Erkassische Republik

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Érkasjo Republíka (erkassisch)
Erkassisje Republiek (ratesisch)
Еркассийская Республика (torassisch)
Erkassische Republik
ErkassienFlaggeNeu.png
rahemnlos
Amtssprache Erkassisch

Anerkannte Minderheitensprachen:
Ratesisch, Torassisch
Hauptstadt Luzímbora
Staatsform Föderale Republik
Regierungsform Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Staatspräsident
Jusuw Efgaswója
Regierungschef Präsident der Staatsversammlung
Fajwel Trekíwe
Fläche 187.251 km²
Einwohnerzahl 54.519.000 (12/2517)
Bevölkerungsdichte 291,2 Einwohner pro km²
Währung Erkassischer Yenov (ÉY)
Nationalfeiertag 4. Mai (Tag der Republikgründung)
Kfz-Kennzeichen ERK
Internet-TLD .er
Telefonvorwahl +81


Die Erkassische Republik (erkassisch Érkasjo Republíka), meist kurz Erkassien (erk. Érkasje) genannt, ist ein föderaler Staat im Südosten Akronors. Das Land besteht aus 7 teilsouveränen Gliedstaaten, sogenannten Präfekturen (erk. prefetóra), von welchen eine die Hauptstadt Luzímbora ist. Im Westen grenzt Erkassien an Torassia und Graufurd und im Norden an Buspor. Das Amt des Staatspräsidenten hält seit dem Jahre 2514 Jusuw Efgaswója (NL) inne.

Geografie

Bevölkerung

Geschichte

Frühgeschichte

Die ersten Menschen ließen sich nach heutigem Wissensstand wahrscheinlich in der Zeit des 10. Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Staates Erkassien nieder, wo sie zunächst in Stämmen und anderen stammesähnlichen Gemeinschaften lebten. Im späten 15. Jahrhundert bildeten sich schließlich in Form von Fürstentümern und Grafschaften die ersten Kleinstaaten. Obwohl alle Bewohner dieser frühen Kleinstaaten die selben Vorfahren hatten und bis auf einige Gebiete die selbe Sprache sprachen, herrschte keinerlei politische Einheit unter ihnen. Im Verlauf der nächsten Jahrhunderte entwickelten sich das Herzogtum Ratesien und das Fürstentum Salvatien zu den einflussreichsten der dutzenden erkassischen Kleinstaaten. Während Ratesien sein Territorium hauptsächlich durch Eroberungen vergrößerte, schlug Salvatien den diplomatischen Weg ein. Durch Verhandlungen schloss es sich mit mehreren benachbarten Fürstentümern zu einer Großmonarchie, dem Königreich Salvatien zusammen. Die „alten“ Herrscher behielten ihre Macht auf regionaler Ebene, doch die neu geschaffene salvatische Krone sollte als darübergeschaltete Instanz das letzte Wort haben. Nach einer Wahl der Adeligen des Landes wurde der jüngste Sohn der angesehen Adelsfamilie Kenvobí, bald bekannt als Mikaél I., am 17. September 1798 zum ersten salvatischen König gekrönt.

Bis in das 24. Jahrhundert hinein dehnten beide Staaten ihr Hoheitsgebiet auf nahezu das gesamte Gebiet des heutigen Erkassiens aus. Von einer Übernahme verschont blieben die äußersten Regionen der heutigen Präfekturen Konoviland, Wátland und Tharonien. Auf den tharonischen Inseln waren die Erkassier eine Minderheit und lebten hauptsächlich entlang der Küsten, in von ihnen selbst gegründeten Hafenstädten.

Ihre Expansionspolitik setzten Salvatien und Ratesien für lange Zeit unbeschwert fort, bis sie im Jahre 2362 auf den Widerstand der verbleibenden Kleinstaaten stießen. Als dann sowohl in Ratesien als auch in Salvatien panerkassisch gesinnte Monarchen ihr Amt antraten, entschloss man sich, die Waffen niederzulegen und zu verhandeln. Das Wort „erkassisch“ („érkasjo“, nach alter Rechtschreibung „êrghasyio“) war ursprünglich eine Bezeichnung für alle Bewohner der Gebiete des heutigen Erkassiens und wurde erstmals 2258 als Landesbezeichnung (Erkassia) verwendet. Dieses Wort vereint all diese unterschiedlichen kleinen Länder in dem Ziel, sich auf ihre Gemeinsamkeiten zu besinnen und ein gemeinsames Reich zu gründen.

Erkassisches Reich (2365–2374)

Die Errichtung des ersten erkassischen Nationalstaates geschah auf dem am 12. August 2365 einberufenen Reichstag zu Dudniz (Felékdjazú vy Dudniz), auf dem das Erkassische Reich (Érkasjo Felék) ausgerufen wurde. Laut der beschlossenen Verfassung sollte das Reich von einem gewählten König regiert werden. Die bisherigen Monarchien werden in Reichsländer umgewandelt, welche jedoch nur der Verwaltung dienten und nur wenig eigene Macht besaßen, da das Reich zu weiten Teilen zentralistisch verwaltet wurde. Während das Gebiet der Reichsländer Salvatien und Ratesien deckungsgleich mit dem der ehemaligen Monarchien war, wurden die kleinen Monarchien zu größeren Reichsländern zusammengefasst. Alle Kleinstaaten im Westen schloss man zum Reichsland West-Erkassien zusammen, und die im Osten zum Reichsland Wátland.

Die Tharonischen Inseln mit ihren beiden größten Inseln Seróda und Likaczetí gehörten dem gleichnamigen Königreich Tharonien an. Es war ein sehr rückständiges Land, welches kein Teil des Erkassischen Reiches wurde; hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass dort vor allem eingeborene Völker lebten, die schon länger mit den vor hunderten Jahren eingewanderten erkassichen Siedlern im Clinch lagen und somit erst recht kein Teil eines erkassischen Nationalstaates werden wollten. Als einige von ihnen jedoch am 26. April 2371 die erkassische Fischersiedlung Úhoen (heute: Óuen) niederbrannten, erklärte ihnen das Reich den Krieg und brachte die gesamte Inselgruppe binnen weniger Tage unter seine Kontrolle. Man löste das Königreich Tharonien auf und errichtete auf den Inseln das Schutzgebiet der südwestlichen Inseln. Die Verwendung des alten Namens „Tharonien“ wurde bewusst vermieden, um die Hoffnung der Eingeborenen, jemals wieder ein unabhängiges Land zu werden, zu zerschlagen und jegliche Erinnerung an die nicht-erkassische Vergangenheit der Inseln zu unterbinden.

Trotz dieses Triumphes begann im Jahr 2372 die Freude über den vereinten Nationalstaat zu bröckeln, ausgelöst durch das Reichsland Ratesien. Dieses blockierte im Reichsrat ein Gesetz, welches die neue standardisierte erkassiche Sprache zur alleinigen Amtssprache des Reiches machen würde. Denn die Mehrheit der Bevölkerung Ratesiens sprach Ratesisch, eine gertanesiche Sprache, welche mit dem Erkassichen nicht verwandt ist und schon immer für Diskussion und Zwietracht sorgte, diese Auseinandersetzungen bezeichnete man kollektiv als den „Ratesischen Sprachstreit“. Dieser kochte bald schon so weit hoch, dass er, gemischt mit anderen, länger andauernden innenpolitischen Streitthemen das Ende des Erkassischen Reiches einläutete. Der Funke, der das Fass zum Überlaufen brachte, war eine blutige Auseinandersetzung in einer ratesischen Kleinstadt, dem sogenannten Marktkampf von Velzing. Hierzu einige Hintergrundinfos: Die Stadt Velzing ist eine kleine Marktsiedlung im Herzen Ratesiens, in der die erkassische Reichsregierung ihre Erkassifizierungspolitik in Ratesien beginnen wollte. Man versuchte durchzusetzen, dass „Vizélze“ – der erkassische Name der Stadt – zur alleinigen zugelassen Ortsbezeichnung erklärt wird, was für die Einwohner des mehrheitlich ratesischsprachigen Ortes eine unverzeihliche Frechheit darstellte. Diese stürmten das Rathaus, in dem die Namensänderung besprochen wurde und leisteten sich erbitterte Häuserkämpfe mit der Reichspolizei. Durch diese blutige Auseinandersetzung brodelten die innererkassischen Spannungen erneut intensivst hoch, sodass man nach einigen weiteren verlustreichen Kleinkonflikten beschloss, fortan getrennte Wege zu gehen und die Schaffung des erkassischen Nationalstaates ungeschehen zu machen.

Zerfall des Reichs und Gründung der Republik (2374–2419)

Die Auflösung des Erkassischen Reiches und die Annullierung seiner Gesetze wurden formell am 2. Dezember 2374 vollzogen. Danach wurde das erkassische Nationalgefühl von immer weiter wachsenden Teilen der Bevölkerung aufgegeben. Das Herzogtum Ratesien und das Königreich Salvatien stellten die alte Ordnung weitestgehend wieder her, behielten die tharonischen Inseln allerdings weiterhin als gemeinsam verwaltetes Protektorat, und Salvatien annektierte das Gebiet des ehemaligen Reichslandes West.

Dies änderte sich jedoch in den Jahren 2408 bis 2416, als es in Salvatien wiederholt zu Aufständen kam. Grund für diese war die durch den teuren Lebensstil des salvatischen Hofstaates immer weiter steigende Staatsverschuldung und die dadurch für die Bevölkerung untragbar hohen Steuern. Anfangs konnten die Revolten noch durch das brutale Vorgehen des salvatischen Heeres und der militärischen Unterstützung durch den ratesischen Herzog niedergeschlagen werden. Bald jedoch arteten die Aufstände, die immer öfter und organisierter stattfanden, in vorher nicht erwartete Dimensionen aus und griffen sogar auf Ratesien über. Ein Großteil der anfangs zersplitterten Interessengruppen der Revolten schlossen sich im Herbst 2416 schließlich zur Erkassischen Einheitswehr unter Führung des Politikers Téodor Posz zusammen, der eine erneute Einung der erkassischen Landen unter einer demokratischen, föderalen Republik anstrebte. Als gemeinsames Symbol wählte man das traditionelle Zeichen aller bisherigen gesamterkassischen Reiche: Das Erkassische Kreuz, ein weißes Kreuz auf orangem Grund, welches die Einheitswehr mit einem sich in einem weißen Kreis befindlichen orangen Stern ergänzte.

Als am 25. November 2416 schließlich der Königspalast in der salvatischen Hauptstadt Dudniz von der Einheitswehr gestürmt und die salvatische Krone somit größtenteils handlungsunfähig gemacht wurde, dankte der letzte salvatische Monarch, König Stéfan XII. ab, sein ratesischer Cousin, Herzog Ógust II., folgte ihm einen Tag später. Nachdem die Einheitswehr in den darauffolgenden Jahren die zersplitterten Fürstentümer im Süden des Gebiets der heutigen erkassischen Präfektur Wátland und das bis dato von ratesischen und salvatischen Monarchisten gehaltene Protektorat der südwestlichen Inseln (tharonische Inseln) unter ihre Kontrolle brachten, rief Posz schließlich am 4. Mai 2419 vom Balkon des Dudnizer Königspalastes die Erkassische Republik aus. Die Errichtung des neuen erkassischen Staates wurde schließlich am 5. August 2422 mit dem „Gesetz zur endgültigen Legitimierung der Erkassischen Republik und ihrer Strukturen“ für abgeschlossen erklärt.

Tharonienkrise und die große Rezession (2419–2471)

Von Téodor Poszs Tod bis heute (seit 2471)

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