Unionsrepublik Ancalim-Feanaro
| Unionsrepublik Ancalim-Feanaro | ||
|---|---|---|
| UAF | ||
| ||
| Amtssprache | Pharisch | |
| Hauptstadt | Singollo D.C. | |
| Regierungssitz | Finrod D.F. | |
| Staatsform | Unionsrepublik | |
| Regierungsform | Konkordanzdemokratie | |
| Staatsoberhaupt | Begam Lutanis Gulantir (CEaA) | |
| Regierungschef | Tur-Anion Cayo T. Abeja III. (CEaA) | |
| Fläche | 659.740 km² | |
| Einwohnerzahl | 126.175.139 | |
| Bevölkerungsdichte | 157,9 EW/km² | |
| Bruttoinlandsprodukt | 8.834 Mrd. Ramil | |
| Währung | Asco (1 Asco = 1,64 Ramil = 0,82 Balm) | |
| Nationalfeiertag | 9. Vortin (29. September GZR) | |
| Kfz-Kennzeichen | AF | |
| Internet-TLD | .af | |
| Telefonvorwahl | +77 | |
| Nationalhymne | ||
Inhaltsverzeichnis
- 1 Die Ancalischen Inseln - Perlen im ostmurabischen Meer
- 2 Geschichte
- 2.1 Von der Frühzeit bis zur Zeitenwende
- 2.2 Von der Zeitenwende bis zum Beginn der Schmollzüge
- 2.3 Die Gollinger – vom 3. Schmollzug bis zur Autonomie von Eledalote und Feawen
- 2.4 Der Camthalion-Impact
- 2.5 Der Exodus – die dunklen Jahrhunderte
- 2.6 Der Unabhängigkeitskrieg
- 2.7 Die Neutralität Feanaros im Weissen Krieg von 2449 und die Gründung des Generalgouvernements Ancalim
- 2.8 Der Weg zu den Sternen
- 2.9 Neuzeit
- 2.10 Zeittafel der UAF
- 3 Aus Hausbrocks unautorisierter Chronik des 26. Jahrhunderts:
- 4 Flagge
- 5 Politik
- 6 Politisches System der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro
- 6.1 Historische Entwicklung
- 6.2 Parteiensystem
- 6.3 Wahlsystem
- 6.4 Sperrklauseln
- 6.5 Mitgliederzahlen
- 6.6 Relation Mitgliederzahlen – Umfragewerte
- 6.7 Koalitionsbildung
- 6.8 Politische Praxis
- 6.9 Wahlen zum Ablatium 2524
- 6.10 Präsidium des Ablatiums der UAF
- 6.11 Kalatium
- 6.12 Unionsspitze
- 6.13 Regierung der UAF
- 6.14 Nationaler Sicherheitsrat
- 7 Verwaltungsgliederung
- 8 Wirtschaft und Finanzen
- 9 Wirtschaft und Finanzen
- 10 Infrastruktur
- 11 Energie
- 12 Aporismus
- 13 Verteidigung
- 14 Raumfahrt
- 15 Kultur
- 16 Sehenswürdigkeiten
- 17 Navigation
Die Ancalischen Inseln - Perlen im ostmurabischen Meer
Die Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (die ancalischen Inseln) befindet sich hauptsächlich in der südlichen Hemisphäre von Ultos; die nächste größere Landmasse ist Murabien im Nordwesten vom Feanaro. Die Inselgruppe besteht aus zehn Hauptinseln sowie mehr als 400 kleineren Inseln. Die Hauptinseln Feanaro und Eldalote werden durch die an der schmalsten Stelle 23 km breite Angaratostrasse voneinander getrennt. Weder geographisch noch kulturell lässt sich Ancalim-Feanaro eindeutig einem bestimmten Kontinent zuordnen: Das Land liegt teils auf der murabischen, teils auf der svalesischen Platte.
Ancalim-Feanaro ist eine Unionsrepublik mit konkordanz-demokratischer Verfassung.
Für einen Industriestaat eher ungewöhnlich sind die Hauptwirtschaftszweige Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie (hauptsächlich Molkereiprodukte) sowie Tourismus. Die ancalischen Inseln werden vielfach als „grüne Inseln“ bezeichnet, was teilweise der dünnen Besiedlung im Binnenland geschuldet ist. Diese und die relative Unberührtheit der Natur sowie die äußerst vielfältige und einzigartige Vegetation sind auch durch die relativ isolierte Lage der Inseln bedingt.
Zur Unionsrepublik Ancalim-Feanaro gehören auch die sogenannten "Fernen Stätten": Forn-Vespera im Westen des karpatischen Archipel und Forn-Karpat im Karpatenbogen. Seit dem Jahreswechsel 2516/2517 gehört auch Amranien wieder zur UAF. Ausserdem ist das Angarato-Space-Center (ASC) auf Jasny Teil der UAF.
Ende 2519 entscheidet sich die Bevölkerung der Schwarzen Provinz im Zuge der Auflösung der DVD zum Anschluss an die UAF als Mi Wath.
Im Zuge der Konferenz von Corinth fällt das nordöstliche Territorium von Aumen-Nord als Korangar an die UAF.
Die UAF hat Stand 9. Apora 2520 (15.05. GZR) 126.175.139 Einwohner. Davon leben 38,33 % in ländlichen Gemeinden bzw. Städten unter 500.00 Einwohner. 61,67 % leben in Städten über 500.000 Einwohner. Es gibt insgesamt 12 Millionenstädte; die größten Städte - mit über 2 Millionen Einwohner - sind Finrod, Singollo, Erigon, Tarmil-Stadt, Sunpatan und Pano.
Die UAF betreibt darüber hinaus noch zwei Forschungsstationen auf dem südpolaren Kontinent: Anwamane in Küstennähe und Falassion im Binnenland.
Geschichte
Von der Frühzeit bis zur Zeitenwende
Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung auf den ancalischen Inseln reichen über 4000 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Frühzeitliche Jäger- und Sammlergruppen siedelten sich auf den sanft hügeligen Landzungen an. Funde aus dem sogenannten Sillar-Schichtkomplex bei Tumbenas belegen den Gebrauch einfacher Feuerstellen, das Fischen mit Netzfallen aus Flechtwerk und die Nutzung polierter Steinklingen.
Die Zeit der Schalenfürsten (ca. 3100–2400)
Mit der Entwicklung keramischer Techniken und Ackerbaus traten im 4. Jahrtausend erste strukturierte Gemeinschaften hervor, vor allem in den fruchtbaren Beckenlandschaften des heutigen Tarmil, wo zwischen Flüssen und Salzwiesen riesige Tonschalen gefunden wurden – viele davon mit spiralförmigen Gravuren. Diese symbolisieren laut dem Historiker Farathion Menelcar vermutlich astronomische Zyklen oder Götterspiralen.
Die sogenannten Schalenfürsten waren lokale Stammesälteste mit religiöser Autorität. Sie verehrten eine weibliche Muttergottheit, Issilune, deren Gesicht aus Halbmond, Vogelmaske und Pflanzenspirale zusammengesetzt war. In dieser Zeit entstanden die ersten Steinsetzungen, darunter die bis heute erhaltene Megalithstraße von Uralor, ein etwa 3 km langer Pilgerpfad aus dunklem, glänzendem Gestein.
Die große Wandlung – Klimaschwankung und Inselbildung (ca. 2200)
Ein deutlicher klimatischer Umschwung führte zur Abkühlung der Inseln und zu einem massiven Anstieg des Meeresspiegels. Ganze Küstenstreifen und Tieflandregionen, darunter die damalige Siedlungsregion Balost, wurden überflutet. Aus vormals zusammenhängenden Landmassen bildeten sich getrennte Inseln – der Ursprung der heutigen ancalischen Archipellandschaft.
Dieser Prozess wurde in der späteren aporistischen Überlieferung als „Teilung des Irdischen“ bezeichnet – eine mythische Erklärung für das plötzliche Zerreißen des Landes. Aus dieser Umbruchzeit stammen die Lieder von Oronil, frühe Runengesänge, die von einer „Salzfurie“ und „Schwimmenden Hügeln“ berichten.
Bronzezeitliche Fürstentümer und erste Städte (ca. 2000–1200)
Mit neuen Handelsverbindungen nach Murabien begann ein regelrechter Aufschwung: Die Bronzeverarbeitung erreichte Ancalien. In Tarmil, Eledalote und Feawen entstanden befestigte Siedlungen mit Mauerringen, Torhäusern und frühstaatlichen Verwaltungszentren. Bedeutende Fürstenhäuser wie die Hervanor auf Eldalote und die Myrianer auf Feawen begründeten Dynastien, deren Namen sich in späteren Königsgeschlechtern wiederfinden.
Ein besonders früher Beleg für geordneten Handel ist das Handelsmanifest von Veluna (ca. 1730), ein auf Schiefer gravierter Kodex, der Mengenangaben für Getreide, Töpferwaren und Metalle auflistet – und erstmals einen überregionalen Maßstandard verwendet.
Die Stadt Veluna gilt als erste echte Metropole Ancaliens. Ihre Mauern waren sechs Meter hoch, sie verfügte über gepflasterte Straßen und ein kanalisiertes Abwassersystem.
Die Zeit der wandernden Schulen (ca. 1300–700)
In diese Epoche fällt das Wirken der sogenannten Weisen Schulen: halbnomadische Gelehrtengruppen, die über die Inseln zogen und Wissen in Bereichen wie Mathematik, Astrologie, Heilkunst und Dichtung sammelten und weitergaben. Die bekanntesten dieser Schulen waren:
- die Runenmeister von Telavor
- die Heilerinnen von Lumbalor
- die Dichtenschule von Menalara
Einige der ältesten überlieferten aporistischen Texte stammen aus dieser Zeit, darunter der berühmte „Gesang des Gleichgewichts“, der von einer alles verbindenden Kraft spricht, die „zwischen Tag und Nacht atmet, zwischen Stein und Blatt.“
Die Zeit der Drei Königtümer (ca. 700 – Zeitenwende)
Gegen Ende der Frühzeit entwickelte sich ein Dreiklang an politischen Machtzentren:
- Königreich Feawen – bekannt für seine Architektur, Verwaltung und Seefahrt
- Hochreich Tarmil – mit starkem Militär und weitreichendem Binnenhandel
- Kleinkönigtum Eledalote – religiös geprägt, Sitz der frühen Aporisten
Diese drei Reiche pflegten teils wechselhafte Beziehungen zueinander – von friedlichem Kulturaustausch über Heiratsbündnisse bis hin zu Handelsblockaden. Dennoch kam es nie zu einem großen Einigungskrieg, was später als Zeichen „ancalischer Weisheit“ verklärt wurde.
Die letzte Herrscherin des Königtums Feawen vor der Zeitenwende war Königin Valestriel II., eine politisch kluge und kulturell gebildete Frau, die als erste eine Inselkonferenz einberief. Sie erkannte früh, dass ein Großteil der Macht nicht mehr in militärischer Stärke lag, sondern in Konsens, Sprache und Wissen – Prinzipien, die später in die konkordanzdemokratische Verfassung einfließen sollten.
Von der Zeitenwende bis zum Beginn der Schmollzüge
Bedingt durch die großen Kriege auf Ultos wurden die Inseln dann ungefähr ab Beginn des zweiten Jahrhunderts von Westen her intensiver besiedelt, hauptsächlich durch Flüchtlinge vom Kontinent, die sich eine sichere Zukunft erhofften. Rund ein Jahrtausend herrschte, von kleineren lokalen Konflikten abgesehen, Frieden in Ancalien. Politisch glichen die Inseln zwar einem Flickenteppich aus freien Städten, kleinen Königreichen, Grafschaften und Herzogtümern. Alles in allem war diese Zeit aber geprägt von einem bescheidenem Wohlstand für alle. Landwirtschaft und Technik wurden weiterentwickelt. Forschung und Medizin erlebten ihren ersten Höhepunkt. Unumstrittene ancalische Autorität war, in Ermangelung einer Zentralgewalt, der Mahtan. Der „Weise von Erigon“ war zu dieser Zeit die oberste moralische Instanz aller Ancalier, und der Aporismus war die logische Klammer, die die Gesellschaftsordnung prägte und zusammenhielt.
Mit der Zeitenwende, die auf Ultos allgemein als Umbruch zwischen mythologisch gefärbter Frühzeit und historisch dokumentierter Welt gilt, trat auch auf den ancalischen Inseln ein neues Zeitalter ein. Die mündlich tradierten Königsgeschlechter wurden zunehmend von gewählten Räten und Regenten abgelöst. Die erste große zivilisatorische Innovation war die Einführung eines Inselkalenders (Kalendarium Tarmilianum), der sich nach den Gezeiten und den drei Monden von Ultos richtete.
Die „Ära der geordneten Städte“ (ca. 0–400)
In den ersten Jahrhunderten nach der Zeitenwende erlebten die ancalischen Inseln eine Phase stabiler Entwicklung. Städte wie Singollo, Lathros, Nelinor und Tarmil wuchsen rasch zu Zentren von Handel, Architektur und Wissenschaft heran. Besonders prägend war die sogenannte Erigon-Schule, gegründet von dem Philosophen Menicar Tholmen, die sich mit der Systematisierung aporistischer Ethik befasste.
„Aporismus ist das innere Gleichmaß, das dem Strom erlaubt zu fließen, ohne zu fluten.“ — Tholmen, „Über die Stille im Wandel“ (23)
Der Mahtan – eine rein moralische Autoritätsfigur ohne politische Gewalt – wurde erstmals als institutionalisierte Instanz etabliert. Der erste allgemein anerkannte Mahtan war Sipe I., ein ehemals wandernder Heiler, der sich durch seine unparteiischen Urteile überregionalen Respekt erwarb.
Keine Zentralgewalt – ein „wohlorganisierter Flickenteppich“
Trotz wachsender Vernetzung blieb Ancalien zersplittert. Über vierzig eigenständige politische Einheiten existierten zeitgleich: freie Städte, gräfliche Allianzen, religiöse Kooperativen, republikanische Inselräte. Während dies auf dem Kontinent oft zu Bürgerkriegen geführt hätte, blieb Ancalien aufgrund der aporistischen Grundhaltung weitgehend friedlich.
Allerdings begannen mit zunehmendem Fernhandel auch Probleme:
- Konflikte um Seezölle (z. B. „Buchtkrieg von Vela“, 361 NZI)
- Epidemien durch Austausch mit Murabien (z. B. „Wellenfieber“, 389–391 NZI)
- Reibungen zwischen konservativen Landadeligen und urbanen Bildungsbewegungen
Erste externe Kontakte – Migration vom Kontinent
Etwa ab dem 2. Jahrhundert kam es zu einer verstärkten Zuwanderung vom murabischen Festland. Flüchtlinge brachten neue Sprachen, Riten, Handwerkskünste – und auch erste konkurrierende Religionen – mit. Während in Tarmil, Singollo und Eldalote eine pragmatische Integration erfolgte, regte sich auf den konservativeren Inseln Widerstand gegen diese „Entwurzelten“ (pejorativ auch Dwerun genannt).
Diese Einwanderung legte die demographischen und kulturellen Grundlagen für später aufkeimende Konflikte – insbesondere im Hinblick auf die sogenannte Apokalypse der Schmollzüge.
Die Gollinger – vom 3. Schmollzug bis zur Autonomie von Eledalote und Feawen
Aus den Wirren der Schmollzüge hielt sich Ancalien heraus. Es gab kaum Anhänger der großen, Krieg führenden Religionen. Waren die Ancalier doch zu fast neunzig Prozent Aporisten. 1179 NZI – zum Ende des letzten Schmollzuges – gelang es Herzog Gollo I., die politische Einheit Ancaliens herzustellen. Das Großherzogtum Ancalim, welches sich von Tarmil im Westen bis Feawen im Osten erstreckte, garantierte unter der Dynastie der Gollinger einen gehobenen Lebensstandard für alle Bevölkerungsschichten. Herzog Lingol XII. war es schließlich, der den östlichen Inseln im Jahre 1655 eine gewisse Autonomie zusprach und Eldalote wie Feawen den Status von herzöglichen Kolonien zubilligte.
Der Camthalion-Impact
Am 30. Juni 2050 kam es zu jenem einschneidenden Ereignis, welches das Angesicht von Ancalim für immer verändern sollte – der Camthalion-Impact.
Ein endloser Ozean liegt still unter einem milchig-grauen Himmel. Vögel kreisen über der Gischt. Plötzlich bricht ein gleißender Punkt am nordöstlichen Horizont durch die Wolkendecke – winzig, aber rasend schnell wachsend. Wie ein zweiter, brennender Sonnenaufgang taucht der Feuerball den Himmel in gelborangenes Licht.
Ein donnerndes Heulen setzt ein. Der Feuerball reißt eine Schneise durch die Wolken, hinterlässt spiralförmig verwirbelte Dampfkanäle. Ein atmosphärischer Überschallknall drückt Gischtwellen kilometerweit auseinander. Die Temperatur steigt spürbar.
Eine 5-sekündige Stille senkt sich über die Landschaft – dann: Ein gleißender Blitz, grellweiß, taucht die Westküste von Eldalotë in taghelles Licht. Ein zweiter, dumpfer Knall. Dann rollt eine Druckwelle wie ein unsichtbarer Riese über die Wälder, Ebenen, Städte. Türen fliegen aus den Angeln in Singollo – 700 km entfernt.
Die Explosion formt eine gewaltige Pilzwolke, die sich pilzförmig auftürmt, violett und glutrot in der Mitte. Der Boden bebt minutenlang.
Im Camthalion-Becken – einst dichter Wald – wird auf einer Fläche von über 20.000 km² alles flachgelegt. 600 Millionen Bäume knicken in konzentrischen Kreisen, wie von einer Riesenhand niedergewischt. Flüsse kippen um, ändern ihre Richtung.
Gischt und Nebel steigen auf, beginnen metallisch zu glimmen. Am Boden zerplatzen Tiere und Pflanzen in einer Druck- und Hitzewelle, dann tritt Stille ein – keine Vögel, keine Insekten. Nur ein leises Summen.
Stunden später: In der Stratosphäre formieren sich silbrig glühende Wolken. Licht breitet sich in irisierenden Schlieren aus. In der Nacht leuchtet der Himmel violett-blau. Meteorologische Sensoren weltweit registrieren Anomalien: Druckschwankungen, magnetische Pulsationen, ein diffuser elektrostatischer Film auf Oberflächen.
Ein unbekannter Augenzeuge berichtete:
"Ich schreibe dies, während der Himmel draußen noch immer von einem fremdartigen Licht durchzogen ist. Es ist kein normales Glimmen, kein Flackern, wie man es nach einem Brand erwartet. Es ist... schwer zu beschreiben. Wie eine Haut aus lebendigem Nebel, die über dem Horizont liegt und alles in ein steriles, silbriges Licht taucht.
Der Einschlag — wenn man das überhaupt so nennen kann — war vor vier Tagen. Ich habe das Dröhnen schon in der Luft gespürt, bevor irgendetwas sichtbar war. Ein tiefes, körperliches Vibrieren, als würde die Welt unter meinen Füßen kurzzeitig aus ihrer Ordnung geraten. Dann kam das Licht.
Nicht einfach hell, sondern weißglühend. Als hätte jemand einen Riss in die Atmosphäre geschnitten und flüssige Sonne hineingepresst. Es war wunderschön – und beängstigend. In der nächsten Sekunde kam der Wind. Ich weiß nicht, wie ich überlebt habe. Alles in der Umgebung wurde wie mit einem gigantischen Hammer zerschlagen. Die alten Urwaldriesen, manche über 400 Jahre alt, wurden einfach gefällt, wie Grashalme unter einer Sense.
Danach war es... still. Kein Wind, keine Tiere, nicht einmal Insekten. Nur Asche, Rauch, zerbrochene Wurzeln – und dieses seltsame Staubflirren in der Luft. Es war nicht wie gewöhnlicher Rauch. Ich sah, wie sich feiner Staub in Spiralen bewegte, als würde er eine eigene Logik verfolgen.
Seitdem ist der Himmel nicht mehr der gleiche. Die Lichtverhältnisse sind verändert, der Tag hat eine seltsame metallische Schärfe bekommen, die Farben scheinen zu blassen. Meine Augen schmerzen abends.
Ich habe mich gestern weiter ins innere Becken vorgewagt. Alles ist verbrannt, tot, aber nicht auf natürliche Weise. Es gibt keine Brandnester, kein Glutfeld – nur ein gleichmäßiges Verkohlen. Und mitten darin... ein Krater. Riesig, glattwandig, wie von etwas Geformtem. Am Rand liegen metallisch glänzende Partikel, die der Kompass in meiner Jackentasche völlig durcheinanderbringen.
Ich habe eine Probe eingesteckt. Sie fühlt sich kühl an, fast lebendig.
Offiziell heißt es, es war ein Asteroid. „Kein Grund zur Sorge“, sagte ein Sprecher gestern im Funk. Ich glaube kein Wort. Kein Meteor zieht mit gleichbleibender Höhe über mehrere Minuten hinweg und explodiert mit solcher geometrischen Präzision.
Ich weiß nicht, was wirklich passiert ist.
Aber irgendetwas ist hier niedergegangen. Etwas, das nicht von hier ist."
Der Exodus – die dunklen Jahrhunderte
Dem Einschlag im dicht besiedelten Camthalion-Becken fielen rund 300.000 Menschen sofort, weitere 250.000 Menschen in der Folgezeit zum Opfer. Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Millionen Menschen verließen in den folgenden Jahrzehnten ihre Heimat und siedelten im Inneren des murabischen Kontinents oder fanden in den herzöglichen Kolonien Eldalote und Feawen Zuflucht. Die verbliebene Bevölkerung hatte sich bis Ende des 24. Jahrhunderts die jetzt kleineren Inseln unter widrigsten Bedingungen zurückerobert. In diese Zeit fiel auch der Zerfall jeglicher staatlicher Ordnung; selbst dem Mahtan gelang es nicht, seine Autorität in die Waagschale zu werfen.
Der Unabhängigkeitskrieg
Im Jahre 2392 hatte sich der Statthalter der freien Stadt Singollo, Herzog Gollo IV. zum Herrscher über ganz Ancalien aufgeschwungen und begann mit der Wiedererrichtung des Großherzogtums Ancalim. Nachdem er aber diktatorische Züge zeigte und damit begann, die relativ wohlhabenden Kolonien Eldalote und Feawen systematisch auszubeuten, lösten sich diese unter General Angarato Falassion vom Mutterland.
Nach einem fünfjährigen, mit 568.000 Toten blutigen aber für die Kolonien siegreichen Unabhängigkeitskrieg formierten sich Eldalote und Feawen zur Republik Feanaro. Hauptstadt wurde Finrod. Gollo IV. wurde 2400 abgesetzt und wegen Landesverrats zum Tode verurteilt. Angarato Falassion zeigte aber Großmut und verbannte Gollo auf die Insel Lummerlote, wo er 2409 als letzter seiner Dynastie verbittert starb.
Als zahlenmäßig verheerendstes Massaker des Krieges gilt das Massaker von Orminal.
Die Neutralität Feanaros im Weissen Krieg von 2449 und die Gründung des Generalgouvernements Ancalim
Historisch bedingt erklären sich Feanaro und die ancalischen Kleinstaaten auch im Weissen Krieg von 2449 für neutral. Als Konsequenz dieses Konfliktes schlossen sich die Kleinstaaten 2455 zum Generalgouvernement Ancalim (GGA) zusammen. Innenpolitisch selbstständig, begaben sie sich aber in Außen- und Sicherheitsfragen unter den Schutz der Regierung in Finrod.
Der Weg zu den Sternen
Im Juli 2443 verkündete der damalige Premierminister Findecano Arcamenel die Durchführung einer bemannten Mission zu einem der drei Ultos-Monde. Bereits 12 Jahre später, am 27. August 2455 erreichten vier Astronauten Jasny. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entstand aus einem einfachen Basislager eine rund zehn Kilometer durchmessende Mondbasis. Aus Anlass der Hundertjahr-Feier der Republik Feanaro und zur Erinnerung an Angarato Falassion, den ersten Präsidenten (Begam) der Republik, heißt die Mondbasis seit dem 26. September 2507 Angarato-Space-Center (ASC).
Neuzeit
Im September 2515 verkündete Begam Ecthelion Anwamane die Wiedervereinigung der ancalischen Inseln. Die Zentral-Föderative Republik Feanaro (ZFRF) und das Generalgouvernement Ancalim (GGA) schlossen sich zum 1. Januar 2516 zur Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF) zusammen. Die sogenannten "Fernen Stätten" Forn-Vespera (Karpaten) und Forn-Karpat (Karpatenbogen) wurde zu Unionsstaaten. Das Angarato-Space-Center (ASC) auf Jasny erhielt ebenfalls den Status eines Unionstaates. Zum Jahreswechsel 2516/2517 gehört auch Amranien wieder zur UAF.
Ende 2519 bekannte sich die Bevölkerung der Schwarzen Provinz zur Loslösung von der in Auflösung befindlichen DVD und entschied sich in einem Referendum, der UAF als Ferne Stätte Mi Wath beizutreten.
Anfang 2520 unterstellte der Bamberger Bund weite Teile von Aumen seiner Kontrolle. Man befürchtete den Verlust der Anlagen des BAMBU. Das führte zu völkerrechtlichen Bedenken seitens vieler Staaten, zumal die UAF-Regierung diesen Schritt nur halbherzig billigte. Erst im Verlauf der Konferenz von Corinth wurde der UAF der nordöstliche Teil von Aumen Nord als Ferne Stätte Korangar zugesprochen.
Zeittafel der UAF
Aus Hausbrocks unautorisierter Chronik des 26. Jahrhunderts:
Flagge
Die Flagge der UAF ist Blau-Gold-Gelb mit stilisiertem weissen Eichenblatt.
- Blau steht für das Meer, welches die Inseln umgibt.
- Gold stellt in Kreisform zehn Sterne für die zehn Regionen dar.
- Gelb repräsentiert die üppige Vegetation.
Und da auf den ancalischen Inseln mehr Eichenbäume als alles andere wächst, wurde das Eichenblatt zum Symbol.
Politik
Die UAF ist eine Unionsrepublik mit konkordanz-demokratischer Verfassung und zwei Kammern (Ablatium und Kalatium). Hauptstadt ist Singollo; der Regierungssitz und Sitz des Parlaments ist Finrod.
Verfassung der UAF
Exekutive
Staatsoberhaupt und Präsident (Begam) ist Nodecano Furyatan. Das aus 20 Personen bestehende Kabinett leitet der Premierminister (Tur-Anion) Siblung Cuneldur. Alle Kabinettsmitglieder müssen zugleich Mitglieder entweder des Ablatium oder des Kalatium sein.
Legislative
Das Ablatium besteht normalerweise aus 631 Ablaten, die alle drei Jahre gewählt werden. Präsident des Ablatium ist Vargon Blamanel (TEaA)
Das Kalatium besteht aus 30 Kalaten, die ebenfalls alle drei Jahre gewählt werden. Präsident des Kalatium ist gemäß Verfassung der Vize-Begam, Maroth Wylmona (UDP).
Überhangmandate sind in beiden Kammern möglich.
Judikative
Die Judikative wird durch das UAF-Verfassungsgericht ausgeübt.
Vorsitzender Richter ist Dutor Neisatan (TEaA).
Weitere Richter sind:
- Jawe Laglori (CEaA)
- Auor Advarion (TEaA)
- Aror Selnamo (CaA)
- Elur Rirego (MaI)
- Charen Stossul (CEaA)
- Maran Rilla (TEaA)
Der Sitz des Gerichts ist Toruana (ANC).
Politisches System der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro
Das politische System der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF) ist als parlamentarisch-demokratisches Regierungssystem mit föderalen Elementen ausgestaltet. Es beruht auf allgemeiner, freier und gleicher Wahl, einer klaren Gewaltenteilung sowie einem pluralistischen Parteiensystem.
Historische Entwicklung
Vor der Bildung politischer Parteien wurden in den Ablatien ausschließlich EinzelkandidatInnen gewählt. In der zweiten Hälfte des 24. Jahrhunderts entstanden zunehmend lose Interessengruppen, die sich zunächst vor allem nach der geographischen Herkunft der KandidatInnen, später jedoch zunehmend nach politischen Überzeugungen zusammenschlossen.
Mit der Einführung des personalisierten Verhältniswahlrechts im Jahr 2496 wurde auch kleineren Parteien eine stärkere parlamentarische Beteiligung ermöglicht. Diese Öffnung führte jedoch zu einer erheblichen Zersplitterung des Parteiensystems und erschwerte stabile Regierungsbildungen. So traten bei der Begam-Wahl 2504 im ersten Wahlgang 28 KandidatInnen an, während bei der Ablatiumswahl desselben Jahres 43 Parteien den Einzug ins Parlament schafften.
Erst mit der Wiedervereinigung der UAF in den Jahren 2515/2516 setzte eine schrittweise Konsolidierung des politischen Systems ein.
Parteiensystem
Seit der Wiedervereinigung sind auf UAF-Ebene sechs Parteien parlamentarisch vertreten:
- TaA – Taron as Ancalim
- TEaA – Tomrodulas Eadil as Ancalim
- CaA – Celrat as Aporcanim
- MaI – Mecelith as Iagalewas
- CEaA – Cearadas Eadil as Ancalim
- CA – Celrat Ancalim
Die Parteienlandschaft wird von zwei großen Volksparteien (TEaA und CEaA) dominiert, während MaI und CaA als mittlere Parteien häufig koalitionsentscheidende Rollen einnehmen. TaA und CA gelten als Kleinparteien mit regionaler oder thematischer Bedeutung.
Wahlsystem
Die Wahlen zum Unionsablatium erfolgen nach einem personalisierten Verhältniswahlrecht. Jede wahlberechtigte Person verfügt über zwei Stimmen:
- Die Erststimme zur Wahl einer Kandidatin oder eines Kandidaten im Wahlkreis.
- Die Zweitstimme zur Wahl einer Partei, die maßgeblich für die proportionale Sitzverteilung ist.
Überhang- und Ausgleichsmandate sind zulässig, um die Verhältnisgerechtigkeit zu sichern.
Sperrklauseln
Zur Begrenzung der Parteienzersplitterung gelten auf UAF-Ebene folgende Regelungen:
- eine Sperrklausel von 5 % der gültigen Zweitstimmen
- oder alternativ der Gewinn von mindestens drei Direktmandaten (Grundmandatsklausel)
Listenverbindungen zwischen Parteien sind unzulässig; Wahlbündnisse gelten als eigenständige Wahlvorschläge.
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Mitgliederzahlen
(Statistisches Unionsamt StUA, Stand: 1. Wall 2526 / 01.01. GZR)
| Partei | Mitglieder |
|---|---|
| TEaA | 949.172 |
| CEaA | 784.228 |
| MaI | 129.158 |
| CaA | 100.942 |
| CA | 20.358 |
| TaA | 15.091 |
Relation Mitgliederzahlen – Umfragewerte
Die politischen Kräfteverhältnisse lassen sich nicht unmittelbar aus den Mitgliederzahlen ableiten. Parteimitgliedschaften bilden in erster Linie die organisatorische Basis einer Partei ab, während Umfragewerte vor allem politische Stimmungslagen und Regierungszufriedenheit widerspiegeln.
Grundsätzlich gilt:
- Parteimitgliedschaft misst Organisation – nicht Mehrheitsfähigkeit.
Typische Umfragerelationen auf UAF-Ebene (2525/2526):
| Partei | Umfragewerte |
|---|---|
| TEaA | ca. 38–40 % |
| CEaA | ca. 28–30 % |
| CaA | ca. 15–17 % |
| MaI | ca. 8–10 % |
| CA | ca. 2–3 % |
| TaA | ca. 1–2 % |
Koalitionsbildung
Aufgrund der fragmentierten Mehrheitsverhältnisse sind Einparteienregierungen auf UAF-Ebene selten. Regierungen werden in der Regel durch Koalitionen gebildet. Dabei kommt mittleren Parteien häufig eine Schlüsselrolle zu.
Große Koalitionen zwischen TEaA und CEaA gelten als stabilitätsorientiert, sind jedoch politisch spannungsanfällig, insbesondere wenn sich die Mehrheitsverhältnisse in der Wählerschaft von der Regierungsführung lösen.
Politische Praxis
Parteitage nehmen im politischen System der UAF eine zentrale Rolle ein. Sie dienen nicht nur der innerparteilichen Willensbildung, sondern fungieren regelmäßig als Richtungsentscheidungen mit Auswirkungen auf Koalitionen, Personalfragen und Regierungsstrategien.
Das politische System der UAF gilt insgesamt als stabil, zugleich aber als stark von parteipolitischen Dynamiken, Koalitionsarithmetik und öffentlicher Meinungsbildung geprägt.
- „In der UAF entscheidet selten der Wahltag allein – sondern der Zeitraum dazwischen.“
Wahlen zum Ablatium 2524
Aus der Wahl zum Ablatium am 15. Ykin 2524 (15.11. GZR) gingen die Cearadas (CEaA) als stärkste Kraft hervor. Gemeinsam mit den Tomrodulas (TEaA) bilden sie eine Koalitionsregierung unter Tur-Aniona (Regierungschefin) Lula Saonar (CEaA) und Kon-Anion und Anion für auswärtige Angelegenheiten (Vize-Regierungschef und Außenminister) Daron Komalan (TEaA).
| Partei | Ergebnis | Sitze |
|---|---|---|
| CEaA | 44,96 % | 207 |
| TEaA | 36,82 % | 155 |
| CaA | 9,96 % | 44 |
| MaI | 8,27 % | 37 |
| Gesamt | 100,00 % | 443 |
Die Fraktionen und ihre Vorsitzenden sowie Stellvertreter:
- CEaA = 207 Sitze
- Vorsitzender: Svindor Kronra
- Stellvertretender Vorsitzender: Lucco Woleen
- TEaA = 155 Sitze
- Vorsitzender: Mileg Ovcamel
- Stellvertretender Vorsitzender: Niron Borani
- CaA = 44 Sitze
- Vorsitzender: Darnil Adayatur
- Stellvertretender Vorsitzender: Stindor Pasadur
- MaI = 37 Sitze
- Vorsitzender: Hethar Ewcalim
- Stellvertretender Vorsitzender: Flason Sutalak
Präsidium des Ablatiums der UAF
| Funktion | Bild | Amtsinhaber | Partei | Bemerkungen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Präsident | Jondaro Kifalas | CEaA | |||
| Vize-Präsident | Natanis Wawarünya | TEaA | |||
| Vize-Präsident | Critana Romir | CaA | |||
| Vize-Präsident | Arendil Huch | MaI | |||
Kalatium
Zusammensetzung des Kalatiums:
| Partei | Mitglieder |
|---|---|
| TEaA | x |
| CaA | x |
| MaI | x |
| CEaA | x |
| Gesamt | 77 |
Stärke nach Fraktionen und Fraktionsgemeinschaften:
Sprecher des Kalatium ist x.
Unionsspitze
- Begam - Lutanis Gulantir (CEaA)
- Stabschefin Kristallpalast - Virana Gruttmann (CEaA)
- Pressesprecher Kristallpalast - Femil Lowamane (CEaA)
- Stabschefin Kristallpalast - Virana Gruttmann (CEaA)
Regierung der UAF
| Ressort | Bild | Minister | Partei | Bemerkungen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Tur-Aniona | Lula Saonar | CEaA | |||
| Kon-Anion für Auswärtige Angelegenheiten | Daron Komalan | TEaA | |||
| Anion für Arbeit und Soziales | Tranor Dunúv | CEaA | |||
| Anion für Asgardenbelange | Rivano Vitalan | TEaA | |||
| Aniona für Bauen und Wohnen | Rulana Parfalas | CEaA | |||
| Aniona für Bildung, Kultur, Medien, Aporismus und Weltanschauung | Notara Asatan | TEaA | |||
| Anion für Digitales, Infrastruktur und Mobilität | Domidan Shergon | CEaA | |||
| Aniona für Finanzen | Braga Balal | TEaA | |||
| Anion für Gesundheit und Pflege | Migrod Ar Haniel | CEaA | |||
| Aniona für Haczinenbelange, Familie und Gleichstellung | Fiona Felsenberg | CEaA | |||
| Aniona für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit | Caldora Angorin | TEaA | |||
| Aniona für Inneres, Integration und Menschenrechte | Wegla Malimau | TEaA | |||
| Aniona für Innovation, Forschung und Wissenschaft | Maana Terst | CEaA | |||
| Anion für Justiz | Luw Kneanár | TEaA | |||
| Anion für Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt- und Naturschutz | Nilan Heldar | CEaA | |||
| Anion für Öffentlichkeitsarbeit und Regierungssprecher | Femil Jathrandir | CEaA | |||
| Anion für Raumfahrt | Magrod Smonar | CEaA | |||
| Anion für Verteidigung und Heimatschutz | Generaloberst Maran Baleth | TEaA | |||
| Aniona für Wirtschaft, Klima und Energie | Tariela Lalathil | CEaA | |||
Nationaler Sicherheitsrat
- Begam - x
- Regierungschef (Tur-Anion) - x
- Nationaler Sicherheitsberater - x
- Auswärtiges (Kon-Anion) - x
- Heimatschutz (Kon-Anion) - x
- Inneres (Kon-Anion) - x
- Verteidigung (Kon-Anion) - x
- Anion für Raumfahrt - x
- Chefwissenschaftler - x
- Generalstabschef - Generaloberst Chor Halassion
- Geheimdienstchef (Stern von Singollo) - x
Bei Bedarf können weitere Teilnehmer hinzukommen, zum Beispiel die Chefs der sieben Teilstreitkräfte
- Oberbefehlshaber Heer (Tentara Woisko - TEWO) - Generalmajor Jutanis Kavetil
- Oberbefehlshaber Luftwaffe (Tentara Lotnic - TELO) - Generalleutnant Lewe Pomenel
- Oberbefehlshaber Marine (Tentara Marina - TEMA) - Konteradmiral Crendil Rongeril
- Oberbefehlshaber Marine Korps (Tentara Morski - TEMO) - Vizeadmiral Creno Pordol
- Oberbefehlshaber Raum Korps (Tentara Kosmic - TEKO) - Admiraloberst Torgon Dacarin
- Oberbefehlshaber BAMBU Korps (Tentara BAMBU - TEBA) - Brigadegeneral Madut Lantirel
- Oberbefehlshaber Küstenwache (Tentara Okron - TEOK) - Flottillenadmiral Torgon Dacarin
Verwaltungsgliederung
Die UAF ist in 7 Unionsstaaten unterteilt. Diese nehmen rein regionale Aufgaben wahr. Die in den Regionen angesiedelten Verwaltungen sind unter anderem für Umweltschutz und Ressourcen-Management zuständig. Sie überwachen und steuern die Schädlingsbekämpfung, kontrollieren die Flüsse, Seen und die Küsten und zeichnen verantwortlich für die Hafenordnungen der jeweiligen Häfen. In ihrem Verantwortungsbereich liegt die Koordination und Unterstützung des öffentlichen Personennahverkehrs, für den sie auch die Lizenzen vergeben. Außerdem sind sie für den regionalen Zivilschutz zuständig.
Ancalim (ANC)
Feanaro (FEA)
Amranien (AMR)
Forn-Vespera (FVE)
Forn-Karpat (FKA)
Mi Wath (MWA)
Korangar (KOR)
Wirtschaft und Finanzen
Wirtschaft und Finanzen
Bis zur ersten Hälfte des 25. Jahrhunderts war die Unionsrepublik Ancalim-Feanaro ein überwiegend agrarisch geprägter Staat, in dem der Großteil der Bevölkerung im primären Sektor tätig war. Wichtigster Handelspartner waren über Jahrhunderte die karpatischen Inseln, in die zeitweise rund die Hälfte der in Ancalim-Feanaro produzierten Güter – vornehmlich landwirtschaftliche Erzeugnisse – exportiert wurde. Diese enge wirtschaftliche Verflechtung prägte Produktionsstrukturen, Handelswege und politische Beziehungen nachhaltig.
Seit der Mitte des 25. Jahrhunderts vollzog sich ein tiefgreifender Strukturwandel. Ausgelöst durch den Einstieg in die Raumfahrt sowie durch Fortschritte in Technik und Wissenschaft entwickelte sich neben der Landwirtschaft ein leistungsfähiger Hochtechnologiesektor. Die heutige Wirtschaft Ancalim-Feanaros beruht auf diesen beiden tragenden Säulen und gilt als vergleichsweise resilient gegenüber konjunkturellen Schwankungen.
Landwirtschaft
Trotz des industriellen und technologischen Ausbaus besitzt die Landwirtschaft weiterhin hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung. Sie sichert nicht nur die Grundversorgung, sondern erfüllt auch eine stabilisierende Funktion für ländliche Räume. Charakteristisch ist eine überwiegend extensive Bewirtschaftung mit vergleichsweise geringer Flächenkonzentration.
Eine Sonderstellung nimmt die Eichenwirtschaft ein, die als eigenständiger Sektor innerhalb der Landwirtschaft gilt und über erhebliche Export- und Wertschöpfungspotenziale verfügt.
Eichenwirtschaft
Die Eichenwirtschaft stellt eines der ältesten und zugleich identitätsstiftenden Wirtschaftssegmente der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro dar. Sie verbindet agrarische Tradition, biotechnologische Innovation und staatliche Ressourcenpolitik und gilt als Modellfall für die Integration von Nachhaltigkeit und Marktmechanismen innerhalb der tulemistischen Wirtschaftsordnung.
Historische Entwicklung
Seit Beginn der aumenischen Besiedlung wurden Eichen nicht primär als Holzlieferanten, sondern als mehrzweckfähige Kulturpflanzen genutzt. Früh entwickelte sich eine extensive Bewirtschaftungsform, bei der große Eichenhaine über Generationen hinweg genutzt wurden, ohne vollständige Rodung oder Ausbildung von Monokulturen. Diese Struktur erwies sich als außergewöhnlich stabil gegenüber Klimaschwankungen, Schädlingsbefall und Marktverwerfungen.
Mit der Einbindung der svalesischen Inseln entwickelte sich die Eichenwirtschaft zu einem transregionalen System. Die dort wachsende svalesische Eiche wurde im Laufe des 24. Jahrhunderts durch gezielte genetische Eingriffe zu einer hochgradig vielseitigen Nutzpflanze weiterentwickelt.
Die svalesische Eiche
Die svalesische Eiche ist heute keine natürliche Art mehr im engeren Sinne, sondern eine staatlich regulierte Kulturform mit mehreren zugelassenen Varianten. Charakteristisch sind:
- hohe Saftausbeute der Eichenbeeren
- beschleunigte Reifezyklen bei gleichbleibender Lebensdauer
- genetisch fixierte Mehrfachnutzung (Saft, Blatt, Frucht)
- reduzierte Anfälligkeit gegenüber Pilzen und Insekten
Die genetischen Modifikationen unterliegen einem strengen Lizenz- und Kontrollregime. Private Neuzüchtungen sind unzulässig; Züchtungsrechte liegen bei staatlich konzessionierten Instituten.
Produktlinien und Wertschöpfung
Die moderne Eichenwirtschaft gliedert sich in drei Hauptproduktlinien:
Eichenwein
Aus dem Saft der Eichenbeeren wird ein stark alkoholisches Getränk gewonnen, das unter dem Sammelbegriff Eichenwein exportiert wird. Er zählt zu den wichtigsten Agrar-Exportgütern der UAF und gilt insbesondere in Raumfahrt- und Hochtechnologiekreisen als Genuss- und Statusprodukt.
Die Herstellung ist kontingentiert. Exportquoten werden jährlich festgelegt, um Marktstabilität und ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen.
Eichenblatt-Tabak
Getrocknete und fermentierte Eichenblätter dienen als Tabakersatz. Der Konsum ist kulturell unterschiedlich konnotiert: Während er in ländlichen Regionen als Alltagsprodukt gilt, wird er in urbanen Räumen eher als traditionelles Genussmittel wahrgenommen.
Gesundheitlich gilt Eichenblatt-Tabak als weniger schädlich als klassischer Tabak, unterliegt jedoch denselben Konsum- und Jugendschutzregelungen.
Eichelbrand
Die fruchtige Eichel bildet die Grundlage für einen hochwertigen Brand. Aufgrund begrenzter Erträge ist Eichelbrand überwiegend ein Binnenprodukt mit hoher kultureller Bedeutung und geringem Exportanteil. Er wird vor allem bei festlichen und zeremoniellen Anlässen konsumiert.
Eigentums- und Bewirtschaftungsstruktur
Eichenhaine befinden sich überwiegend in kommunalem Eigentum, genossenschaftlicher Bewirtschaftung oder auf langfristig verpachteten Staatsflächen. Großflächiger Privatbesitz ist gesetzlich begrenzt, um Ressourcenmonopole und spekulativen Flächenhandel zu verhindern.
Die Bewirtschaftung erfolgt überwiegend extensiv. Mechanisierte Ernteformen sind nur eingeschränkt zulässig, um Bodenverdichtung und ökologische Schäden zu vermeiden.
Besteuerung und Regulierung
Die Eichenwirtschaft unterliegt einem spezifischen Ressourcen- und Monopolabgabesystem:
- steuerfrei: nachhaltige Grundbewirtschaftung unterhalb definierter Ertragsgrenzen
- besteuert: industrielle Weiterverarbeitung, Exportvolumen, genetische Sondervarianten
- progressiv besteuert: marktbeherrschende Produktionsanteile
Die Einnahmen fließen anteilig in den Stabilisierungsfonds des bedingungslosen Grundeinkommens, in ökologische Erhaltungsprogramme sowie in genetische Sicherheitsarchive.
Ökologische Bedeutung
Eichenhaine gelten als ökologische Pufferzonen. Sie stabilisieren Böden, regulieren Wasserhaushalte und binden langfristig Kohlenstoff. Ihre extensive Nutzung ist ein zentraler Bestandteil der Klimaanpassungsstrategie der UAF.
Genetische Eingriffe unterliegen obligatorischen ökologischen Folgenabschätzungen. Nicht genehmigte Veränderungen gelten als schwere Umweltvergehen.
Gesellschaftliche und kulturelle Rolle
Die Eichenwirtschaft besitzt eine hohe symbolische Bedeutung. Sie prägt regionale Identitäten, Festkulturen und politische Bildsprache. Der Eichenbaum gilt in weiten Teilen der Bevölkerung als Sinnbild für Beständigkeit, Gemeinsinn und generationsübergreifende Verantwortung.
In politischen Debatten wird die Eichenwirtschaft häufig als Gegenmodell zu kurzlebigen Hochtechnologiezyklen angeführt und als Beleg dafür gewertet, dass wirtschaftliche Modernisierung und kulturelle Kontinuität miteinander vereinbar sind.
Industrie, Hochtechnologie und Raumfahrt
Mit dem Einstieg in die Raumfahrt entwickelte sich seit der Mitte des 25. Jahrhunderts ein leistungsfähiger industrieller und wissenschaftlicher Sektor. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Werkstoffforschung, Automatisierung, Raumfahrttechnik, Energietechnik und Informationssysteme. Diese Branchen sind stark exportorientiert und eng mit staatlichen Forschungsprogrammen verflochten.
Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)
Das bedingungslose Grundeinkommen der UAF ist ein seit Anfang 2517 eingeführtes staatliches Finanztransfermodell. Es garantiert jeder Bürgerin und jedem Bürger unabhängig von Einkommen, Vermögen oder Erwerbsstatus eine einheitliche, gesetzlich festgelegte monatliche Zahlung ohne Gegenleistungsverpflichtung.
Mit der Einführung des BGE entfielen sämtliche bisherigen steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen wie Arbeitslosen- oder Sozialhilfe sowie Kindergeld. Bedürftigkeitsprüfungen oder Verpflichtungen zur Erwerbstätigkeit sind nicht vorgesehen.
Besteuerung
Besteuerung des Konsums
Einkommen-, Lohn- und Sozialsteuern wurden vollständig abgeschafft. Jedes Bruttoeinkommen entspricht seither dem Nettoeinkommen. Die Finanzierung des Staates und des BGE erfolgt über eine einheitliche Umsatzsteuer, die sämtliche früheren Steuerarten ersetzt.
Durch die Herauslösung versteckter Steuern aus Produktions- und Wertschöpfungsketten sanken zunächst die Nettopreise. Der anschließende Aufschlag einer hohen Umsatzsteuer führte wieder zum ursprünglichen Endpreisniveau. Der Geldwert blieb stabil, die Staatsquote liegt bei etwa 50 %.
Besteuerung natürlicher Ressourcen
Natürliche Ressourcen gelten als Gemeingut unter staatlicher Hoheit. Ihre Nutzung unterliegt einer gesonderten Ressourcenbesteuerung, die ökologische Folgekosten internalisieren und langfristige Staatsaufgaben finanzieren soll.
Besteuert werden insbesondere nicht-erneuerbare Rohstoffe, großskalige Energiegewinnung sowie außerplanetare Ressourcen. Die Einnahmen sind zweckgebunden und fließen unter anderem in ökologische Regeneration, Infrastruktur, Forschung und die Stabilisierung des BGE-Systems.
Infrastruktur
Im Apora 2515 (Mai GZR) wurde zwischen der Raumfahrt- und Wissenschaftsmetropole Thylruna und der Millionenmetropole Mecdur im Westen von Eldalote der dritte Teilabschnitt der feanarischen Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke in Betrieb genommen. In nur etwa vier Stunden legen die Züge nunmehr die rund 1300 Kilometer zurück. Konventionelle Züge brauchten bis dahin mehr als 10 Stunden. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit liegt bei 350 Stundenkilometern. Das Hochgeschwindigkeitsnetz auf Feanaro soll bis 2520 auf eine Gesamtlänge von rund 12000 Kilometern ausgebaut werden. „Diese Inbetriebnahme zeigt, dass Feanaros Hochgeschwindigkeits-Netz anfängt, Gestalt anzunehmen“, sagte Amras Lissesul, damals Premierminister der Zentral-Föderativen Republik Feanaro (ZFRF). Einen Dämpfer hatte der rasche Ausbau der Bahnstrecken im Juli 2511 erhalten. Damals starben beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Erigon im Osten Eldalotes 420 Menschen. Rund 820 wurden verletzt. Nach dem Unglück ordnete die Regierung eine Sicherheitsüberprüfung des gesamten Netzes und eine Verringerung der maximalen Geschwindigkeiten um 50 auf 350 Stundenkilometer an. Diese Kontrollen hatten die Eröffnung der neuen Trasse Thylruna-Mecdur um etwa zwei Jahre verzögert. Auf der Strecke sind täglich bis zu 140 Züge in beiden Richtungen unterwegs. Stopps erfolgen in 8 Bahnhöfen. Die Trasse sollte auch dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung Feanaros weiter voranzutreiben.
Energie
ENER-GEN, der staatliche Energieversorger der UAF, gibt jährlich einen Überblick über den Energiemix des eigenerzeugten Stromes bekannt. Für 2519 sind das (2518 in Klammern):
- 64,8 % (64,8 %) Solasenergie
- 20,1 % (20,1 %) Windenergie
- 2,3 % (5,3 %) Rot- und Rosenkohle
- 8,5 % (4,5 %) Fusionsenergie (Wasserstoff)
- 1,8 % (2,8 %) Ultöl
- 1,9 % (1,9 %) Eichenholz
- 0,6 % (0,6 %) sonstige (darunter der letzte Atomstromreaktor in Thylruna)
Rot- und Rosenkohlereviere sollen bis Ende 2520 komplett geschlossen werden
Energieminister Senawen Krogemi (TEaA) gab am 12. Fibra 2519 (01.02. GZR) bekannt, dass die Regierung anstrebt, die Rot- und Rosenkohlereviere in Forn-Vespera und Forn-Karpat zu Ende 2520 komplett zu schließen. Außerdem soll der Atomstromreaktor in Thylruna spätestens Mitte 2521 vom Netz genommen werden. Bis spätestens 2525 soll der Anteil der Fusionsenergie bei 20 Prozent liegen.
Erstes Wasserstoffkraftwerk seit Neblas 2519 (November GZR) am Netz
Das Wasserstoffkraftwerk Asgarden 3 wurde am 4. Neblas 2519 (28.11. GZR) ans Netz angeschlossen. Damit stützt sich die Energieversorgung von Forn-Karpat zu 80 Prozent auf die Wasserstofftechnologie.
Aporismus
Apor ist Liebe
Der Aporismus ist eine überwiegend auf dem Gebiet der UAF praktizierte Religion. Als wichtigstes Merkmal wird die Diesseitsbezogenheit des Aporismus angeführt. Die Verehrungsstätten des Aporismus bezeichnet man als Aporismus-Kelche. An der Spitze der Kelchhierarchie steht der Apor-Kelch, wo die oberste Gottheit Apor verehrt wird. Weitere wichtige Gottheiten des Aporismus sind die Brüder Hyafin und Zepandil, die im ancalischen Mythos von der Entstehung der Welt eine maßgebliche Rolle spielen. Nach diesem Mythos existieren dank der göttlichen Fügung des Apor unzählige Welten nebeneinander, die sich lediglich in Nuancen voneinander unterscheiden. Alle diese parallelen Welten sind durch Apor beseelt worden; diese Beseelung geschah im Falle von Ultos durch die von ihm nur für diese Welt eingesetzten Brüder Hyafin und Zepandil. Die in den Kelchen aufbewahrten Verehrungsgegenstände (Aporai) gelten als „Wohnsitz“ der verehrten Gottheit und werden lediglich an hohen aporistischen Feiertagen hergezeigt. Typische Aporai sind Gegenstände, die in der ancalischen Frühzeit, als deren Herstellung im Land selbst noch nicht beherrscht wurde, in geringer Zahl vom murabischen Festland nach Ancalim gelangten und dort als Wunderwerke galten; darunter die sogenannten „Krummjuwelen“. Es können aber auch Statuen oder andere Objekte als Aporai dienen. Die Kelch-Priester selbst tragen Zeremonialgewänder. Sie sind u. a. durch Kopfbedeckungen aus Eichenblättern charakterisiert. Ein spezifisches rituelles Instrument ist das Lindal, eine Art Zepter aus Eichenharz, das ehemals auch als Symbol weltlicher Herrschaft fungierte. Oberster geistlicher Führer des Aporismus ist der Mahtan. Als Zeichen seiner Würde gelten das „Goldene Lindal“ und ein speziell angepasster Ring, der sogenannte „Silberne Venenar“. Der Sitz des Mahtan, das sogenannte Mahtanat, befindet sich in der Millionenmetropole Erigon im Osten von Eldalote.
Cada VI. - Stärkung nach Einheit
Seit dem 13. Meira 2518 (22.02. GZR) ist Mahtan Cada VI. oberster geistlicher Führer aller Aporisten von Ultos. Im dritten Wahlgang wurde der oberste Aporist von Forn-Karpat, Casvis Dapi zum Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen Mahtan Zara II. gewählt. Cada ist der 262. Mahtan und der sechste mit dem Namen Cada. Casvis Dapi wurde am 6. Zephan 2468 (25.07. GZR) in Asgarden (Forn-Karpat) als zweiter Sohn eines feanarischen Diplomaten und einer forn-karpatischen Wissenschaftlerin geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Studium der aporistischen Theologie und war auch zwei Jahre als Wandermönch unterwegs. Etliche Jahre verbrachte er auch in Neu-Weimar, wo er zweimal zum Trifol gewählt wurde und in dieser Funktion für die Unabhängigkeit der FRNW kämpfte. Seit 2515 war Casvis Dapi oberster Aporist der Fernen Stätte Forn-Karpat. Eine offizielle Statistik nennt für das Jahr 2517 etwa 99 Millionen Gläubige, was etwa 94 % der Bevölkerung entspricht. Ultosweit gibt es geschätzt circa 56 Millionen weitere Aporisten; einige wenige müssen ihre Religion aber teilweise im Verborgenen leben.
Der Aporismus kennt folgende hohe Feiertage
- 4. Apora – Fest des Apor
- 19. Hyafin – Fest des Zepandil
- 4. Sichin – Fest des Hyafin
In unregelmässigen Abständen erlässt der Mahtan die Weisung „Summa Summarum“ – kurz Summsumm. Die Summsumm ist ein Rundschreiben an die Kelchpriester des Aporismus, wendet sich aber nicht nur an die Gläubigen, sondern an alle Menschen, die guten Willens sind. Mahtan Zara II. hatte ein Summsumm erlassen. Es trägt den Titel „Das Höhere gibt dem Niederen Sinn. Das Sinnlose erniedrigt das Hohe. Das Höchste von allem ist die Ganzheit.“ In theologischer Hinsicht ist Cada VI. als Gegenentwurf zu den beiden letzten Mahtanen, Zara II. und Jobo XII. zu betrachten. In seinem Wahlspruch "Apor-Ultos-Einigkeit" klingt bereits an, dass er den Aporismus weltpolitisch stärken will. Sein erstes Summsumm trägt den Titel "Nachdem die Einheit der ancalischen Territorien wiederhergestellt ist, gilt es, den Aporismus zu stärken!"
Verteidigung
Die Streitkräfte (Tentara) der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro sind das Militär der UAF, ein zentrales Instrument der Aussen- und Verteidigungspolitik. Sie bestehen aus den sieben Teilstreitkräften: Heer, Luftwaffe, Marine, Marine Korps, Raum Korps, BAMBU Korps und Küstenwache. Die sieben Teilstreitkräfte bestehen - Stand 20. Jobo 2520 (30.06. GZR) - aus 660.000 aktiven Soldaten und rund 1 Million Reservisten, die im Verteidigungsfall in die Teilstreitkräfte und in die paramilitärischen Heimatschutz-Regimenter (Tentara Domu - TEDO) der Unionsstaaten eingegliedert werden. Die Heimatschutz-Regimenter unterstehen dem jeweiligen Regierungschef der Unionsstaaten; sie werden im Frieden vom Heimatschutzministerium der UAF koordiniert.
Zusätzlich verfügen die UAF-Streitkräfte über knapp 350.000 zivile Mitarbeiter. Oberbefehlshaber ist der Begam der UAF, während das ancalische Parlament die demokratische Kontrolle ausübt. Die älteste Teilstreitkraft ist das Heer, welches 2275 gegründet wurde, die jüngste ist die 2518 gegründete Raumflotte.
Nach weitläufiger Fremdeinschätzung, ancalischer Eigendarstellung und politikwissenschaftlichem Konsens zählen die Streitkräfte der UAF mit zu den schlagkräftigsten der Welt. Diese Schlagkraft fusst auf dem großen Militärbudget, aus dem die umfangreichsten Anteile in Aufklärung, Informationsfluss, Vernetzung, Ausrüstung und Forschung fließen. Der Etat liegt im Haushaltsjahr 2018 bei 166 Milliarden Ramil. Technische Innovationen und Personalentwicklungsmaßnahmen im Militär der UAF sind für die Partner im BAMBU und andere Verbündete wegweisend.
Teilstreitkräfte
Die sieben Teilstreitkräfte (Tentara Nasional) des Militärs sind juristisch betrachtet Behörden, deren rein defensiven Auftrag die ancalische Verfassung definiert. Sechs von ihnen, nämlich das Heer, die Luftwaffe, die Marine, das Marine Korps, das Raum Korps und das BAMBU Korps verfügen über ein eigenes Ressort im Oktogon, dem Sitz des Verteidigungsministeriums der UAF. Die Küstenwache untersteht aufgrund ihrer überwiegend nichtmilitärischen Aufgabenstellung in Friedenszeiten dem Ministerium für Inneres, auch wenn sie per Gesetz als Teilstreitkraft gilt. Im Falle einer Kriegserklärung oder eines Begamerlasses wird sie dem Oktogon unterstellt, bis der Begam ihm diese Oberaufsicht wieder entzieht. Die ancalischen Teilstreitkräfte sind ungewöhnlich autark. In ihren Strukturen ähneln sie sich sehr, was die Kompatibilität untereinander erhöht.
Heer
Das Heer (Tentara Woisko - TEWO) der UAF hat eine Mannstärke von rund 280.000. Charakteristisch für das Heer sind die vollständige Durchmotorisierung, die Betonung von Kommandomissionen und Spezialeinheiten sowie das Gefecht der verbundenen Waffen bereits innerhalb der Streitkraft. Durch ihre Wurzeln in der ancalischen Revolution ist sie die älteste der nationalen Teilstreitkräfte.
Luftwaffe
Die Luftwaffe (Tentara Lotnic - TELO) ist mit rund 60.000 Soldaten und rund 1.000 Fluggeräten das strategische Kernstück der UAF-Streitkräfte. Ihr Anteil am gesamten Verteidigungsbudget ist mit etwa 30 % der größte. Die Geschichte der militärischen Luftfahrt begann im Jahre 2407. Erst 2447 wurde die Luftwaffe eine eigenständige Teilstreitkraft. Neben der Luftwaffe haben die Nationalgarde, die Armee, das Marinekorps, die Küstenwache und die Marine zahlreiche Luftfahrzeuge (diese zählen nur indirekt zu den Luftstreitkräften der UAF).
Marine
Die Marine (Tentara Marina - TEMA) der UAF verfügt über 60.000 Mann. Sie umfasst darüber hinaus 120 Schiffe und 400 Fluggeräte. Aufgrund der geographischen Lage der UAF ergibt sich für die zweitälteste Streitkraft eine besondere strategische Bedeutung.
Marine Korps
Militärisches, mediales und populärkulturelles Aushängeschild der UAF ist das Marine Korps (Tentara Morski - TEMO). 30.000 Soldaten sind in Expeditionsstreitkräfte, sogenannte Marineexpeditionskorps, eingeteilt und kommen in der Offensive oft als erste zum Einsatz. Das Marinekorps ist von der Marine abhängig, verfügt aber im Gegensatz zu den anderen Teilstreitkräften über fast alle Waffengattungen.
Raum Korps
Das Raum Korps (Tentara Kosmic - TEKO) der UAF wurde durch Direktive von Begam Nodecano Furyatan im Jahre 2518 aus dem Luftwaffen-Raumkommando zu einem separaten Zweig der UAF-Streitkräfte umgewandelt. Es hat derzeit eine Stärke von 20.000 Mann.
BAMBU Korps
Das BAMBU Korps (Tentara BAMBU - TEBA) der UAF besteht aus 170.000 SoldatInnen. Das Korps wurde 2515 aufgestellt und ist dem Bamberger Bund (BAMBU) unterstellt.
Küstenwache
Die Küstenwache (Tentara Okron - TEOK) der UAF untersteht in Friedenszeiten nicht dem Verteidigungsministerium, sondern dem Ministerium für Inneres. Ihre 40.000 Mann sind unter anderem mit den Aufgaben Küstenschutz, Katastrophenschutz, Kriminalitätsbekämpfung zur See sowie Umweltschutz betraut. Sie arbeitet eng mit den Teilstreitkräften zusammen und verfügt über begrenzte militärische Kapazitäten und entstand 2415 aus verschiedenen küstenschützenden Behörden.
Unterstützungseinheiten
Ein Großteil des UAF-Militärs ist mit Aufgaben betraut, die nicht oder ausschließlich indirekt zur Beeinflussung des Kampfgeschehens beitragen. Insofern ist eine breite Streitkräftebasis vorhanden, die aber nicht im Sinne des Begriffs in einer einzigen Behörde institutionalisiert und von dieser verkörpert wird.
Ein zentraler Sanitätsdienst existiert nicht. Die medizinische Versorgung obliegt den Teilstreitkräften, wobei das Marinekorps und die Küstenwache hier wie bei anderen Angelegenheiten Zugang zu den Einrichtungen der Marine haben.
Raumfahrt
FEASAT - der Weg Feanaros ins All
Erste Versuche mit Feststoffraketen werden seitens der Republik Feanaro bereits in den zwanziger Jahren des 25. Jahrhunderts unternommen. Der FEASAT, ursprünglich 2417 als FSRO - Feanarische Satelliten- und Raumfahrtorganisation gegründet gelingt es am 2. Zephan 2422 (21.07. GZR), den ersten Satelliten ins All zu transportieren. FeaDat-1 war ein Mediensatellit, der unter anderem hochauflösendes Fernsehen in alle Haushalte der Republik brachte. Am 16. Jobo 2443 (15.07. GZR) verkündet der damalige Premierminister Findecano Arcamenel die Durchführung einer bemannten Mission zu einem der drei Ultos-Monde. Bereits 12 Jahre später, am 19. Hyafin 2455 (27.08. GZR) erreichen vier Feanauten den Ultosmond Jasny. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entsteht aus einem einfachen Basislager eine rund zehn Kilometer durchmessende Mondbasis. Aus Anlass der Hundertjahr-Feier der Republik Feanaro und zur Erinnerung an Angarato Falassion, den ersten Präsidenten (Begam) der Republik, heißt die Mondbasis seit dem 9. Vortin 2507 (26.09. GZR) Angarato-Space-Center (ASC).
TaE - Union der Himmel
Taron as Evoth (TaE) ist die Raumfahrtorganisation der Asgarden-Pakt-Staaten (Staatenbund Karpatischer Staaten, Espinien, Diktatistan und Ancalim-Feanaro). Auf kanabisch bedeutet das so viel wie Vereinigung bzw. Union der Himmel. Gegründet wird der TaE am 20. Adom 2516 (10.04. GZR) in Bamberg anlässlich einer Sondersitzung der G4-Staaten. Der Hauptsitz des TaE ist Bamberg, nicht zuletzt auf Grund der dort vorhandenen Infrastruktur des BAMBU-Zentrums. Neben den Raumhäfen in Bamberg und im feanarisch-ancalischen Thylruna werden auch einige abgelegene espinische Inseln genutzt. Ein langfristiges Ziel ist die Einrichtung ständig bemannter Raumstationen auf anderen Planeten des Solassystems; eine eventuelle Besiedlung ähnlich dem ancalisch-feanarischen Angarato-Space-Center (ASC) auf Jasny wird nicht ausgeschlossen. Projekte der Rüstungsindustrie (defensiv) stehen ebenso auf der Agenda wie die weitere Forschung für die Raumfahrtindustrie. Zum ersten Vorsitzenden des TaE wird Ost Gargarbar, Jennitias bekanntester Physiker und Bürger der Heiligen Küste ernannt.
Orbitalhafen - Fortschritt auf dem Weg ins All
Mit der Idee, über dem Äquator von Ultos einen Orbitalhafen zu bauen, wendet sich am 14. Siptil 2517 (23.06. GZR) Begam Nodecano Furyatan an die großen ultischen Wirtschaftsmächte. Der Plan sieht vor, den Orbitalhafen in einer Höhe von ca. 2,8 gy (rund 1 .000 km) stationär über dem Äquator zu positionieren. Als Gegenstationen kämen entweder eine künstliche schwimmende Insel im Ozean oder alternativ ein riesiges Flugfeld im Inneren von Murabien in Frage. Der ursprüngliche Ansatz der UAF-Regierung war die verbesserte Versorgung des Angarato Space Centers auf Jasny sowie der sog. Fernen Stätten Forn-Vespara und Forn-Karpat. Schnell war aber klar, dass das Projekt selbst für den Asgarden-Pakt eine Nummer zu groß sein würde. Insofern suchte der Asgarden-Pakt jetzt Verbündete auf ganz Ultos und hoffte auf den Einstieg der IADN, eventuell sogar auf Federführung durch die ITUF. ITUFGeneralsekretär Norman Dinavier zeigte sich im Interview mit der Feanaro Times durchaus aufgeschlossen: "Ich betrachte das Projekt als gesamtultischen Schritt in die Zukunft. Der interkontinentale Warenverkehr, aber auch der Personenverkehr zwischen den Staaten könnten erheblich beschleunigt werden. Außerdem wäre ein solcher Orbitalhafen ein Riesenfortschritt auf dem Weg ins All", so Dinavier. Indes sichern die beiden größten und traditionell rivalisierenden Volkswirtschaften, DVD und FRNX, überraschend schnell ihre Unterstützung für das Projekt zu. So bekundete Adam Aarherz, provisorischer Regulator der DVD, seine Zustimmung: "Ich hoffe, dass der Orbitalhafen die Völker von Ultos nicht nur logistisch, sondern auch emotional verbinden wird. In diesem Projekt steckt eine große Vision." Die DVD, die mit Gertanesien und Aumen Territorien weit außerhalb des zentralen davischen Kontinentes besitzt, dürfte von dem Projekt massiv profitieren.
FRNX - Rivalität wird zu Kooperation
FRNX-Premier Al Køh äußerte online: "Wahnsinnsprojekt von Furyatan, FRNX sichert UAF volle Kooperation zu!" In einem nachfolgenden Interview wurde Køh konkreter: Der Orbitalhafen würde die infrastrukturell schwierige Anbindung zwischen Torunien, FRNXisch Gertanesien, dem Taonga-Archipel, Xala-Tantôr (Nordkarpaten) sowie dem FRNXisch kontrolliertem Westteil Murabiens verbessern, so Køh. Daher sehe die FRNX enormes Potential in dem Projekt und werde sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln an Entwicklung und Realisierung beteiligen. Es gab auch kreative Beiträge zu einem solchen Projekt. So schlug der uranische Komponist Sàrr dí Lèmma eine musikalische Untermalung der Bauarbeiten vor. "Orbitalhafenharfenspieler spielen Orbitalhafenharfen im Orbitalharfenhafen", betitelte er seine jüngste Sinfonie, die er als besonders geeignet für Bauarbeiten im All bezeichnete. Bleibt zu hoffen, dass sich die Bündnisse hier weiterhin zusammenraufen und gemeinsam den Schritt nach vorne wagen. Die UAF hat jedenfalls als vertrauensbildende Maßnahme zugesagt, im Falle der Realisierung ihre im Bau befindliche Raumstation sowie drei Staffeln von jeweils neun Raumsperbern in das Projekt einzubringen.
ASC - Angarato Space Center auf Jasny hat 870.000 Einwohner
Erstmals zum Jahreswechsel 2517/2518 durften jetzt zwei Teams von zentapress und HKMedia mit einem Raumsperber der zweiten Generation auf Einladung der UAF-Führung das ASC besuchen und eine Reportage drehen. Falk von Greifenstein berichtet am 5. Einar 2518 (05.01. GZR) von seinen Eindrücken: "Wenn man sich dem Südpol von Jasny nähert, fallen einem schroffe, zerklüftete und kilometerhohe Gebirgszüge auf, die lediglich von tiefen Tälern durchbrochen sind. Am exakten Südpol wird dieser wildromantische Anblick aber gestört; dort erhebt sich eine zwei Kilometer hohe Panzerplastik-Kuppel über einem Areal mit einem Durchmesser von mittlerweile gut 20 Kilometern. Das ist alles, was man vom All aus vom Angarato Space Center (ASC) zu sehen bekommt. Was Menschenhand dort im Laufe von 62 Jahren geschaffen hat, kann man getrost als eine beeindruckende Leistung feanarischer Raumfahrt- und Ingenieurskunst bezeichnen.
Beeindruckend ist schon der Anflug auf das ASC. Rund um die Panzerplast-Kuppel erkennt man in 1.000-Meter-Abständen Hangartore von 200 Meter Breite, einer Höhe von 100 Meter und einer Schleusentiefe von 50 Metern. Noch beindruckender ist nach dem Ausstieg, dass wir uns in einer von offenbar vielen Kavernen befinden mit einem hervorragenden Blick auf eine Ansiedlung, die jedem Vergleich mit einer Stadt auf Ultos standhält. Diese Stadt weist klare Strukturen auf und wirkt wie am Reißbrett angelegt. Größere und kleinere Bauten ziehen sich an schnurgeraden Straßenzügen entlang. Wir erkennen Geschäftszentren und Wohnblöcke, Fabrikanlagen und Lagerhallen, wie sie auch auf Ultos zu finden sind. An den Rändern der Kaverne winden sich Straßen in die Höhe. Sie sind besetzt von Gebäuden, bei denen es sich wohl um die besseren und bevorzugten Wohnquartiere handelt. Breite Verkehrsadern ziehen sich durch die Kaverne und verlieren sich an den Rändern in Öffnungen, die zu weiteren Kavernen führen. Große, freie Flächen mitten in dieser Stadt sind als Parks angelegt. Während eine angenehme, von Ultos gewohnte Gravitation herrscht, sind diese Parks in der normalen Jasny-Schwerkraft verblieben. Dem Betrachter eröffnen sich gänzlich neue Eindrücke auf fast schon ätherisch anmutende Gewächse, denen man die Herkunft von Ultos kaum mehr anmerkt.
Die rund 870.000 Bewohner scheinen sich wohl zu fühlen. Es handelt sich vornehmlich um Raumsperberpiloten mit ihren Familien, Militärs und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen. Aber auch Glücksritter aller Art sind anzufinden. Gut integriert sind auch Angehörige nichtancalischer Völker, vor allem aus dem Asgarden- und BAMBU–Umfeld. Gespannt sind wir auch, ob wir das Herzstück vom ASC, den Großrechner JASCO, zu sehen bekommen. JASCO, jenes Zentrum der ancalischen Raumfahrt, um das sich Gerüchte ranken und ohne dass der technologische Standard der ancalischen Raumfahrt nicht möglich wäre.“
Die vollständige Reportage wurde Anfang 2518 von Notflux-3 ausgestrahlt und ist in der Mediathek abrufbar ...
RSA - Raumsperberantrieb widersetzt sich dem dritten Oldtonschen Gesetz
Am 3. Fantin 2518 (10.10. GZR) überträgt Begam Nodecano Furyatan die gesamte Forschung und Entwicklung der Raumsperbertechnologie dem BAMBU und der TaE: „Die Erforschung des Weltraums ist existenziell für alle Völker von Ultos. Die UAF stellt daher ihre bisherigen Forschungsergebnisse zur Verfügung, um die Raumsperbertechnologie gemeinsam weiterentwickeln zu können.“
Indirekt werden bei der Präsentation Gerüchte bestätigt, dass es sich beim Raumsperberantrieb (RSA) um ein in sich geschlossenes Nanowellensystem handeln, in dem elektrische Energie in Schubkraft umgewandelt wird. Der RSA wurde in der Vergangenheit immer wieder als unmöglich abgetan, da er sich dem dritten Oldtonschen Gesetz, dem Wechselwirkungsprinzip, und dem daraus resultierenden Impulserhaltungssatz widersetzt. Da das Wechselwirkungsprinzip besagt, dass jede Aktion zwingend eine gleichgroße Gegenreaktion auslösen muss, scheint das seltene, nur auf Feawen in den Isil Mountains vorkommende Carnesit (Ct-135) ausschlaggebend zu sein.
IKRN - im Gleichklang mit BLØF und TaE ins All
Die Raumfahrtorganisation FEASAT wurde, ebenfalls am 3. Fantin 2518 (10.10. GZR) der TaE unterstellt. Sie ist seit dem 5. Fibra 2519 (25.01. GZR) auch Mitglied im IKRN.
Kultur
Seit der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts prägten größtenteils aumenische Einwanderer die Kultur Feanaros. Dabei gibt es bedeutende regionale Unterschiede: Eldalote zum Beispiel ist vornehmlich aumenisch geprägt. In den letzten Jahrzehnten erlebte schließlich auch die Feawen-Kultur einen Aufschwung. Die Feawen sind die Ureinwohner der Südost-Insel. Außerdem verzeichnete das Land große Einwanderungsströme von den karpatischen Inseln und – vor allem in den letzten Jahren – aus der Svalesischen Föderation. Diese ethnischen Gruppen leben hauptsächlich im Süden von Feawen. Folglich treffen in Feanaro verschiedenste Kulturen aufeinander. Das Land ist stolz auf seine Integrationspolitik und heißt Einwanderer grundsätzlich willkommen.
Feiertage
Musik
Huor Tiwele feiert als Leadsänger große Erfolge mit den Faxelzischern. Deren grösster Hit wurde von ihm während einer Weinverkostung in Lotental quasi nebenbei komponiert.
Tiwele wurde als fünfzehntes Kind des nörgelstanisch-feanarischen Ehepaares Marianne und Michael Tiwele in Tranceheaven geboren. Der Vater arbeitete als Kaugummierntehelfer und die Mutter als Schnapsverkosterin an einer Wirtschaftsschule. Die Großeltern waren Gertanesen, die 2441 nach Aumen deportiert worden waren. 2488 siedelten seine Eltern mit ihm und sechs Geschwistern nach Erigon aus. Als Schüler einer Wiesendorfschule in Golmsdorf nahm er erfolglos an Theater-AGs und Musicalkursen teil.
Nach dem Wiesendorfschulabschluss im Jahr 2500 absolvierte Tiwele an der Stage & Musical School in Erigon eine sechsjährige Ausbildung, die er 2506 mit der Bühnenhelferreifeprüfung als staatlich nicht anerkannter Musicalkomparse beendete. Während seiner Ausbildung erhielt er zufällig sein erstes Engagement. Er trat am Staatstheater Finrod in der Begam Horror Show sowie im Volkstheater Golmsdorf in der Schlagerrevue Sixty-sixty und dem Musical Rainertevka auf.
Seit Mai 2508 ist Tiwele mit sich selbst liiert und hat beschlossen, das Altern einzustellen und wieder jünger zu werden. Die Selbstliierung (Cuthalis) ist eine im Aporismus durchaus übliche Praxis in Anerkennung des aporistischen Bruderprinzips (Hyafin und Zepandil). Gültigkeit erlangt sie aber nur durch ein von einem Kelch-Priester zelebriertes Ritual, wobei dem Lindal wesentliche Bedeutung zukommt.
Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass die Cuthalis in Tiweles Fall höchstpersönlich durch Mahtan Zara II. vorgenommen wurde, was seitens des Mahtanats aber weder bestätigt noch dementiert wurde.
Sehenswürdigkeiten
Isil Mountains
Entlang einer über eintausend Kilometer langen Auffaltung erheben sich auf Feawen gewaltige Gebirgsketten, die allesamt Teile der Isil Mountains sind. Das Felsengebirge splittert sich in verschiedene Bergkämme auf, die sich in nord-südlicher oder nordwestlich-südöstlicher Richtung erstrecken. Diese Bergkämme begrenzen und markieren die Übergänge in ausgedehnte Beckenlandschaften, die von den Gebirgszügen eingerahmt werden.
Eine der beeindruckendsten Auffaltungen der Isil Mountains ist das Anarane-Gebirge, das sich hoch und wild zerklüftet präsentiert. Ein Sinnbild mächtiger und unberührter Natur ist der Anarane Peak, der zweithöchste Berg der Südost-Insel, am Rande des gleichnamigen Nationalparks.
Aufgrund ihrer relativ ergiebigen Niederschläge sind die Bergketten der Isil Mountains dicht bewaldet. Wegen der Höhe und der Rauheit des Klimas herrschen Nadelbäume vor, mit denen die feanarische Holzwirtschaft ein einträgliches Geschäft erzielt. Außerdem liegen unter dem Gestein wertvolle Rohstoffe wie Ölschiefer, Steinkohle und Carnesit. Dieses Element mit der Ordnungszahl 135 ist für die feanarische Raumfahrt von großer Bedeutung. In den ausgedehnten Beckenlandschaften hingegen dominiert wie auf ganz Feanaro die Eiche. Weiterhin ist der Berg-Tourismus von ganzjähriger Bedeutung.
Erlebnispark Isla Neblar
Die Nebelinsel (pahrisch: Isla Neblar) ist eine Insel etwa 190 km von der Ostküste Amraniens entfernt. Der Name bezieht sich auf die Nebelwälder im Inneren der Insel. Auf der Insel gibt es einen Erlebnispark, in dem als Hauptattraktion aus prähistorischer DNS geklonte Tiere und Pflanzen einem breiten Publikum öffentlich gemacht werden.
Die Insel hat die Form einer umgedrehten Nase. Die Westküste ist sehr rau und bergig. Grüne Klippen und Wasserfälle, die in tiefe, enge Täler stürzen. Von diesen Bergen aus fließen mehrere Flüsse in den östlich gelegenen Erlebnispark.
Der nördliche Teil der Insel ist ebenfalls ziemlich bergig, dazu auch teilweise vulkanisch. Einer der beeindruckendsten Berge ist der Mount Apor. Der Berg hat die Form eines Kelches und soll der Überlieferung zufolge von Apor selbst errichtet worden sein.
Die Neunturm-Anlage von Lenwerul
Nordwestlich der amranischen Stadt Lenwerul, am Fuße des Binta-Massivs, liegt eines der neun ultischen Weltwunder: die Neunturm-Anlage von Lenwerul. Die aus ursprünglich neun Türmen bestehende Anlage war in einer Bauweise errichtet, die dem ganzen Bauwerk den Anschein gab, es würde sich um in Trümmern liegende Ruinen handeln. Tatsächlich waren die Türme aber intakt; der Trümmercharakter sollte darüber hinwegtäuschen.
In archaischer Zeit hatten die Ureinwohner Amraniens, die sogenannten Louxis, das Bestreben, von ihren Feinden nicht gefunden zu werden und zogen sich in Kriegszeiten in die Turmanlagen zurück. Von den ursprünglich neun Türmen hat nur einer relativ unbeschadet die Zeiten überstanden. Der Rest wurde von der Zeit geschliffen und von der Natur überwuchert. Lediglich der zentrale Turm mit einer Höhe von nach wie vor 315 Metern ist relativ gut erhalten und wird von der amranischen Altertumsverwaltung gepflegt. Deren Chef, der Archäologe Zajo Haxett, weiss von alten Sagen zu berichten, in denen die Louxis mit Hilfe der Anlage mit weit entfernten Planeten kommunizieren konnten. Diese und andere abenteuerliche Geschichten erzählt Haxett, der sich selbst als „Türmer“ bezeichnet, jedem interessierten und geneigten Zuhörer.
Im Laufe der Jahrzehnte rankten sich viele Legenden um Haxett, dem ein Alter von einhundertfünfzig Jahren nachgesagt wird. Die amranische Regierung duldet diesen Kult mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Weinend, weil die kruden Verschwörungstheorien auf ganz Ultos vielfach auf fruchtbaren Boden fallen. Lachend, weil durch eine geschickte Vermarktung jährlich Millionen Besucher den Weg nach Amranien finden und für einen boomenden Tourismus sorgen. Unlängst ist das neunte Buch von Zajo Haxett erschienen: „Signale in die sechste Dimension“. Hierin berichtet er, dass die Neunturmanlage in grauer Vorzeit alle dreiundzwanzig Stunden und achtzehn Minuten sechsdimensionale Signale abgestrahlt habe. Das Buch fesselt den Leser auf knapp 800 Seiten, lässt ihn aber am Ende ratlos zurück. So oder so aber ein Bestseller, den sie über jeden gut sortierten Versandhandel für 39 Ramil bestellen können. Oder sie besuchen Lenwerul, kaufen das Buch direkt bei Haxett und lassen sich von ihm in eine unglaubliche Welt entführen.
| Staaten und Autonome Territorien in Murabien |
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| Bamberger Bund (BAMBU) | |
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| Staaten des Asgarden Paktes | |
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