großen Qash und das Große Nordwasser. Sie verband die Städte Sebeck, Salinn, Cerastan, Lucziga, Aguresz, Median, Linnetas und Herbils, also alle Gildenstädte, miteinander. Die Haupthandelsgüter waren Sklaven, Getreide, Vieh, Salz, Edelsteine und -metalle, Wein, Tuch und Kräuter sowie Gewürze.

Balmanische Kontorlinie

Die Balmanische Kontorlinie verband die fünf balmanischen Kontore der Handelsgilde, Lingan, Telosh, Metalurhg, Gervisingen und Piscuretz mit dem neukanabischen Städten Halmskje und Mynden sowie dem xyllabischen Qatersoak, dabei wurden überwiegend Holz, Wachs, Pelze, Waffen, Rüstungen, Metallwaren, Erz, Bier und Stockfisch gehandelt.

Interkontinentalroute

Die Interkontinentalroute war eine Verbindung der Balmanische Kontorlinie mit der Kleinen oder Großen Kreisroute. Durch diese Linie wurden die Karpatischen Inseln mit dem Kontinent Balmanien verbunden. Diese Route war aufgrund der Absatzmärkte im Süden Neukanabiens und im Norden Xyllabiens eine der lukrativsten für die Handelsgilde.

Sonstige Handelsrouten

Weitere, seltener genutzte Handelsrouten der Gilde waren die Golf-Drøm-Route (verband Sebeck, Salinn, Cerastan und Linnetas), die Nordwestroute (verband Sebeck, Salinn, Cerastan, Linnetas und Herbils) und die Golf-Insel-Route (verband Sebeck, Salinn, Cerastan, Lucziga und Aguresz).

Kontore

An den wenig besiedelten Küsten im Osten Balmaniens errichtete die Handelsgilde mehrere Außenposten, Kontore genannt. Diese galten nicht als eigenständige Mitglieder der Handelsgilde, durften aber eine eigene Flagge, ein eigenes Siegel und eigene Kassen führen. Die Kontore begannen als Handelsniederlassungen mit Lagerhäusern und Produktionsstätten und entwickelten sich im Laufe der Zeit zu selbstständigen Dörfern und später sogar zu wichtigen Handelsstädten. Fünf dieser Kontore, Metalurhg, Telosh, Gervisingen, Lingan und Piscuretz, überstanden das Ende der Handelsgilde und führten bis zur Gründung des Bundes Freier Städte ein Dasein als unabhängige Freie Städte.

Neue Handelsgilde

Der Städtebund Neue Handelsgilde wurde 2244 als Organisation des kulturellen Austausches, zur Förderung des Handels und zur Stärkung des Tourismus von ehemaligen Mitgliedsstädten der Handelsgilde gegründet. Damit war der Städtebund auch einer der Vorgängerorganisationen des Bundes Freier Städte und in seiner Zusammensetzung Vorbild für die Gruppe Boyum und weitere mashtistisch-hanstadistische sowie unionistische Gruppen.